Sabine Bratschke (hinten) und Sabine Haß vom neuen Tauchaer Ticket & More.

Nachdem Mitte März der Kiosk von Anja Schwarz am Tauchaer Bahnhof geschlossen wurde, stand der Pavillon leer. Seit 1. September aber gibt es hier wieder Bahntickets zu kaufen: Der Betreiber Rosenthal Ticket & More hat den Verkaufspunkt nun bei der Stadt Taucha angemietet. Verwaltet wird das Objekt von der städtischen IBV.

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Es war eine relativ geräuschlose Eröffnung: Seit 1. September gibt es am Tauchaer Bahnhof wieder einen „personenbedienten Vertrieb“, wie sich das im Bahn-Deutsch nennt. „Rosenthal Ticket & More“ heißt der Kiosk nun. Hinter dem Namen steht Marc Rosenthal aus Einbeck. „Wir betreiben in 44 Städten in sieben Bundesländern solche und ähnliche Verkaufskioske sowie größere Läden. Von der Grenze Luxemburgs bis Papenburg an der Ems in Niedersachsen, den Hamburger Raum, Brandenburg, Sachsen, Brandenburg und NRW reicht unser Einzugsgebiet. Außerdem schulen wir externe Unternehmen in Tariffragen und beraten Eisenbahnunternehmen im Vertrieb“, sagt der 49-Jährige Geschäftsführer. Laut eigenen Angaben erwirtschaften die Ticket-Agenturen für die Eisenbahnunternehmen und Tarifverbünde, wie etwa den MDV, rund drei Millionen Euro im Monat.

In den Shops gehe es vorrangig um den Fahrscheinverkauf, aber auch die Kundenberatung. An vielen Standorten gebe es einen Backshop. In Taucha wolle der Betreiber erst mal sehen, wie es anläuft. Aktuell bietet er außer den Fahrscheinen nur Kaffee und kalte Getränke an. „Wenn die Kundenfrequenz zunimmt, können wir natürlich das Sortiment jederzeit ausweiten“, so Marc Rosenthal.

Die von Anja Schwarz angebotenen Reisebüro-Dienstleistungen gibt es im „Ticket & More“ aber nicht. „Das ist nicht ganz unser Thema, wir sind ja sehr auf die Schiene konzentriert. Eventuell könnten wir Bahnreisen mit Ameropa anbieten, aber gerade jetzt in Zeiten von Corona ist das eher schwierig“, meint der Unternehmens-Chef.

Sabine Bratschke (hinten) und Sabine Haß vom neuen Tauchaer Ticket & More.

Kunden, die den Verkaufskiosk in Taucha betreten, dürften sich über ein bekanntes Gesicht freuen: Sabine Bratschke hat am Bahnhof sozusagen schon eine Inventarnummer. „Ich habe 1987 bei der Bahn gelernt und direkt im Bahnhof gearbeitet. Seit 1996 war ich dann bei Frau Schwarz. Umso mehr freue ich mich, dass es hier nun weitergeht“, sagt sie. Ein weiteres bekanntes Gesicht ist Sabine Haß. Sie war lange Jahre im Getränkemarkt in den Wyn-Passagen tätig und zuletzt Küchen-Fee in der Regenbogenschule.

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Veröffentlicht am 14. September 2020 um 10:09 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 14. September 2020 um 10:09 Uhr.

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