Pächter für Bowlingdschungel Taucha gesucht

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Wenn es um die persönliche Zukunft geht, wissen viele noch nicht, was der nächste Monat bringt. René Werner dagegen plant bereits bis mindestens 2019. Dann will er von Taucha auf die Philippinen ziehen. Mit seiner Frau Estella, die aus dem südostasiatischen Staat stammt, hat er dort bereits ein Haus gebaut. In zwei Jahren soll die Insel ihre neue Heimat werden.

Der 50-Jährige Unternehmer ist in Taucha bekannt: Er ist Vorsitzender des Heimatvereins, Geschäftsführer eines Bauunternehmens und auch Inhaber des Bowlingdschungels Taucha in der Karl-Große-Straße. 2011 eröffnete der Freizeittreff mit vier Bowlingbahnen, Restaurant, Café und Veranstaltungssaal. Für den Bowlingdschungel sucht er nun einen Pächter, wie er gegenüber Taucha kompakt erklärt: „Zum 1. Juli diesen Jahres will ich meine Geschäftstätigkeit im Bowlingrestaurant einstellen. Bis dahin suche ich einen Pächter, der genügend Erfahrung und Herzblut mitbringt.“ Wer Interesse habe, könne sich gern bei ihm melden. Die Abwicklung der Übergabe werde dann bis Ende des Jahres dauern, schätzt er.

Bleibt noch das Jahr 2018. In diesem will René Werner sein Unternehmen Bauverfugung Werner/Richter GmbH an seinen Sohn Tobias Hänselmann übergeben. Die Firma ist dann 25 Jahre alt – gegründet hat sie René Werner mit 26 Jahren. Genau so alt ist sein Sohn jetzt. Die Nachfolge ist also gesichert. Die Einarbeitung und Organisation der Übergabe soll bis Ende 2018 geschafft sein, dann wollen Estella und René Werner Taucha den Rücken kehren. „Ob das für immer ist, weiß keiner. Vielleicht kommen wir auch in zehn Jahren wieder. Aber jetzt haben wir die Chance, diesen Wendepunkt anzugehen“, sagt er.

René Werner, Bowlingdschungel Taucha

Der neue Lebensmittelpunkt des Ehepaares soll in Cavite sein, einer Stadt in der Bucht von Manila. Zur Ruhe setzen will sich René Werner dann aber nicht. Ein Unternehmen behält er: die Firma BVW, mit der er seit elf Jahren in China tätig ist. Dort ist er im Bereich Bauwerksabdichtung bei Großprojekten tätig. Nur das Südchinesische Meer trennt ihn dann von der Volksrepublik. Ein Katzensprung im Gegensatz zum jetzigen Arbeitsweg. Fast jeden Monat fliegt er derzeit von Deutschland nach China.

Bis es soweit ist, wird René Werner auch immer wieder im Bowlingdschungel anzutreffen sein. Das Geschäft laufe gut, berichtet er. „Es trägt sich“, sagt er. Der Pächter würde „sofort Geld verdienen“. Leicht falle ihm der Abschied nicht. „Das ist ja immer mein Herzensprojekt gewesen, hier steckt viel Herzblut drin. Sollte sich kein Pächter finden lassen, wolle er den Plattenbau zu elf Sozialwohnungen umbauen lassen. Von der Bank gebe es bereits grünes Licht – und Bedarf an bezahlbarem Wohnraum besteht in Taucha sowieso.

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Seit 2001 arbeitet Daniel Große als freier Journalist. Er fühlt sich in vielen Themengebieten zu Hause. Lokales, Immobilienthemen, Ratgeber- und Verbrauchernachrichten, Medien und Netzwelt sind seine bevorzugten Gebiete. Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt.
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