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Tierische Invasoren: Im Stadtpark leben Waschbären

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Das viele Grün, der Schöppenteich und die daneben fließende Parthe begünstigen die Artenvielfalt im Tauchaer Stadtpark. Nun wurde ein Hinweis entdeckt, dass sich hier auch Waschbären angesiedelt haben könnten. Für den Nabu ist das aber kein Grund zur Freude.

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Gestern Abend im Stadtpark unweit des Schöppenteiches: Der Hund des Autors dieser Zeilen schnüffelt im Gebüsch und zieht plötzlich in Richtung eines Baumes. Dort liegt ein zunächst ungewöhnlich erscheinendes Tier. Die Taschenlampe des Mobiltelefons zu Hilfe genommen wird dann schnell klar: Hier liegt ein totes Waschbär-Junges. Es liegt auf der Seite, sieht fast schlafend aus. Wir schützen unsere Leser zunächst vor dem ungewollten Anblick. Wer sich dennoch dafür interessiert, klickt auf das verschwommene Bild.

Waschbären sind eine so genannte invasive Art. Sie sind hier also eigentlich nicht heimisch. Für Christoph Kleinfeld von der Nabu-Regionalgruppe Partheland ist der Fund keine gute Nachricht: „Bislang hatten wir keinen konkreten Hinweis darauf, dass sich Waschbären im Park angesiedelt haben. Wundern würde mich das aber nicht, denn die Art ist ja weiter auf dem Vormarsch. Sie sind eine Gefahr vor allem für die heimische Vogelwelt“, sagt der Kassenwart.

Das tote Tier im Gebüsch sei aber kein Problem. „Natürlich sollte man es nicht anfassen. Den Rest erledigen Käfer und Würmer“, so Kleinfeld.

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Veröffentlicht am 22. Mai 2020 um 12:23 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 22. Mai 2020 um 12:23 Uhr.


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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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4 Kommentare

  1. Das Waschbären eine Gefahr für die Vogelwelt darstellen ist ein Mythos der gerne von der Jagdlobby verbreitet wird. Stimmt aber überhaupt nicht.

  2. Waschbären sind Allesfresser und in Sachen Ernährung nicht wählerisch. Am liebsten verzehren sie Beeren, Früchte, Nüsse und Eicheln sowie Schalentiere, verschiedene Insekten und Eier. Auch Würmer,Vögel und Kleinsäuger wie zum Beispiel Mäuse stehen auf ihrem Speiseplan. So sieht’s aus.

  3. Waschbären vertreiben einheimische Allesfresser, übertragen unzählige Infektionskrankheiten Parasiten auf Mensch und Tier und gehören einfach nicht in unsere Fauna. Für mich sind die Tiere so Wertvoll und Nützlich wie die Wanderratten.

  4. An alle Tier- und Waschbären- Schützer,
    habt Ihr gewusst das es in Großbritannien, auf der gesamten Insel nicht einen Waschbären gibt und es unter Strafe steht so etwas auf die Insel zu bringen. Nicht mal im Zoo haben die welche. Das nenne ich konsequent umweltbewusst. Auch Ratten und Marder sehen süß aus, nur der zerfressene Kabelbaum vom Auto ist dann bitter und teuer. Es gibt viel zu viel solcher Invasoren in Europa (man schätzt Jährlich mit 20 „Neuzugängen“ für Fauna und Flora. Da bleiben ganz viele einheimische Arten auf der strecke. Am besten alle Gartenbesitzer informieren sich wie der vom aussterbende „Gartenschläfer“ wieder gerettet werden kann und legen entsprechend eine „todtholz Ecke“ ein. Das wäre mal wichtig. Und Wildblumen für die paar Insekten und Bienen die wir noch haben.

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