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Warnstreiks auch an Tauchaer Schulen

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im DGB (GEW) Sachsen sowie der sächsische Lehrerverband haben heute zu einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst mit Schwerpunkt auf den Schulen aufgerufen. Auch Lehrkräfte aus der Regenbogen- und Grundschule am Park sowie der Oberschule Taucha und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium haben sich beteiligt.

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„Hier geht es ganz klar nicht nur ums Geld“, stellt Carola Kirsten, Schulleiterin der Grundschule am Park klar. Vielmehr ginge es darum, dass die Verbeamtung jüngerer Lehrer die älteren Lehrkräfte schlechter stellt. Die GEW argumentiert, dass mit der Verbeamtung nun versucht werde, die Sparpolitik der letzten Jahrzehnte zu bekämpfen. Dies dürfe allerdings nicht dazu führen, die vielen nichtbeamteten Lehrer aus den Augen zu verlieren, teilt die GEW in einer Elterninformation mit. Und weiter heißt es, die bisherige Ignoranz der Arbeitgeber habe einen Warnstreik unvermeidbar gemacht.

Carola Kirsten habe volles Verständnis, dass „die Kollegen für ihre Rechte kämpfen.“ Die Schule sei offiziell geschlossen gewesen, es habe aber eine Notversorgung mit vier Lehrern gegeben. „Das Team hier stimmt, alle arbeiten sehr gut miteinander. Hier ist niemand auf den anderen neidisch, weil alle wissen, dass das politische Entscheidungen sind“, so Kirsten.
Auch an der Regenbogenschule in Taucha fiel heute der Unterricht aufgrund des Warnstreiks aus. Ein Notbetrieb wurde eingerichtet.

Ebenso waren am Geschwister-Scholl-Gymnasium die Auswirkungen des Warnstreiks zu spüren. „Die Kollegen, die das gewünscht haben, haben am Streik teilgenommen. Die Klassen 10 bis 12 wurden eingeschränkt unterrichtet, für die Klassen 5 bis 9 war die Schule geschlossen, eine Notversorgung wurde aber eingerichtet“, teilt Schulleiterin Kristina Danz mit. Auch sie habe „kein Problem“ damit, dass „Lehrkräfte ihr Recht im Rahmen von Tarifverhandlungen wahrnehmen“, sagt sie weiter. Als Schulleiter habe sie dafür Sorge zu tragen, dass der Schulbetrieb dennoch aufrecht erhalten oder eben eingeschränkt werde.

Weniger eingeschränkt war der Schulalltag an der Oberschule Taucha. „Nur vier Lehrer haben sich bei uns beteiligt. Es gab deswegen zwar einen Sonderplan, aber im Großen und Ganzen lief alles wie sonst“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Sabine Hahner.

Um 11 Uhr gab es heute in Leipzig am Richard-Wagner-Platz eine zentrale Kundgebung. In weiteren sächsischen Städten wie Chemnitz und Dresden sowie diversen Landkreisen sind für morgen und Donnerstag weitere Streiks angekündigt. In Taucha soll ab morgen wieder normal unterrichtet werden, bevor es am Freitag Halbjahreszeugnisse gibt und danach bis 2. März die Winterferien anstehen.

Veröffentlicht am 12. Februar 2019 um 15:45 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 12. Februar 2019 um 15:45 Uhr.

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