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Ampel an der Graßdorfer Straße: Lage entspannt sich

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Sie war DER Aufreger in der vergangenen Woche: Die neue Ampel an der Graßdorfer Straße/B87. Seitdem sie am Montag in Betrieb ging, kam der ohnehin schon dichte Verkehr in Taucha scheinbar gänzlich zum Erliegen. Lange Staus auf der B87 in beiden Richtungen, Stau in der Tauchaer Altstadt ab dem Rathaus bis zur Kreuzung. Wütende Kommentare bei Facebook waren die Folge. Scheinbar jedem war klar: Eine Ampel, die den Verkehr stoppt, so kurz nach einer Kreuzung, die bereits per Ampel geregelt wird und so knapp vor einem Bahnübergang kann wohl die Verkehrslage entspannen.

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Seit etwa Donnerstag ist jedoch zu beobachten: Oh doch, sie kann! Auf wundersame Weise nämlich ist geschehen, was keiner für möglich hielt: Die Stauerscheinungen rund um die neue Ampel sind nahezu aufgehoben. Und selbst der Mega-Stau, beginnend ab Friedrich-Ebert-Straße durch die Matthias-Erzberger und die gesamte Graßdorfer Straße ist weg. Einzig direkt vor der Ampel gibt es kurz Stau, bis die Ampel für den Abfluss auf die B87 sorgt. Auch in der Altstadt hält sich der Stau in Grenzen – kurzzeitige Verstopfung der Schlossstraße und Leipziger Straße gab es auch vor Errichtung der neuen Ampel.

Wie kommt die plötzliche Auflösung des Verkehrs? Bürgermeister Tobias Meier hat da eine einfache Erklärung: „Gerade die Autofahrer von weiter weg, die Taucha nur zur Durchfahrt nutzten, haben wohl bemerkt, dass es zeitlich nichts bringt, sich in Taucha anzustellen. Die fahren nun wohl großräumiger um uns herum. Das ist auch sinnvoller, sind doch gerade die B2 oder B107 sowie die B6 leistungsfähiger als die innerstädtische B87.“

Ampelschaltung soll angepasst werden

So ganz zufrieden sind er und Ordnungsamtsleiter Jens Rühling aber noch nicht mit der Situation. „Die Hauptproblematik bleibt der Abfluss aus der Altstadt. Wir wollen daher die neue Ampel an die Schaltphasen der Kreuzungsampel anpassen lassen. Dann könnte die Stauerscheinung nach dem Abbiegen in Richtung Eilenburg verhindert werden“, sagt Meier.
Den Stau vom Pönitzer Dreieck in Richtung Taucha auf der B87 werde man wohl nicht ganz wegbekommen, auch wenn dieser bereits abgenommen habe. Das mag zum einen auch am geringer werdenden Berufsverkehr aufgrund der anstehenden Weihnachtsfeiertage liegen, aber eben auch daran, dass sich Pendler andere Wege suchen.

„Generell darf man auch nicht vergessen, dass wir mit dem Bahnübergang Graßdorfer Straße einen regelrechten Stopper haben, der auch jede noch so gute Ampelschaltung aus dem Ruder bringt“, ergänzt der Bürgermeister. Dies werde noch verschärft, weil am Bahnhof in Taucha mittlerweile nur noch ein Gleis liegt. Entsprechend verlängern sich die Schrankenschließzeiten, weil die Züge nicht mehr gleichzeitig sondern abwechselnd fahren. Wenn die Schranke geschlossen ist, geht kurzzeitig wirklich kaum noch etwas auf der B87. Selbst der Verkehr in Richtung Eilenburg kann nicht an den wartenden Linksabbiegern vorbeifahren, weil der dicke Betonsockel der provisorischen Ampel dies verhindert.

