Telekom baut aus: Schnelleres Internet für Taucha

2
10
views

Die Deutsche Telekom baut ihr Netz in Taucha sowie in Teilen der Ortsteile Merkwitz, Sehlis, Dewitz, Pönitz, Plösitz und Cradefeld aus. Gleichzeitig soll das Tempo erhöht werden – auf immerhin 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Bis Ende des Jahres sollen so 8500 Haushalte schnelleres Internet bekommen.

Vor allem in den Ortsteilen dürfte das auf freudige Reaktionen stoßen, denn dort ist bislang schnelles Internet nur mittels des Hybrid-Routers der Telekom möglich, der DSL mit LTE verbindet. Im innerstädtischen Bereich liegt in Tauchas Wohngebieten meist das Kabelnetz über Vodafone (Kabel Deutschland) oder die Primacom an – dort sind schon länger Geschwindigkeiten von 100 MBit/s Standard. Möglich sind hier teilweise sogar bis 400 MBit/s. Erst kürzlich warb Vodafone mit einem Gratis-Upgrade für sechs Monate auf 200 MBit/s, von dem nun auch viele Tauchaer profitieren.

Die Upload-Geschwindigkeit im ausgebauten Telekom-Netz soll sich auf bis zu 40 MBit/s erhöhen. Das Unternehmen will im Rahmen des Ausbaus 20 Kilometer Glasfaser verlegen und 25 Verteiler aufstellen oder diese mit moderner Technik ausstatten.

Für Bürgermeister Tobias Meier ist das Bekenntnis der Telekom ein wichtiger Schritt: „Schnelles Internet und Bandbreite sind heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom“, sagt er und führt weiter aus: „Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Deshalb freuen wir uns, dass Taucha jetzt vom Ausbau-Programm der Telekom profitiert. So sichert sich unsere Stadt einen digitalen Standortvorteil und wird als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver.“

Jährlich investiere die Telekom bis zu vier Milliarden Euro in den Netzausbau in Deutschland – mehr als bei jedem Wettbewerber, teilt Telekom-Regiomanagerin Beatrice Strangalies mit. Mehr als 400.000 Kilometer Glasfaserkabel seien bislang bundesweit verlegt.

Hintergrund: So kommt das schnelle Internet ins Haus

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Vectoring sorgt für schnelleres Internet

Entstanden mit Material der Deutsche Telekom AG

Vorheriger ArtikelHoher Stehl- und Sachschaden bei Einbruch
Nächster ArtikelPächter für Bowlingdschungel Taucha gesucht
Seit 2001 arbeitet Daniel Große als freier Journalist. Er fühlt sich in vielen Themengebieten zu Hause. Lokales, Immobilienthemen, Ratgeber- und Verbrauchernachrichten, Medien und Netzwelt sind seine bevorzugten Gebiete. Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt.
Teilen

2 Kommentare

  1. Wunderbar!!!!! Wann wird es in der Eilenburger Straße 86 das schnelle Internet geben? Bisher kann keiner der Anbieter dieses Produkt liefern. Durch den Umbau des ehemaligen Gewerbeimmobilien zeigt kein Anbieter Interesse an einem Ausbau. Auch die Aussicht auf neue potentielle Kunden die in die neu entstehenden Häuser und Wohnungen ziehen werden „locken“ nicht.
    Die angesprochenen politischen Instanzen in Taucha zeigen kein Interesse um sich für Belange von Gewerbetreibenden und Bürgern einzusetzen. Es werden nur höhere politische Instanzen und die Telekommunikationsanbieter aufgezeigt die für dieses Problem verantworlich seien. Interesse um für die Bewohner und Steuerzahler der Gemeinde einzustehen ist wohl nicht vorhanden. In Schkeuditz z.B. wird da besser und pro Bürger/ Einwohner gearbeitet. Warum geht das in Taucha nicht?

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here