Taucha will Straßensammlung von Sperrmüll einstellen

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Zwei mal im Jahr wird in Tauchas Straßen Sperrmüll gesammelt. Mit den bekannten Begleiterscheinungen: Oft wird der Sperrmüll viel zu zeitig rausgestellt, was „Mülltouristen“ anlockt. Außerdem wird immer mehr rausgestellt, was nicht zum Sperrmüll gehört. Folglich nehmen das die Mitarbeiter der ASG Nordsachsen auch nicht mit. Diese Abfälle – nicht selten Sondermüll wie Farben, Lacke, Elektrogeräte oder gar Autoreifen – bleiben dann tage- und wochenlang liegen, weil sich die ursprünglichen Besitzer nicht mehr zuständig fühlen oder es ihnen schlicht egal ist. Das Stadtbild leidet unter diesem Phänomen extrem. Vor dem Tauchscher sammelte die Stadtverwaltung auf eigene Kosten diese Müllberge ein.

Kurz: Für die Stadt Taucha ist das ein unhaltbarer Zustand. Seit Jahren überlegt man darum, ob und wie eine Änderung herbeigeführt werden kann. Kürzlich fand eine so genannte Meinungs- und Willensbildung der Stadträte während der Ausschusssitzungen statt. Ergebnis laut Leipziger Volkszeitung (LVZ): Die Stadt Taucha möchte die Straßensammlung von Sperrmüll nicht mehr und gern das „Delitzscher Modell“ einführen. Dieses sieht vor, die Sammlung zu bestimmten Zeiträumen an festgelegten Sammelplätzen am Stadtrand oder in den Ortsteilen stattfinden zu lassen. Bedeutet: Jeder muss seinen Sperrmüll zu den Sammeltagen an diese Plätze bringen. Die ganzjährige kostenlose Abgabe von Sperrmüll im Wertstoffhof soll zusätzlich beibehalten werden. „Wir haben jetzt den Wunsch nach Änderung des Entsorgungssystems an das Landratsamt weitergeleitet, dort wird er bearbeitet“, zitiert die LVZ Tauchas Bürgermeister Tobias Meier.

Nun müsse geprüft werden, ob und wie die Änderung Auswirkungen auf die Abfallgebühren habe und wie die Entsorgung künftig durchgeführt werden könnte. Eine Entscheidung könne in den nächsten Wochen fallen, eine Umstellung der Sperrmüllsammlung dann im nächsten Jahr. Möglicherweise war die soeben durchgeführte also die letzte Sammlung von Sperrmüll auf Tauchas Straßen.

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