Ein großer Vorteil der Ampel sei aber, dass Radfahrer und Fußgänger nun endlich aus und zur Glockentiefe die B87 auf sichere Weise überqueren könnten. Dies werde rege genutzt. Ebenso sei positiv zu beobachten, dass die Ampel Lücken für den Verkehr auf der B87 schaffe. So sei es nun entspannter und ohne Dauerstau möglich, in Richtung Autobahn zu fahren.

Die Situation werde dennoch weiter beobachtet, auch nach den Feiertagen im neuen Jahr. „Wenn Anpassungen nötig sind, werden wir diese umsetzen“, so Tobias Meier.

Ampel war nicht Vorzugsvariante der Stadt

Installiert wurde die Ampelanlage erst auf Drängen der Stadtverwaltung. Seit dem Frühsommer bat die Stadt beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) um eine Lösung für den zunehmenden Rückstau. Angedacht war seitens Taucha zunächst eine Rechtsabbiegespur von der Graßdorfer Straße auf die B87 Richtung Kreuzung. Zudem sollte die B87 an der Glockentiefe verbreitert werden, um die geradeaus fahrenden Fahrzeuge nicht durch Linksabbieger auszubremsen. Das Lasuv fürchtete aber hier eine Zunahme der Unübersichtlichkeit und Unfallgefahr, vor allem auch für Fußgänger. Darum verrichtet nun zwischen 5 und 22 Uhr die mittlerweile bekannte Ampel ihren Dienst.

(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 19. Dezember 2017 um 12:06 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 19. Dezember 2017 um 12:15 Uhr.


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Seit 2001 arbeitet Daniel Große als freier Journalist. Er fühlt sich in vielen Themengebieten zu Hause. Lokales, Immobilienthemen, Ratgeber- und Verbrauchernachrichten, Medien und Netzwelt sind seine bevorzugten Gebiete. Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt.
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5 Kommentare

  1. „Lage entspannt sich“
    soll das ein Scherz sein??
    der Schulbus nach Püchau hat seit es die Ampel gibt JEDEN tag 20min Verspätung!!

  2. Ich kann die Sichtweise auch nicht nachvollziehen. Als Bürger von Taucha und beruflich bedingt komme ich ständig und vor allem auch zu unterschiedlichsten Tageszeiten an der Kreuzung vorbei und seit der Aktivierung bin ich aus keiner der 3 Richtungen schneller! Natürlich bin ich schneller an der Autobahn, wenn ich davor schon die 5-10min gewartet habe und der Weg zur Autobahn quasi freigeblockt wurde. Nur Frage mich wirklich seit wann das ein Grund für eine Ampel ist. (Dann sollte man vielleicht auch auf viel frequentierten Autobahnen Ampeln errichten damit es danach flüssig läuft *ironie*)

    Ich kann nachvollziehen, dass die Ampel ein Segen für Fußgänger und Radfahrer ist, aber für alle anderen sicher nicht (zumindest nicht in dieser Form).

    Warum wird nicht eine bedarfsgesteuerte Fußgängerampel weniger Meter vor der Kreuzung (aus Taucha kommend) aufgestellt. Diese Lösung wäre deutlich kostengünstiger und hätte zusätzlich den Vorteil das wieder 2 Richtungen gleichzeitig fahren können.

    Sofern der Bedarf der Bedarf der Stadt und entsprechende Daten da sind, kann ich gern mit einer Simulation zur Lösungsfindung betragen. (einfach per Mail kontaktieren)

    • Da werden dann bestimmt wieder Zählungen an Feiertagen und den folgenden Brückentagen unternommen.
      Hier sollten Einwohner von Taucha und betroffene Pendler gefragt werden.

      Mein Vorschlag: Den LKW-Verkehr für die Zeit der Baustellen um Taucha umleiten! Jeder Pendler ist gezwungen die B87 zu nutzen, da alle anliegenden Straßen aufgrund von Bauarbeiten dicht sind.

      (Seit der Ampel komme ich jeden Tag 20 min später nach Hause)

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