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Auch in Nordsachsen werden Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus getroffen. Die Kommunen bereiten Notfallpläne vor und setzen Veranstaltungen aus. Taucha schränkt das öffentliche Leben ein.

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Ab Montag und bis vorerst 17. April, dem Ende der Osterferien, wird es zu Einschränkungen im öffentlichen Leben in der Stadt Taucha kommen müssen, kündigt Bürgermeister Tobias Meier an. „Es ist entscheidend, jetzt für die kommende Zeit bestmöglich die Gesundheit der Bevölkerung zu sichern“, sagt er. Darum werden öffentliche Einrichtungen geschlossen und Veranstaltungen abgesagt, darunter auch das Osterfeuer.

Konkret sind bis auf Weiteres geschlossen:

    Bibliothek und Museum (telefonisch erreichbar)
  • Jugendclub
  • Mehrzweckhalle
  • Jubisch-Halle
  • Sporthalle der Oberschule
  • alle öffentlichen Einrichtungen, die für Vereinsport & Freizeitaktivitäten genutzt werden können
  • das Sport- & Freizeitzentrum Kriekauer Straße
  • der Sportplatz an der Graßdorfer Straße
  • der Sportplatz in Seegeritz

Die Osterfeuer in der Stadt Taucha, den Ortsteilen und auch diese die privat organisiert sein sollten, werden abgesagt und finden also nicht statt.

Im Rathaus der Stadt Taucha soll vermieden werden, dass es in den Wartebereichen zu Ansammlungen von Menschen kommt. Daher werden die Bürger gebeten, ab Montag nur nach vorheriger Terminvereinbarung (auch Einwohnermeldeamt) ins Rathaus kommen. Das Einwohnermeldeamt ist telefonisch unter 034298 701-48 und -49 (während der regulären Öffnungszeiten) zu erreichen. Alle weiteren Ansprechpartner findet man im Rathauskompass auf taucha.de

Barzahlungen in der Kasse und dem Finanzwesen des Rathauses sind aktuell nicht möglich. Bei dringenden Fällen nur nach telefonischer Anmeldung. Ansonsten ist jeglicher Verkehr hinsichtlich Steueranmeldungen für Hunde schriftlich über die Post möglich, dringliche Fälle per telefonischer Anmeldung. Notartermine werden in Absprache mit dem Notar vorgenommen, gegebenenfalls abgesagt.

Derzeit liegen eigentlich der Baubauungsplan 8a – Max-Liebermann-Str. und die Änderungen des FNP – Flächennutzungsplans zur Einsicht aus. Hier verweist die Stadtverwaltung auf die Website. Rückfragen per Telefon an Frau Mandry 034298 70112. Einsprüche sollten per Post an die Stadt oder E-Mail an Maritta.Mandry@taucha.de gerichtet werden.

Sachsens Kultusministerium ordnet für die Schulen ab Montag (16. März) unterrichtsfreie Zeit an. Die Anordnung gilt bis auf Weiteres. 

Das heißt konkret: Die Schulen bleiben vorerst geöffnet. Die Schüler werden vom Lehrpersonal betreut, aber nicht unterrichtet. In der unterrichtsfreien Zeit können Schülerinnen und Schüler jedoch zuhause bleiben. Es wird dringend empfohlen, die Kinder ab Montag zu Hause zu lassen, sofern das möglich ist. Eine Schulpflicht besteht aktuell nicht. Die Gesundheitsbehörden können die Schulen jederzeit komplett schließen – mit Informationen dazu wird in der kommenden Woche gerechnet.

Mit der Entscheidung wird den Eltern die Möglichkeit gegeben, sich bis zur möglichen Schließung von Schulen, auf eine Betreuung von Kindern und Schülern im häuslichen Umfeld einstellen zu können. Eine Entscheidung, ab wann Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett geschlossen werden, wird im Laufe der kommenden Woche getroffen.

Kindertagesstätten und Horte
Die Kindertagesstätten sind bis auf Weiteres geöffnet, aber auch dafür lautet die Empfehlung, die Kinder ab Montag im häuslichen Umfeld zu betreuen. Im Laufe der kommenden Woche wird voraussichtlich das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt einen Erlass veröffentlichen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes. Wenn dieser Fall eintritt, sollen dann auch diese Einrichtungen schließen und nur für Kinder geöffnet bleiben, deren Eltern(teile) in wichtigen Infrastrukturbereichen arbeiten, wie 
– Gesundheit, wie Krankenhäuser, Pflegeheime
– Versorgung, wie Energie, Wasser, Lebensmittel, Arznei
– Rettungswesen und Justiz, wie Polizei, Feuerwehr
– Pädagogik, wie ErzieherInnen, LehrerInnen 

Eine Bescheinigung über den Arbeitsbereich ist dann in der Einrichtung vorzulegen. Eine genaue Definition der Berufsgruppen wird wie beschrieben im Laufe der Woche von der sächsischen Staatsregierung bekannt gegeben.


Die Maßnahmen, die im gesamten Landkreis Nordsachsen unter den Kommunen abgestimmt sind, sollen die Infizierungsketten verlangsamen. Dies soll sicherstellen, dass das bestehende Gesundheitssystem weiterhin funktioniert. 

Hotline für dringende Verdachtsfälle
Um dringende Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Corona-Virus schnell identifizieren zu können, schaltet das Gesundheitsamt des Landkreises Nordsachsen vorsorglich eine Telefon-Hotline. Unter den Rufnummern 03421 758 5555 und 03421 758 5556 sind Mitarbeiter des Amtes ab sofort jeden Tag zunächst von 8 bis 16 Uhr erreichbar, auch am Wochenende.

Zu beachten sei, dass als dringende Verdachtsfälle nur Menschen gelten, die nachweislichen Kontakt mit einer an Corona erkrankten Person hatte oder aus einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet kommt.

Weitere Informationen

Für alle sonstigen Fragen zum Corona-Virus bittet der Landkreis Nordsachsen darum, sich auf den Webseiten des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales (SMS) und des Robert-Koch-Institutes (RKI) zu informieren.

Unnötige Arztbesuche sollten vermieden werden. Und: Bürgermeister Tobias Meier ruft zu Solidarität auf. „Helfen Sie bitte insbesondere älteren oder erkrankten Personen, für die sie beispielsweise Einkäufe erledigen können“, rät er.

Taucha kompakt hat hierfür ein kleines Portal geschaffen: Unter http://taucha-kompakt.de/coronahilfe kann sich jeder registrieren und seine Hilfe anbieten oder Hilfe suchen.

(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 14. März 2020 um 16:48 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 14. März 2020 um 16:54 Uhr.

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