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Rußrindenkrankheit ist in Taucha weiter ein Problem

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Die Rußrindenkrankheit macht der Stadtverwaltung Taucha weiter Ärger. Erneut müssen im Landschaftspark an der Wurzner Straße Bäume gefällt werden, um die Ausbreitung einzudämmen.

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Cryptostroma corticale. So lautet die lateinische Bezeichnung für einen Schwächeparasit. Der Pilz befällt ausnahmslos den Ahorn, zu 95 Prozent den Bergahorn. Als Auslöser gelten lange Trockenperioden, gegen die sich der Baum nicht zu wehren weiß. In der Folge befällt die so genannte Rußrindenkrankheit den Stamm und lässt den Baum schließlich absterben. Charakteristisch für die Krankheit sind die schwarz gefärbten Rinden oder bereits entrindeten Stämme. Sie sehen aus, als ob der Baum gebrannt hätte.

Bereits im Frühjahr diesen Jahres musste die Stadt Taucha rund 50 Bäume im Landschaftspark an der Wurzner Straße aufgrund des Befalls fällen lassen. Später kamen weitere kleinere Bäume mit geringen Durchmessern dazu, informiert Kathrin Gottschalk vom vom Sachgebiet Baumschutz und Parkanlagen im Bauamt der Stadt Taucha. „Aktuell sind wir leider dabei, erneut rund 45 Bäume mit verschiedenen Durchmessern zu entnehmen“, sagt sie. Das Unternehmen Holz Wolff aus Eilenburg ist derzeit mit schwerem Gerät im Park, um die Bäume zu fällen und abzutransportieren.

Das Fällen der Bäume sei alternativlos, weil der Parasit die Bäume schnell zum Absterben bringe. Weiteres Problem: Mittlerweile befällt der Pilz in Taucha nicht nur den Bergahorn. Auch zwei Spitzahorne seien nun betroffen. Ausschließlich im Park an der Wurzner Straße sei der Pilz bislang zu beobachten. „Das hat mit dem Stressfaktor für die Bäume an diesem Standort zu tun“, so Kathrin Gottschalk. Hitze und Trockenheit würden den Bäumen dort besonders zusetzen. Im Stadtpark mit dem großen und kleinen Schöppenteich sowie der Parthe sei genug Untergrundwasser vorhanden, aus dem die Bäume versorgt würden.

Die Kosten für die Beseitigung der befallenen Bäume sind nicht unerheblich: für die aktuelle Maßnahme habe man 10.000 Euro in die Hand genommen. Die Finanzierung wird über den Haushalt gedeckelt, einen Hilfsfonds seitens Landkreis oder Freistaat gebe es nicht, so Gottschalk.

Bei der Ersatzpflanzung, die für diesen Herbst bzw. Spätherbst angesetzt sei, gehe man mit viel Weitblick vor. „Wir halten uns hier an die so genannte Galk-Liste von der Gartenamtsleiterkonferenz. Diese listet auch Bäume auf, die den klimatischen Entwicklungen Stand halten. Die Empfehlungen sind wissenschaftlich gestützt und aktuell“, sagt die Rathausmitarbeiterin. Welche Baumarten in Taucha nachgepflanzt werden, stünde aber noch nicht abschließend fest. Nur eines ist sicher: Ahorne werden es nicht werden.

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(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 26. September 2019 um 14:32 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 26. September 2019 um 14:38 Uhr.


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