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Taucha hat jetzt seine eigene Kaffeesorte

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Thomas Schatz (l.) und Sebastian Kraus probieren die "Tauchaer Bohne".

Tauchaer Bohne. So heißt die erste Kaffeesorte, die eigens für Taucha geröstet wird. Verkauft wird sie in der Kaffeehaus Manufaktur Kraus. Vergangene Woche war offizielle Vorstellung.

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Thomas Schatz ist 40 Jahre alt und wohnt in Aschersleben. Dort hat er eine eigene Kaffeerösterei. Kaffeemänner heißt die. Und was hat das mit Taucha zu tun? Thomas Schatz und der Tauchaer Sebastian Kraus kennen sich schon eine ganze Weile. „Thomas hat früher in einem Leipziger Café gearbeitet, für das ich die Torten geliefert habe. Er war dort Barista, wir kamen ins Gespräch und wurden Freunde“, erklärt Kraus, der seit Februar 2015 in Tauchas Altstadt seine Kaffeehaus Manufaktur betreibt. Irgendwann zog Thomas Schatz nach Aschersleben. Aus den Augen verloren haben sich die beiden Männer aber nie. „Für uns war immer klar, wir müssen irgendwas zusammen machen“, erzählt Sebastian Kraus, der leidenschaftlich gern Kaffee trinkt. Guten Kaffee, wie er sagt.

Also setzten sich beide hin und entwickelten die Idee von der Tauchaer Bohne. Nun ist Taucha kein Kaffee-Anbaugebiet, aber eine echte Tauchaer Bohne ist die Röstung dennoch. Denn unter anderem hat Tauchas Bürgermeister Tobias Meier zur Entscheidungsfindung beigetragen, welche Bohnen für die Kaffeesorte aus der Parthestadt verwendet werden. „Sebastian und ich haben acht Sorten verkostet und vier übrig gelassen. Mit dem Bürgermeister haben wir dann die vier nochmals verkostet und er hat sich letztlich für den entschieden, den wir auch gewählt hätten“, ist Kaffee-Profi Thomas Schatz zufrieden.

Thomas Schatz bereitet die Tauchaer Bohne in der Siebträgerkaffeemaschine zu.

Die Tauchaer Bohne stammt aus Peru, genauer gesagt aus dem Hochland von Cajamarca und der Provinz Jaen. Auf 1500 Metern wird der Arabica-Kaffee von Kleinbauern angebaut und von Juni bis Oktober geerntet. Röster Thomas Schatz steht mit den Bauern in direkter Handelsbeziehung. „Das ist kein Fair Trade, sondern Direct Trade. Wir übergehen damit den Börsenhandel und können auf diese Weise den Kaffeebauern höhere Preise zusichern“, sagt der 40-Jährige. Die Bauern wiederum sichern sich auf diese Weise eine langfristige Handelsbeziehung, der Röster eine gleichbleibend hohe Qualität. Diese faire Bezahlung führt zu einem etwas höheren Preis für den Endkunden, aber letztlich würden alle profitieren.

Geschmacklich erinnert die Tauchaer Bohne an Vollmilchschokolade und brauner Zucker. Abgerundet durch ein vollmundiges und zart schmelzendes Mundgefühl. So steht es zumindest auf der Packung. Letztlich können wohl nur echte Kaffeeprofis diese Feinheiten herausschmecken. Und natürlich kommt es immer auf die Zubereitung an.

Die Packungen der Tauchaer Bohne ziert das Tauchaer Stadtwappen.

Erhältlich ist die Tauchaer Bohne als fertiger Kaffee zum Mitnehmen, als Pulver oder eben als Bohne. Wobei letztere aktuell ausverkauft ist – so gut kommt die Röstung für Taucha bereits bei den Kunden an. Weitere Päckchen seien bereits geordert, sagt Sebastian Kraus. Die 250-Gramm-Packung kostet rund 10 Euro. Ein normaler Preis sei das mittlerweile für solche Spezialkaffees, für die der Röster unter anderem auch 2,19 Euro Kaffeesteuer zahlen muss.

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Veröffentlicht am 16. November 2020 um 11:49 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 16. November 2020 um 11:53 Uhr.


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