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Matthias-Erzberger-Straße: Anwohner fordern Aussetzung der Verwaltungsentscheidung

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Die Anwohner der Matthias-Erzberger-Straße wehren sich gegen eine Entscheidung des Verwaltungsausschusses. Dieser hatte beschlossen, den Verkehr in der Matthias-Erzberger-Straße nach Fertigstellung des Trogbaus wieder in beiden Richtungen zu erlauben – bei gleichzeitigem Parkverbot. Die Anwohner der Straße und der umliegenden Straßen befürchten nun eine Zunahme des Verkehrs und eine Gefährdung von Kindern.

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Das ging schnell, auch wenn es zu erwarten war: Gegen die Entscheidung des Stadtrates, den Verkehr in der Matthias-Erzberger-Straße wieder in beide Richtungen zu öffnen, regt sich Widerstand. „Wir befürchten konkret eine Erhöhung der Gefährdung aller am Verkehr beteiligten Personen“, sagt Jens Pabst, Mitglied eines gerade gebildeten Kompetenzteams und Unterzeichner eines Memorandums, das am heutigen Tage an Bürgermeister Tobias Meier zugestellt wird. In dem Schreiben legen die Bürger Verwahrung gegen die Entscheidung der Stadträte ein und bitten darum, den Entscheid des Verwaltungsausschusses auszusetzen. Insgesamt seien zwischen 200 und 300 Unterstützer des Memorandums dafür, die derzeitige Verkehrsführung bis auf weiteres beizubehalten, so Jens Pabst.

Vor allem ginge es den Anwohnern um die Sicherheit der Kinder. „Die Stadt Taucha hat mit dem Projekt Lindenquartier den Weg frei gemacht für eine Ansiedlung von insbesondere jungen Familien mit Kindern“, sagt der 43-Jährige. Man sei sich bewusst, dass die Matthias-Erzberger-Straße die Funktion einer wichtigen Verkehrstrasse erfülle. Gleichzeitig sei sie aber eine Straße, die durch ein belebtes Wohngebiet führe. Die Interessen der betroffenen Bürger müssten gleichrangig zur Verkehrsführung des fließenden Verkehrs betrachtet werden, heißt es in dem Schreiben. „Den Fokus ausschließlich auf den fließenden Verkehr zu legen ist keinesfalls bürgerfreundlich und wir sind sehr besorgt um die Sicherheit unserer Kinder“, lautet der genaue Wortlaut des Schreibens.


Außerdem sei noch gar nicht bekannt, wie sich der Verkehr künftig entwickeln werde. Eine entsprechende Bewertung seitens der Stadt unter Einbeziehung des Trogbaus bei gleichzeitiger Schließung des Bahnübergangs Gerichtsweg und der Neugestaltung der Kreuzung Portitzer Straße/B87, stehe noch aus. Auch weil eine im Jahr 2014 durchgeführte Verkehrsstudie ergab, dass keine Verbesserung bis zum Kreuzungsausbau zu erwarten sei, sei es sinnvoll, die derzeitige Verkehrsführung mit Einbahnstraßenregelung und Parkmöglichkeiten beizubehalten.

Selbige Parkplätze sind Punkt drei des Memorandums. Die Anwohner befürchten eine akute Verschärfung der bereits jetzt prekären Parkplatzsituation für alle, die im näheren Umkreis von Kurze Straße, Matthias-Erzberger-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Thomas-Mann-Straße, Portitzer Straße, Davidstraße und Goethestraße wohnen.

Die Unterstützer des Memorandums hoffen nun auf einen zeitnahen Termin mit dem Bürgermeister und den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses. „Wir hoffen, in der Kürze der Zeit eine für alle vertretbare Lösung zu finden“, sagt Jens Pabst.


Veröffentlicht am 16. Oktober 2019 um 8:00 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 16. Oktober 2019 um 8:04 Uhr.


3 Kommentare

  1. […] Wie berichtet hatten sich die Stadträte im Verwaltungsausschuss für eine Wiederaufnahme des Verkehrs in beide Richtungen bei gleichzeitigem Parkverbot entschieden. Dagegen gingen die Anwohner der Matthias-Erzberger-Straße sowie umliegender Straßen mit einem Memorandum an Bürgermeister Tobias Meier und den Stadtrat in Einspruch. Sie befürchten eine erhebliche Zunahme des Verkehrs und sorgen sich um die Sicherheit der Kinder und älteren Menschen im Wohngebiet. Durch das beidseitige Parkverbot sei es anzunehmen, dass sich kaum jemand an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer halte, generell also immer schneller gefahren würde. Eine gefahrlose Überquerung der Straße sei dann kaum noch möglich, so das Argument der Anwohner. […]

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