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Kleiderkammer Taucha an neuem Standort

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Die Kleiderkammer Taucha hat am heutigen 31. Mai ihren neuen Standort bezogen. Eigentlich sind es zwei Standorte, denn die Annahme befindet sich in der Leipziger Straße 71, die Ausgabe in der Nummer 75. Die Kollegen von Taucha direkt hatten bereits umfassend darüber geschrieben.

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Über die Übergabe – oder vielmehr Einweihung – wollen wir dennoch ein paar Worte verlieren. Einfach, weil es das Projekt der St. Moritz Kirchgemeinde und der Stadt Taucha verdient hat. Pfarrer Gottfried Edelmann wünschte sich bei seiner Eröffnungsrede heute, dass sich hier „Menschen in Liebe begegnen und Menschlichkeit gelebt wird“, wie er es ausdrückte. Unter dem Titel „Kleiden & Bleiben“ – eine Kreation von Kirchenvorsteherin Christiane Schenderlein – soll es hier künftig gelingen, unterschiedliche Religionen und Kulturen zusammenzubringen. Bereits der Start war verheißungsvoll, so Edelmann, denn am neuen Standort habe eine syrische Familie beim Malern geholfen. Doch natürlich steht die Kleiderkammer allen berechtigten Bedürftigen Tauchas offen – entsprechende Anträge sind auf dem Rathaus zu stellen. Derzeit würden sich deutsche und ausländische Bedürftige die Waage halten, teilte Petra Listewnik von der Kirchgemeinde mit.

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Blick in die Ausgabe der Kleiderkammer.

Bürgermeister Tobias Meier würdigte das Engagement der Kirche, aber auch einiger Tauchaer Unternehmen, die sich eingebracht hätten. „Auch wir als Stadt helfen, wo wir können und verstehen und als Stadtgemeinschaft, finden es gut, wenn wir Kräfte bündeln können. Generell sei die Spendenbereitschaft hoch. Das bestätigte auch Waltraut Wugk, die vor 16 Jahren gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen die Kleiderkammer ins Leben rief. „Die Tauchaer geben gern, das war schon immer so.“ Silvia Meier, eine der neuen Ehrenamtlichen der Kleiderkammer Taucha, kritisierte allerdings, dass viele Helfen mit Ausmisten verwechseln würden. Zur Veranschaulichung hingen zwei paar Arbeitshosen auf einem Kleiderständer, die dreckig und kaputt waren. „So etwas geben Leute ab und glauben, es kann noch jemand anziehen“, bedauerte sie. Auch Bedürftige hätten Anspruch auf ordentliche Kleidung. Wer etwas abgeben wolle, solle darauf achten. Gebraucht würden laut Petra Listewnik vor allem Kinderbekleidung, Hausrat aller Art und saisonale Kleidung für alle Jahreszeiten.

janet-liebichDer neue Standort der Kleiderkammer ist für Janet Liebich ein Gewinn in zweierlei Hinsicht. Denn hier hat die Sozialarbeiterin beim Diakonischen Werk Delitzsch-Eilenburg erstmals ein Büro. Sie leitet die Flüchtlingssozialarbeit in Taucha, besucht Bedürftige und ermittelt gemeinsam mit Annelie Hampel, die ihren Bundesfreiwilligendienst in der Kirchgemeinde absolviert, den Bedarf an Sachleistungen. „Dankbar bin ich für die Räume auch, weil sie Aufenthalt für die Ehrenamtlichen bieten“, so Liebich.

Zu diesen Zeiten haben die Standorte der Kleiderkammer geöffnet:

Begegnungstreff in der Leipziger Straße 71 (Eckhaus)
dienstags 9 bis 12 Uhr
mittwochs 14 bis 18 Uhr
donnerstags 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr

Kleiderkammer Annahme in der Leipziger Straße 71
dienstags 9 bis 13 Uhr
donnerstags 9 bis 13 Uhr

Kleiderkammer Ausgabe in der Leipziger Straße 75
dienstags 14 bis 18 Uhr
donnerstags 9 bis 13 Uhr

Kindertreff für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund für jedes Alter
dienstags 16:30 bis 17:30 Uhr

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Veröffentlicht am 31. Mai 2016 um 13:11 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 31. Mai 2016 um 13:12 Uhr.

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