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Mutmacher in Krisenzeiten: Meine Tanzschule Taucha tanzt jetzt digital

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Für Unternehmen ist es in Zeiten von Kontaktsperren, geschlossener Gastronomie und genereller Ausgangsbeschränkungen schwierig geworden, Geld zu verdienen. Der Schaden ist aktuell noch nicht absehbar. Viele Firmen und Gewerbetreibende stehen aber nicht still und wandeln ihr Angebot, richten sich neu aus. Sie sind die Mutmacher in Krisenzeiten. Taucha kompakt stellt solche Unternehmen vor. Heute: Meine Tanzschule Taucha.

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Normalerweise ist Christin Voigt Tanzlehrerin. Als Inhaberin von Meine Tanzschule Taucha ist sie „Mädchen für alles“ und bringt Einzeltänzern und Paaren die nötigen Schritte und Bewegungen bei, die sie für ihre Standardtänze, das Videocliptanzen oder andere Arten benötigen. Aktuell gleicht die Arbeit der 32-Jährigen aber eher der eines Redakteurs oder Content Managers. „Ich verwalte unsere App, stelle dort Videos der Kurse ein und kümmere mich generell darum, dass die Informationen dort stets aktuell sind“, sagt Christin. Die Tanzschule hat komplett auf Online umgestellt. Alle Kurse finden weiter statt, aber eben als Videos. „Die sind jederzeit abrufbar und so oft man möchte. Wir haben jeweils eine erklärte und eine getanzte Version pro Kurs, die über die App angesehen werden können“, sagt die Inhaberin. Dancecloud heißt die App, die viele Tanzschulen nutzen, die im Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband e.V. (ADTV) organisiert sind. Hierüber können Tanzschüler auch den Stundenplan einsehen, Mails schreiben, anrufen oder auf die Website gelangen.


Dass Christin und ihre Tanzlehrern mit den Videos nicht nur in den „leeren Raum“ sendet, beweisen die Abrufzahlen: Knapp 2000 Mal wurde bislang auf die Videos zugegriffen. „Man kann also durchaus behaupten, dass die Kunden tatsächlich vorankommen im Kurs. Wir versuchen, die Videos genau so aufzubauen wie den Kurs. Natürlich fehlt die Einzelkorrektur, aber rein vom Material bekommen die Schüler genau das, was ohnehin gezeigt werden würde“, so Christin Voigt.

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Schwierig ist die Corona-Krise für die Tanzschule dennoch. Am 9. Mai wäre der nächste Tanzabend, für den sich noch keiner angemeldet hat, weil niemand weiß, ob die Allgemeinverfügungen noch bis nach Ostern Bestand haben. Auch fehlen Einnahmen aus der Vermietung. In der unterrichtsfreien Zeit stellt die Unternehmerin die Räumlichkeiten anderen Firmen zur Verfügung – dies ist aktuell nicht möglich. Dazu kommt, dass die Neuanmeldungen fehlen. Umsatzeinbußen plagen also auch die kleine Tanzschule.

Aber dennoch will Christin Voigt Mut machen: „Viele meiner Kollegen, mit denen ich über Facebook und Instagram verbunden bin, gingen hektisch an die Sache heran, scheinbar kopflos. Man muss in Ruhe entscheiden und individuell betrachten, was individuell betrachtet das Beste ist. Wir können aktuell zumindest einen Teil unseres Geldes verdienen, das schaffen andere Tanzschulen sicher auch“, sagt sie. Aussichtslos sieht sie ihre Lage nicht, ist aber dennoch vorsichtig: „Wenn wir ab 20. April wieder öffnen könnten, kämen wir alle mit einem blauen Auge aus der Sache raus. Ob das realistisch ist, weiß ich aber nicht. Wir vertrauen auf die Treue unserer Kunden und freuen uns über die bisherige Unterstützung.“

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(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 3. April 2020 um 12:34 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 3. April 2020 um 12:44 Uhr.


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