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Tauchscher-Muffel? So überleben Sie den Wahnsinn

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Menschen. Stadtfest. Viele Menschen. Laute Musik. Und überall Menschen. Wem das alles zu viel Trubel ist, der verkriecht sich ab heute Abend lieber in seinen vier Wänden oder zieht zu den Eltern, Freunden, Verwandten aufs Land oder in eine andere Stadt. Hauptsache weg aus Taucha. Denn was hier los ist, ist der Wahnsinn. Lesen Sie hier unsere – nicht ganz ernst gemeinte – Überlebenshilfe.

Es beginnt schon heute

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Eigentlich beginnt der Tauchscher ja erst am Freitag. Seit vergangenem Jahr aber gibt es mit Bärbel Beran eine furchtbar engagierte Neu-Tauchaerin. Die will mehr Besucher für ihre Galerie begeistern und eröffnet das Stadtfest bereits heute Abend mit einer Vernissage. Historische Postkarten werden ausgestellt. Das zieht viele Interessierte. Menschen! Unbedingt ab 19.30 Uhr die Schlossstraße und die Galerie am Schloss meiden!

Freitag: Rummel, Stadtlauf, Musik

Der Freitag wird dann ganz wild. Zu meiden ist unbedingt ab 14 Uhr die Festwiese, wenn Sie nicht auf Senioren beim Kaffeekränzchen treffen wollen. Um 16 Uhr geht’s dann endgültig rund mit der Eröffnung des Rummels auf dem Markt und der Festwiese. Kleine Menschen! Laute Musik! Und ringsherum fröhliche große Menschen, die Spaß am Feiern haben. Gruselig!

Gleichzeitig wird am Nachmittag ab 17.15 Uhr das Stadtgebiet von Sportlern in Beschlag genommen. Rennende Menschen! Über 600 Teilnehmer haben sich bereits zum Stadtlauf angemeldet. Und es könnten noch mehr werden, denn die Anmeldung ist bis kurz vor Start im Meldebüro in der Mehrzweckhalle möglich. Ab 19 Uhr beginnt der Hauptlauf über utopische zehn (10!) Kilometer. Also, wenn Sie unbedingt sinnlos Energie verschwenden wollen…
Wenn Sie im Stadtgebiet wohnen und noch schnell Einkaufen oder nur parken wollen – vergessen Sie es. Es gibt weiträumige Absperrungen. Am heutigen Donnerstag wäre noch Zeit, sich über die zahlreichen Sperrgebiete zu informieren. Übersichtlich aufbereitet gibt es das seit vielen Tagen auf der Website der Stadt Taucha. Die denken aber auch an alles…

Wie es sich für ein Stadtfest gehört, mussten die Organisatoren natürlich auch noch für musikalische Umrahmung sorgen. Der Markt und die Festwiese sowie auch die Straße An der Parthe werden mit der Musik diverser Bands beschallt. Und das bis etwa 1 Uhr Nachts. Gepflegt 21 Uhr ins Bett gehen können Sie also eher vergessen. Beschwerden ebenso, denn die Veranstaltungen sind natürlich angemeldet und genehmigt. Eine Übersicht über alle Bands gibt es hier im Veranstaltungskalender, falls Sie auf die unkonventionelle Idee kommen sollten, die Musik doch direkt am Veranstaltungsort konsumieren zu wollen.

Samstag: Rummel, Spielstraße, Musik, Musik

Auch am Samstag wird es nicht ruhiger, im Gegenteil! Auch hier gibt es Rummel auf der Festwiese und dem Markt und bereits ab Nachmittag wieder Beschallung in Form von Musik an den drei Veranstaltungsorten Festwiese, Markt und Flanier-Meilen-Café an der Parthe.

Schlimm: Kettenkarussel, Break Dance und diverse andere Fahrgeschäfte stehen auf der Festwiese und dem Markt, um möglichst viele Besucher anzulocken.

