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Covid-19 in Nordsachsen: Die Entwicklungen am Mittwoch

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Die Corona-Pandemie bestimmt die Nachrichten und den Alltag der Menschen. Auch in Nordsachsen. Was an diesem Mittwoch an Entwicklungen aufläuft, sammeln wir in diesem Beitrag.

Kein Betroffener in Taucha

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Im Landkreis Nordsachsen gibt es derzeit laut Landratsamt fünf bestätigte Fälle von Erkrankungen mit Covid-19. 45 Personen befänden sich in Quarantäne, teilt die Pressestelle mit. Aus welchen Kommunen die fünf Erkrankten kommen, teilt der Landkreis nicht mit. Das Gesundheitsamt hätte aus Gründen des Personenschutzes darum gebeten. Taucha sei aber nicht dabei, konnte Pressesprecher Thomas Seidler versichern. Die ersten Fälle im Landkreis waren in Krostitz und Schkeuditz bekannt geworden.

Tauchas Bürgermeister Tobias Meier: „Die Allgemeinverfügung regelt unser Leben“

In Taucha kommt täglich der Krisenstab zusammen. Aktuell gebe es Vorbereitungen, wie die Allgemeinverfügung der Bundesregierung und des Landes Sachsen umgesetzt wird. So sollen Polizei und Polizeibehörde (Ordnungsamt) die Einhaltung der Schließung von Geschäften kontrollieren. Auch die Parkanlagen und Spielplätze sollen bestreift werden, damit sichergestellt ist, dass sich dort keine größeren Menschenmengen zusammen aufhalten. „Unser Leben wird derzeit von der Allgemeinverfügung bestimmt und es ist wichtig, dass jeder versteht, dass die Einhaltung auch notwendig ist“, sagt Bürgermeister Tobias Meier. Natürlich könnte man nun immer noch im Park spazieren gehen oder sich zum Ausruhen auf die Bank setzen. Größere Gruppen sollten aber nicht beisammen stehen oder auf den Wiesen liegen. „Von so genannten Corona-Partys, wie es sie bereits in einigen Städten gegeben hat, raten wir dringend ab“, so Meier. Jeder müsse helfen, die Verbreitung des Virus einzudämmen.

In Sachen Elternbeiträge wartet die Stadt Taucha weiter ab. Zwar hat nun Eilenburg bereits angekündigt, die Beiträge für Kita und Hort im April nicht einziehen zu wollen. Taucha folgt aber dem Beispiel Delitzsch, wonach auf eine sachsenweite Regelung gehofft wird. „Die Thematik ist weitergereicht, wir wollen uns hier in den sächsischen Kommunen möglichst einheitlich verhalten. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass diese Fragen nun kommen. Vor allem, wenn man auf Kurzarbeit gesetzt wurde oder anderweitig durch die häusliche Betreuung der Kinder Verdiensteinbußen hat. Wir erwarten hier eine baldige Lösung“, so Meier.

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Eine offizielle Vorausschau auf die im Mai geplanten Veranstaltungen – unter anderem der Kinderflohmarkt & Pflanzentauschbörse oder die Premiere des Jubiläumsfilms – gibt es noch nicht. Es ist aber anzunehmen, dass einiges in den Herbst verlegt werden muss.

In Taucha regieren die ersten Unternehmer auf die Allgemeinverfügung des Landes Sachsen. Das griechische Restaurant Bacchus Keller beispielsweise öffnet aktuell täglich von 11 bis 18 Uhr. Von 12 bis 21 Uhr werde ein Lieferdienst eingerichtet. Auch die Abholung telefonisch bestellter Speisen ist möglich.

Forschung

Blick über den Tellerrand: Die Leipziger Firma Vita 34 berichtet von einer Heilung einer Patientin ausgerechnet in dem Land, in dem Covid-19 zum ersten Mal auftrat. In China konnten Ärzte mit einem besonders innovativen Behandlungsverfahren erfolgreich eine kritisch erkrankte 65-jährige Covid-19-Patientin behandeln. Diese litt an einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung, ausgelöst durch das neuartige Corona-Virus. Keine der gängigen Behandlungsmöglichkeiten hatte der Frau helfen können. Die Mediziner entschlossen sich in einem Heilversuch, Bindegewebs-Stammzellen aus Nabelschnurgewebe anzuwenden. Mit Erfolg – die Frau wurde wieder gesund.

„Die verifizierte Meldung der chinesischen Kollegen ist ein weiterer klinischer Hinweis auf die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen“, kommentiert Dr. Wolfgang Knirsch, Vorstand von Vita 34. Er erklärt: „Wir wissen aus Veröffentlichungen, dass Bindegewebs-Stammzellen aus der Nabelschnur im menschlichen Körper Entzündungsherde erkennen und über die Blutbahnen gezielt zu ihnen wandern. Dort setzen sie ganz bestimmte Signalmoleküle frei, die dann verschiedene Regenerationsprozesse anstoßen. Auf diese Weise wirken die Stammzellen unter anderem immun-regulierend, das bedeutet, sie schwächen heftige Immunreaktionen, wie sie beispielsweise bei schwerem Verlauf von COVID-19 auftreten, ab. Diesen Effekt haben die chinesischen Forscher für ihren Heilversuch genutzt.“

Allerdings: Für Euphorie sei es zu früh. Aufgrund der Basis bisheriger Daten sei nicht davon auszugehen, dass alle Covid-19-Patienten auf diese Weise geheilt werden könnten.


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Veröffentlicht am 18. März 2020 um 14:26 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 20. März 2020 um 10:56 Uhr.


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