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B87: Wie weiter mit dem Verkehrskollaps?

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Unter dem Namen „Planungswerkstätten“ treffen sich seit November 2018 Bürger, Vertreter von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, der Wirtschaft sowie Verwaltung, um den Planungsprozess für die B87n voranzutreiben. Erste Ergebnisse wurden nun bekannt gegeben.

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Bei der Entwicklung der Varianten müsse vom Groben ins Feine gearbeitet werden, erklärt Werner Breinig, Projektleiter der verantwortlichen Projektmanagementgesellschaft DEGES: „Das Planungsverfahren befindet sich derzeit in einer sehr frühen Phase. Technische Details oder Kosten spielen hier noch keine Rolle.“

Vorerst ginge es darum um die Korridore, die einer vertiefenden Untersuchung unterzogen werden sollen. Also jene möglichen Trassenführungen, die es später genauer zu untersuchen gilt. Abgewählt wurde nun eine zusätzliche Autobahnauffahrt zwischen den bereits bestehenden Anschlussstellen. Auch die von Bürgermeister Tobias Meier favorisierte Tunnellösung ist vom Tisch – zumindest was die längere Variante von etwa 2000 Metern angeht. Ein kürzerer Tunnel wäre technisch und wirtschaftlich aber wohl vorstellbar, dies soll nun genauer untersucht werden. Drei verschiedene Linienvarianten sollen geprüft werden, bei denen ein Teil der Strecke unterirdisch verlaufen könnte – parallel zur Bahnstrecke.

Zwei weitere Korridore beginnen an der A14 Leipzig-Ost und münden östlich von Taucha auf die B87. Allerdings führen diese durch das Landschaftsschutzgebiet, die Parthenaue. Die Bürgerinitiative „B87n – Nein Danke!“ hat nun Angst, dass die Trasse „mit aller Macht“ durch die Parthenaue gebaut werden soll. Allerdings teilt die DEGES mit, dass die Querung und Zerschneidung dieses Gebiets nur unter strengen Auflagen zulässig und entsprechend hohe Genehmigungen nötig seien.

„Wir merken, dass hier ernsthaft mitgewirkt und mitgearbeitet wird.“ Bürgermeister Tobias Meier

Der Aus- und Neubau der B 87n ist Teil des Bundesverkehrswegeplans 2030. Ziel ist es, mit der B 87n eine großräumige Verbindungsfunktion zwischen den Oberzentren Leipzig und Cottbus mit überregionaler Bedeutung sicherzustellen. Es geht also um weit mehr als „nur“ die Parthenaue und Taucha.

Künftige Planungswerkstätten würden sich mit vertiefenden Untersuchungen der Verkehrs-, Straßen- und Umweltplaner beschäftigen. DEGES-Projektleiter Breinig ist froh über die Beteiligung von „außen“. Die Einbeziehung von Bürgern mit „lokalem Wissen“ sei hilfreich. Auch Bürgermeister Tobias Meier ist mit dem bisherigen Verlauf der Planungswerkstätten zufrieden: „Wir merken, dass hier ernsthaft mitgewirkt und mitgearbeitet wird. Ich glaube, alle sind sich der Situation bewusst. Es geht hier auch darum, ein Zeichen zu setzen, dass wir ernsthaft seriös zusammenarbeiten und Lösungen entwickeln können“, so Meier. Eine Beschäftigungstherapie seien die Planungswerkstätten keineswegs.

Im Gegenteil: Es soll sogar nun recht schnell gehen: Die Ergebnisse sollen im Frühjahr diesen Jahres in einem Online-Dialog vorgestellt und mit der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die Ergebnisse dieses Online-Dialogs sollen in die weitere Planung einfließen. Bis zum Sommer sollen mehrere Linienvarianten für die B 87n erarbeitet werden. Diese sollen die Grundlage für die gesetzlich vorgeschriebene „Umweltverträglichkeitsprüfung II“ bilden, die im Herbst diesen Jahres beginnen soll. Ziel dieser Prüfung ist es, eine Vorzugsvariante zu definieren, die dann im nächsten Jahr feststehen kann.

Es steckt also noch viel Arbeit in diesem Prozess, der auch online unter b87-im-dialog.de begleitet werden kann.

Veröffentlicht am 3. Februar 2019 um 21:26 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 3. Februar 2019 um 21:26 Uhr.

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