Zeitreise durch die 80er mit NDW-Star Markus und Freundin Yvonne

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Den musikalischen Höhepunkt auf der Festwiese am Samstag bildet in diesem Jahr der NDW-Star Markus Mörl. Gemeinsam mit seiner Freundin und Sängerin Yvonne König tritt Markus, der am kommenden Montag 59 Jahre alt wird, ab 21 Uhr auf, um mit einer 80er Show einzuheizen. Taucha kompakt sprach vorab mit den beiden Künstlern.

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Markus, Sie sind einer der Stars der NDW. 1982 war Ihr Jahr mit „Ich will Spaß“, danach folgte ein gleichnamiger Kinofilm mit Nena und das Duett „Kleine Taschenlampe brenn“. Die Musik der Zeit ist noch immer gefragt, auch Sie selbst treten mit ihren Songs von damals auf. Was ist das Geheimnis der NDW?

Markus Mörl: Die Zeit war ja recht verrückt. Diese Musik war etwas neues. Kuriose Titel, schräge Texte, teils auch ungewöhnliche Musikinstrumente. Diese Andersartigkeit in Verbindung mit deutschen Texten, die jeder versteht, blieb in den Köpfen hängen. Nicht umsonst hieß es „Neue Deutsche Welle“. Man verbindet die Zeit heute mit etwas Positivem, fällt gedanklich in die NDW-Zeit zurück und singt einfach mit.

Dennoch ist es, was neues Material angeht, etwas ruhiger um Markus geworden. Woran arbeiten Sie im Moment?

Yvonne König: Na eigentlich war es gar nicht ruhig, es hat nur leider nicht jeder mitbekommen. Im vergangenen Jahr erschien das Album „Zeit zu fliegen“, einige Titel liefen auch unter anderem bei SWR 4 in der Rotation.

Markus Mörl: Das Problem ist wohl, dass mich da keiner als den NDW-Markus wahrgenommen hat. Die NDW-Zeit hängt wie so ein positives Stigmata an mir und offenbar wird neues Material gar nicht erwartet.

In der Vergangenheit las man immer wieder von privaten Rückschlägen. Ihre Ehe ging in die Brüche, Sie litten unter einer schmerzhaften Krankheit, Ihre Mutter starb und bei Yvonne bestand der Verdacht auf Gebärmutterkrebs. Vor 14 Tagen lagen Sie zudem wegen einer durchtrennten Arterie im linken Arm im Krankenhaus. Wie geht es Ihnen jetzt?

Markus Mörl: Ja, die Sache mit der Arterie war beängstigend. Ich hab das Haus meiner Mutter entrümpelt, mich geschnitten und viel Blut verloren. Das ist aber dank der Ärzte erledigt und ich kann auf dem Tauchscher auftreten. Ihr erkennt mich an meinem Verband. (lacht)

Yvonne König: Dass Markus‘ Mutter gestorben ist, belastete uns alle sehr. Ich durfte sie noch kennenlernen, wir haben sie gepflegt und uns um sie gekümmert bis zuletzt. Wir wollten sie nicht gehen lassen. Aber mit 92 hat sie ein gutes Alter erreicht.

Markus Mörl: Das Haus wird nun umgebaut, von Profis, die sich nicht verletzen und dann soll es vermietet werden, damit ich zu Yvonne ins bergische Land ziehen kann. Die Scheidung ist nach drei anstrengenden Jahren nun ganz frisch durch, meine Nervenkrankheit hab ich im Griff. Es geht also aufwärts.

Beim „Sommerhaus der Stars 2017“ bei RTL waren Yvonne und Markus dabei. „So etwas machen wir wohl nicht mehr“, meint Yvonne.

Klingt insgesamt ein bisschen nach anstehender Hochzeit?

Markus Mörl: Im „Sommerhaus der Stars“ bei der RTL hat sie mir ja einen Antrag gemacht. Ich hab das dann fernab von den Kameras erneuert und ihr gleich drei Verlobungsringe geschenkt.

Yvonne König: Im nächsten Jahr werden wir das dann wohl in die Tat umsetzen.

Auf welche Songs können sich die Tauchaer freuen? Ist vielleicht neues oder unbekanntes Material dabei? Covern Sie Songs anderer Künstler?

Markus Mörl: Natürlich darf „Ich will Spaß“ nicht fehlen. Mit Yvonne singe ich auch die „Taschenlampe“ und unseren neuen ,etwas moderneren Titel „Spring ins Blau“. Ansonsten unternehmen wir eine Zeitreise in die 80er mit dem „Bruttosozialprodukt“ oder der „Puren Lust am Leben“. Aber es wird auch einige Acapella-Stücke geben, unter anderem „Ich will Spaß“ als Country-Version.

Vielen Dank für das Interview!

Veröffentlicht am 22. August 2018 um 13:28 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 22. August 2018 um 13:37 Uhr.
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Seit 2001 arbeitet Daniel Große als freier Journalist. Er fühlt sich in vielen Themengebieten zu Hause. Lokales, Immobilienthemen, Ratgeber- und Verbrauchernachrichten, Medien und Netzwelt sind seine bevorzugten Gebiete. Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt.
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