Die Parksituation auf der Leipziger Straße hat sich seit dieser Woche verschärft. Das zumindest beklagt Nico Kermes, Inhaber des Geschäfts Feinbrand unweit der Ampelkreuzung an der B87. Direkt gegenüber seines Ladens befanden sich bis Anfang der Woche noch einige Parkplätze, die auch von seinen Kunden genutzt wurden. Seit Mittwoch jedoch verhindern Sperrlinien das Halten und Parken an dieser Stelle. Bis zur neuen barrierefreien Bushaltestelle darf nun gar nicht mehr geparkt werden. Nico Kermes prangert das an und wirft der Stadtverwaltung ein „zu passives Verhalten“ vor.

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Auslöser dafür, dass nun die Sperrlinien auf den einstigen Parkplätzen vorhanden sind, war eine Mitteilung der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) an die Stadtverwaltung. Die LVB stellten demnach fest, dass durch parkende PKW vor der Haltestelle die Busse nicht ordnungsgemäß an die Haltestelle heranfahren könnten. „Das führte natürlich die barrierefreie Haltestelle ad absurdum. Der Abstand zwischen Haltestelle und Buseinstieg war zu groß“, so LVB-Sprecher Marc Backhaus. Darum sei es hier nötig gewesen, den Verkehrsraum neu zu gestalten und entsprechend ein Halte- und Parkverbot auf der gesamten Länge des Bereiches ab der Kreuzung bis zur Bushaltestelle einzurichten. Diese Länge sei vor allem im Hinblick auf den Einsatz von Gelenkbussen nötig.

Auch für Kurzparker wie die Deutsche Post ist es angesichts der Sperrlinien nun schwierig, sich regelkonform zu verhalten.

Zu verhindern gewesen wäre die Situation, wenn die neue barrierefreie Haltestelle an der gleichen Stelle errichtet worden wäre, an der sich die Haltestelle bislang befand. Das jedoch war nicht möglich, wie Holger Tobiaschek vom Bauamt der Stadt Taucha mitteilt: „Das Grundstück gehört dem Freistaat Sachsen, verfügungsberechtigt ist dort aufgrund des Partheumfluters die Landestalsperrenverwaltung. Und die haben die Errichtung der neuen Haltestelle auf ihrem Eigentum schlicht nicht erlaubt“, erklärt Tobiaschek. Darum musste sie etwas weiter nach unten in Richtung Kreuzung verlegt werden.

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In Summe seien laut dem Rathausmitarbeiter aber nur maximal drei Parkplätze weggefallen. „Im Bereich der alten Haltestelle haben wir demarkiert, dort darf ja geparkt werden. Und wenn alle Sparkassenkunden auch die entsprechenden Parkflächen unter dem Sparkassengebäude nutzen würden, wäre oben auch mehr Platz für andere Autofahrer“, argumentiert Holger Tobiaschek.

Nico Kermes ist jedenfalls sauer. „Ich glaube, hier wurde der Weg des geringsten Widerstandes gegangen, die zuständigen Mitarbeiter haben sich meiner Meinung nach zu passiv verhalten. Sicher war es nicht nötig, die gesamte Fläche mit Sperrlinien zu markieren. Dass die Parkplätze nun fehlen, wird für uns zum Problem werden“, befürchtet er.

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Veröffentlicht am 15. März 2019 um 10:56 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 15. März 2019 um 11:02 Uhr.

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