Die Leipziger Straße ab Sparkasse bis Markt wird sogar ab 15 Uhr ganz gesperrt. Der Grund: Kinder! Die Spielstraße wird von über 40 Akteuren organisiert, die vielfältige Angebote für die kleinen Menschen bereit halten. Wer sich und seinem Kind wirklich die Erfahrung zumutet, an allen Ständen sportlich oder kreativ aktiv zu werden, kann sich dort Stempel auf eine Stempelkarte abholen. Als Belohnung gibt es dann einen Lampion, der ab 20 Uhr zum Lampionumzug (auch noch!) durch Taucha ausgeführt werden darf.

Am Abend werden auf der Festwiese laute Disco-Klänge der 80er und 90er aus dem Fundus von Roman Knoblauch erwartet. Auch die NDW-Ikone „Markus“ gibt sich die Ehre und fordert „Ich will Spaß!„. Auf dem Markt gibt’s unter anderem die Pappelarena-DJs, die mit ihren Disco-Beats das Kopfsteinpflaster zum Klappern bringen werden. Dem zu entkommen ist eigentlich unmöglich.

Die komplette Auflistung des musikalischen Aufgebots gibt es im Veranstaltungskalender.

Kleiner Lichtblick: Zumindest das Höhenfeuerwerk wurde abgesagt. 15 Minuten weniger Krach.

Sonntag: Musik, Festumzug und endlich Ruhe

Am Sonntagmorgen heißt es: Durchhalten! In Kürze ist wieder Ruhe in Taucha. Bis dahin aber: natürlich, der Rummel öffnet und es gibt wieder Musik.

Halligalli ist dann ab 14 Uhr. Mehr als 40 bunt geschmückte Wagen werden beim so genannten Festumzug durch die Straßen fahren. Ein groteskes Schauspiel mit Musik, Trillerpfeifen, fliegenden Bonbons und Präsenten, Konfetti, Wasserbomben und mehr. Die Anmeldung beim Heimatverein Taucha ist bis zuletzt möglich. Es könnten also noch mehr Wagen werden. Wenn Sie im Bereich Kriekauer, Sommerfelder Straße, Kreuzung B87, Leipziger Straße und Markt wohnen: Schließen Sie die Fenster und die Vorhänge oder Rollos. Das bunte Treiben kann sich keiner freiwillig antun wollen. Die jeweils mehreren Tausend Schaulustigen an den Straßen sind sicherlich gekauft. Und wie das am Ende überall aussieht! Glücklicherweise ist der letzte Wagen regelmäßig die Kehrmaschine, die zumindest im Groben für die nötige Ordnung in unserem Taucha sorgt. Ach so, natürlich können Sie es vergessen, während des Umzuges zum Kaffeetrinken zu Oma zu fahren. Es sei denn, Sie wollen sich inmitten des ganzen Spektakels befinden. Rechnen Sie bis mindestens 15.30 Uhr damit, nicht wegzukommen! Und auch ihren angestammten, öffentlichen Parkplatz direkt unter dem Küchenfenster werden sie wohl nicht bekommen, denn auch hier sind die Straßen gesperrt und es gelten Parkverbote.

Nach dem Umzug der Vereine und Unternehmen gibt’s noch mal Musik auf den Bühnen. Endspurt! Sie haben es bald geschafft! Ab 19 Uhr sollen die Boxen verstummen, der Rummel langsam abgebaut werden.

Dann kehrt endlich wieder himmlische Ruhe in Taucha ein – auch wenn Sie sicher noch lange erzählen werden von den Einschränkungen, die Sie persönlich durch das Stadtfest hatten. Schlimm!

(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 23. August 2018 um 11:19 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 23. August 2018 um 11:23 Uhr.


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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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4 Kommentare

    • Ja, eine komplette Aufzählung des ganzen Tauchscher-Wahnsinns in diesem Text ist nicht möglich, darum ja der Verweis auf den Veranstaltungskalender. Aber richtig: Selbst auf dem Schlossgelände hat man am Samstag ab 17.30 Uhr nicht seine Ruhe. Schlimm!

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