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Zweiter Band der Taucha-Chronik erschienen

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Anke Kauffmann von der Buchhandlung Leselaune drängte Detlef Porzig, den zweiten Band der Chronik endlich fertig zu stellen. Hat geholfen, heute stellte Porzig sein Buch vor.

Der Tauchaer Heimatforscher und Historiker Detlef Porzig hat seinen zweiten Band der „Chronik von Taucha“ vorgelegt. Heute gab es eine Signierstunde an der Buchhandlung Leselaune.

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Etwas über 30 Personen folgten heute der Einladung von Detlef Porzig und Anke Kauffmann in deren Buchhandlung Leselaune. Oder vielmehr: vor die Buchhandlung. Denn coronabedingt fand die für heute ab 10 Uhr angesetzte Signierstunde im Freien statt. Unter anderem schaute eine Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums vorbei, für die laut Porzig Band 1 seiner Chronik bei einem Geschichtsprojekt behilflich war. Anwesend war auch Frank Hellriegel vom Medienatelier, der für den Herausgeber Heimatverein Taucha den Satz des gut 230 Seiten starken Buches übernahm. Unterschrieben und mit persönlichen Widmungen versehen hat Detlef Porzig aber auch Bücher, zu denen im Vorfeld bei Anke Kauffmann Signierwünsche eingegangen waren. „Viele Kunden sind ja um diese Zeit auf Arbeit, darum hab ich hier eine kleine Liste, die Herr Porzig abarbeiten darf“, lächelte die Inhaberin der Buchhandlung.

Der zweite Band der Chronik von Taucha schließt nahtlos an die Erstausgabe an. Es beginnt im Jahr 1919 und behandelt die Entwicklungen der Stadt beginnend mit der Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges, der Inflation und deren Auswirkungen bis zum Erstarken des Nationalsozialismus, dem 2. Weltkrieg und schließlich zur Gründung der DDR. „Hauptquelle war für mich der Anzeiger für Taucha und Umgebung, den meine Familie bis Mitte April 1945 herausgab. Dazu hab ich in frei zugänglichen Archiven, Museumsarchiven oder dem Pfarramt recherchiert“, so der 76-jährige Detlef Porzig. Unter anderem konnte er so in Totenbüchern die Opfer des 2. Weltkriegs oder der Euthanasie nachlesen. Geholfen hätten auch die Aufzeichnungen von Studienrat Jürgen Ullrich, der über ein großes Wissen über Taucha verfügt.


Auch über außergewöhnliche Dinge stolperte Porzig. „Ich habe von einer Kriegshochzeit gelesen. Ein Paar, das schon verlobt war, wollte heiraten. Leider fiel der künftige Bräutigam im Krieg. Dennoch wurde die Frau nachträglich mit dem nun toten Mann verheiratet – wohl aus erblichen Gründen“, berichtet er. Auch von Eisenbahnunglücken oder Badeunfällen erzählt seine Chronik.

Der erste Band behandelt Tauchas Entwicklung von der Ersterwähnung bis zum Jahr 1918. Der zweite Band nun reicht von 1919 bis 1949. Einen dritten Band werde es aber nicht geben, sagt Porzig. „Nein, ich höre jetzt auf. Die DDR-Zeit bis 1990 aufzuarbeiten sprengt meine Zeit – und ich bin ja auch nicht mehr der jüngste. Das wäre auch mit viel Fahrerei verbunden, das schaffe ich nicht mehr“, gibt er zu bedenken. Allerdings: Ein Projekt hat er noch auf dem Tisch: Die Postgeschichte von Taucha soll alle möglichen Formen des Briefverkehrs in der Stadt beleuchten. Stempel, Briefmarken aus und über Taucha und einiges mehr soll das Buch beinhalten.

Die Chronik der Stadt Taucha Band 1 und 2 kosten jeweils 19,90 Euro und sind im Buchhandel erhältlich. Bereits vergriffen ist ein Schuber mit beiden Bänden für 58 Euro.

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(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 17. Juni 2020 um 15:22 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 17. Juni 2020 um 15:31 Uhr.


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