Anzeige

Die KFZ-Werkstatt Teltscher ist auch weiterhin geöffnet!


Nun doch: Kreuzungsausbau der B87 nicht gefährdet

,
0
1158
mal gelesen
Foto: Nick Liebold

Wer die Thematik um den Kreuzungsausbau der B87 / Portitzer Straße verfolgt, kann miterleben, welchen Unsicherheiten und Zwängen eine Stadtverwaltung bei der Planung eines Bauvorhabens unterliegt.

Anzeige
Körbisbau Bauunternehmen:
Mauerwerk und Dach - alles vom Fach.



Die gute Nachricht zuerst: Der Kreuzungsausbau B87 / Portitzer Straße ist nun doch nicht gefährdet und Taucha muss nicht bangen, wer die im Haushalt veranschlagten 300.000 Euro bezahlt. Das geht aus einem Bericht der Leipziger Volkszeitung (LVZ) hervor. Das Blatt zitiert Katja Gneupel, Pressereferentin des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA). Das Vorhaben sei im Bauprogramm 2020 Bundesstraßen enthalten, die Umsetzung für 2020/2021 vorgesehen. Damit scheint klar: die Baumaßnahme unterliegt nicht dem von Minister Martin Dulig erlassenen Fördermittelstopp. Bislang war die Stadtverwaltung davon ausgegangen, dass der per Pressemitteilung Anfang Februar bekannt gemachte Sachverhalt auch auf den Kreuzungsknoten der B87 anzuwenden ist. Weil der Fördermittelantrag dafür nicht bis 31.10.2019 eingereicht wurde, rechnete die Stadtverwaltung damit, dieses Vorhaben nicht gefördert zu bekommen.

Dem widerspricht nun das SMWA. Die Gemeinschaftsmaßnahme zwischen Stadt Taucha und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) werde laut geltender Fachförderrichtlinie mit 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert. Das Lasuv stehe hinsichtlich der Umsetzung mit der Stadt Taucha in Verbindung, bestätigt Katja Gneupel vom SMWA den LVZ-Bericht gegenüber Taucha kompakt. Von den eingeplanten 300.000 Euro bekäme Taucha etwa 257.000 gefördert.

Dass die Stadt Taucha von diesem Fakt noch nichts wusste, liegt daran, dass der Fördermittelantrag noch gar nicht geschrieben wurde. Entsprechend gab es hier keine Rückkopplung mit dem SMWA. „Wir können erst den Antrag schreiben, wenn die Planungen fertig gestellt sind und wir entsprechende Unterlagen mitschicken können“, so Bauamtsleiter Helge Zacharias. Die Genehmigungsplanung befindet sich aktuell in der Endphase. Danach würde sie vom Lasuv geprüft und erst danach könne der Fördermittelantrag gestellt werden. „Schriftlich haben wir noch nichts, aber wir freuen uns, dass wir nun offensichtlich an den Planungen weiterarbeiten können“, so Bürgermeister Tobias Meier.


Während nun also der Kreuzungsausbau der B87 / Portitzer Straße bis etwa hinter die jetzige Verkehrsinsel gesichert ist, steht der kommunale Straßenteil aktuell noch ohne Finanzierung da. Die Stadt Taucha möchte wie berichtet gern die Portitzer Straße im Zuge des Kreuzungsausbaus mit sanieren – bis zum Anschluss an den Trogbau der Deutschen Bahn. Diese etwa 80 bis 100 Meter werden nicht gefördert, denn sie unterliegen dem vom Freistaat Sachsen verhängten Fördermittelstopp für kommunale Straßen. Rund 200.000 Euro würde die Sanierung kosten. Laut Helge Zacharias, Leiter des Bauamts Taucha, solle nun eine Priorisierung der noch anstehenden Maßnahmen stattfinden, um herauszufinden, ob die Mittel aus dem Tauchaer Haushalt kommen könnten. Darüber müsste dann wohl auch noch der Stadtrat befinden. Sollten die 200.000 nicht zur Verfügung stehen, könnte es im schlimmsten Fall so kommen, dass zwar die Kreuzung umgebaut und saniert wird, das Stück Portitzer Straße aber alt und huckelig bleibt. Das sei aber nicht das Ziel der Stadtverwaltung. Heißt: Es werde aktiv an einer Lösung gearbeitet.

Hintergrund:
Der Ausbau des Verkehrsknotens B 87 / Portitzer Straße ist eine Gemeinschaftsmaßnahme zwischen Lasuv und Stadt Taucha. Von den Gesamtkosten übernimmt Taucha 25 Prozent, die sie aber zu 90 Prozent gefördert bekommt. Die B87 soll in Richtung Eilenburg neu aufgeteilt werden. An der Portitzer Straße soll eine neue Ampelanlage inklusive Fußgängerampel installiert werden, die mit der Kreuzungsampel gekoppelt wird. Die jetzige Spur Richtung Ampelkreuzung auf der B87 wird geteilt in eine Geradeaus- und Linksabbiegespur. Dafür entfallen die Parkplätze vor dem Reisebüro, Ärztehaus und der EnviaM. Die Einfahrt in die Portitzer Straße ist dann vor der Verkehrsinsel möglich. Der Baubeginn ist im Herbst. Zuerst wollen die Wasserwerke ihre Leitungen erneuern, dann steige die Stadt Taucha in die Baumaßnahmen ein.

(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 27. Februar 2020 um 17:13 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 27. Februar 2020 um 17:31 Uhr.


Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here