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Tobias Meier ist neuer Bürgermeister von Taucha

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Das Parteienbündnis aus SPD, Die Linke, Grünen und FDP war erfolgreich: Der gemeinsame, überparteiliche Kandidat Tobias Meier (37) erreichte nach derzeitigem, noch nicht amtlichem Endergebnis 52,05 Prozent der Stimmen. Antje Brumm (CDU) kam auf 33,0 Prozent und der parteilose Einzelkandidat Roland Gasch erreichte 14,9 Prozent.

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Kurz nach 18 Uhr in der zweiten Etage des Tauchaer Rathauses: An eine Leinwand werden per Beamer die Stimmen der Bürgermeisterwahl geworfen. Bereits nach drei ausgezählten Wahlbezirken liegt Tobias Meier vorn, der Abstand auf Antje Brumm liegt stets bei um die 20 Prozent. Kurz nach 19 Uhr sind alle 17 Wahlbezirke ausgezählt. Jubel bei den anwesenden Bürgern, die sich vor der Leinwand versammelt haben. Tobias Meier, der in den letzten Minuten nervös wie ein Tiger im Zoo auf und ab lief, fällt sichtbar ein Stein vom Herzen. Mit 52 Prozent ist kein zweiter Wahlgang nötig.

Eine Schande war abermals die Wahlbeteiligung: Mit 44,3 Prozent lag sie zwar etwa zwei Prozentpunkte höher als noch 2008. Dennoch sollte in einer bald 15.000-Einwohner-Stadt mit 12.559 Wahlbeteiligten mehr drin sein. Vor allem vor dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen eine Mitwirkung und mehr Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung fordern.

Antje Brumm akzeptiert das Wahlergebnis, wenngleich die Enttäuschung ihr offenbar die Stimme nahm. Eine offizielle Stellungnahme gegenüber Taucha kompakt gab es jedenfalls nicht. Roland Gasch wurde im und rund um das Rathaus nicht gesichtet.

Für Tobias Meier heißt es jetzt: Erst mal feiern. Im Kreis von Unterstützern und Wählern wird der Wahlsieg begossen. „Es ist ein guter Tag für Taucha, ich danke allen, die mir vertrauen. Es liegt viel Arbeit vor mir, auf die ich mich wahnsinnig freue“, sagte er. Sein Amtsantritt wird der 1. August sein.

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Veröffentlicht am 7. Juni 2015 um 20:20 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 14. August 2017 um 16:45 Uhr.

4 Kommentare

  1. >> „Eine Schande war abermals die Wahlbeteiligung: Mit 44,3 Prozent…“

    Für wen?
    – die Wähler, die evtl. das asoziale Verhalten der Politik nicht mehr weiter legitimieren wollen?
    – die Politiker? Den geht Wahlbeteiligung am A…. vorbei solange sie sich immer noch als (aus)gewählt betrachten!

    Ein Hoch auf den Gewinner, hat Er doch immerhin 2.896 von 12.559 Stimmen. Also sowas von Mehrheit …

    • Hallo Fred, danke für Ihre Meinung. Eine Schande vor allem für die Tauchaer, die wählen waren. Und glauben Sie mir: Jedem der angetretenen Kandidaten wäre mehr Wahlbeteiligung recht gewesen. Damit man eben wirklich sagen kann, dass sie eine gewählte Mehrheit haben. Etwas mehr als 5000 Wähler bei über 12.500 Wahlberechtigten sind tatsächlich eine Schande. Und das in einer Zeit, in der immer mehr Menschen Mitbestimmung fordern. Wer mit den Kandidaten nicht einverstanden ist, hätte wenigstens zur Wahl gehen und seinen Stimmzettel ungültig machen können. Das wäre dann wenigstens ein Statement. Nicht hingehen ist komplette Verweigerung. Schade, dass offenbar so vielen Tauchaern ihre Stadt egal ist.

      • >> „Nicht hingehen ist komplette Verweigerung.“

        Genau so ist es! Und das ist gut so!

        D-land ist in einer Demokratur angekommen. Wählbare, ehemalige Volksparteien, betreiben Politik am Staat vorbei. Lobbyismus und Selbstbedienung sind der Normalfall anstatt „Diener am Staat“ zu sein.
        Ich (und scheinbar immer mehr andere) verweigern die Legitimierung dieser Clique.
        Wo fast 60% verweigern, geht es nicht um Desinteresse sondern um Aufgabe. Um den Verlust des Glaubens an eine wie auch immer geartete Verbesserung des Status quo durch die Abgabe einer (wertlosen) Stimme.
        Mal abwarten, wie lange es noch dauert bis sich die große Mehrheit der Bevölkerung wieder Gehör verschafft.

        • Na wenn Sie meinen. Meiner Meinung nach müssten Sie allerdings ein wenig differenzieren zwischen Bundespolitik und Kommunalpolitik. Gerade auf städtischer Ebene ist vieles anders. Hier spielt Parteienzugehörigkeit kaum eine Rolle, hier geht es um die Sache. Sieht man sehr schön am Stadtrat, der parteienübergreifend seit Jahren zusammenarbeitet. Aus dieser übergreifenden Arbeit entstand unter anderem das Parteienbündnis und der gemeinsame Wahlvorschlag für Tobias Meier. Hier ziehen mehrere Parteien an einem Strang, um für Taucha etwas zu erreichen. So seh ich das, ganz subjektiv.

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