Wochenlang gingen Gerüchte durch die Stadt – seit 2. Juli ist es nun Realität: Das Kaffeehaus Kraus am Markt ist geschlossen. Im Mai 2012 eröffnete Konditor Sebastian Kraus das Café im Wiener Stil, das zahlreiche Auszeichnungen gewann, unter anderem vom renommierten Feinschmecker-Magazin. Wie es zur Schließung kam und warum der Tauchaer Geschäftsmann nun in Machern neu durchstartet, verriet er uns im Interview.

Anzeige
Perfekte Lippen und Augenbrauen mit einem
Permanent Make-up von Sandra Hamann



Herr Kraus, Ihr Kaffeehaus, also das Café ist geschlossen. Warum?
Um es kurz zu machen: Wegen Feuchtigkeit in den Wänden, die so gravierend ist, dass ich sie weder meinen vier Mitarbeitern noch meinen Gästen länger zumuten kann.

Und das kam so plötzlich?
Nein, wir sind seit etwa fünf Jahren mit dem Eigentümer und der damals noch zuständigen Hausverwaltung im Kontakt, fanden aber nie Gehör.

Der Auszug war jetzt die letzte Option?
Wir haben den Mietvertrag einfach nicht verlängert, natürlich auch, um Eigentümer und Hausverwaltung zum Handeln zu bewegen. Mittlerweile gibt es eine neue Hausverwaltung, mit der man plötzlich auch gut kommunizieren kann. Dennoch war es nun für den Auszug erst mal zu spät.

Das heißt, es gibt doch wieder Hoffnung für Ihr Café?
Zumindest hat die Hausverwaltung signalisiert, dass ab August Sanierungsarbeiten beginnen sollen, die bis Oktober gehen. Dabei wird hoffentlich die Ursache gefunden und beseitigt.

Sie haben nun ein neues Café in Machern eröffnet?
Wir sind dabei, ab der ersten Augustwoche soll es losgehen. Wir investieren gerade ins Schloss Machern. Das dortige Café stand einige Jahre leer, wir bringen teilweise Möbel aus Taucha mit, haben aber auch die in Machern vorhandene Theke aufgewertet. Auf lange Sicht ist geplant, dass wir hier auch backen, um Transportwege zu sparen. Da wird jetzt ordentlich Geld reingesteckt. Das war so nicht geplant, aber es ist ein weiterer, neuer Abschnitt für uns, auf den wir uns freuen. Wir planen, hier vor allem an Wochenenden zu öffnen. Das Schloss Machern ist ja ein beliebtes Ausflugsziel, außerdem wird es für Hochzeiten gern genutzt.

In Taucha zu bleiben war keine Option?
Doch, immer. Wir haben uns hier mehrere Objekte angesehen, waren auch mit der Stadt in Kontakt. Entweder waren die Räumlichkeiten zu klein oder anderweitig ungeeignet.

Was ändert sich in Taucha für die Kunden?
Nun, das Café ist geschlossen unsere Kaffeehaus-Manufaktur aber weiter geöffnet. Im Laden gibt es also weiterhin Brot, Brötchen, Kuchen, Snacks. Außerdem gibt es hier nun unsere hausgemachten Torten, die es vorher nur im Café gab. Wer sich zum Essen hinsetzen möchte, kann dies um die Ecke im Hof vor dem Café tun.

Was ist, wenn die Sanierungsarbeiten im Café abgeschlossen sind?
Dann wird es Verhandlungen geben müssen mit dem Eigentümer. Wir schließen eine Rückkehr nicht aus, auch wenn das erneute Investitionen bedeutet.

Vielen Dank für das Gespräch.

Anzeige
Veröffentlicht am 11. Juli 2018 um 10:33 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 11. Juli 2018 um 10:33 Uhr.

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here