Foto: Kai Eisentraut

Größere Veranstaltungen und Festivals sind – unter Auflagen – bei der derzeitigen Corona-Lage grundsätzlich möglich. So plant auch der Maultrommel e.V. aus Taucha als Veranstalter des Ancient Trance Festivals derzeit sein Event. Wesentlich kleiner als üblich soll es werden. Insgesamt seien 2500 Besucher seitens des Gesundheitsamtes erlaubt, heißt es.

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Es könnte die erste größere Veranstaltung seit Corona im Landkreis Nordsachsen werden. Mit etwa der Hälfte der Besucher als üblich soll das Ancient Trance Festival vom 5. bis 8. August auf der Festwiese sowie am Großen Schöppenteich in Taucha stattfinden. Bis zu 2500 Besucher habe das Gesundheitsamt erlaubt, sagt Andreas Kosmowicz vom veranstaltenden Maultrommel e.V. „Wir tragen eine hohe Verantwortung und sind uns dessen auch bewusst“, sagt er. Seit vielen Monaten sei das Organisationsteam dabei, gemeinsam mit der Stadtverwaltung, dem Landkreis und auch dem Freistaat Sachsen zu klären, ob und was möglich ist. „Seit Juni sind wir sehr zuversichtlich, dass das Ancient Trance 2021 stattfinden kann“, meint Kosmowicz. Mit großem – Kosmowicz spricht von „irrsinnigem“ – Aufwand sei man dabei gewesen, neben dem eigentlichen Event auch ein Hygienekonzept zu planen und auf das Festivalgelände sowie die allgemeinen Abläufe anzupassen.

Teil des Hygienekonzeptes sei eine umfassende Teststrategie. So müsse jeder Besucher nicht nur im Besitz eines personalisierten Tickets sein, weil es keine Tages- und Abendkasse gibt, sondern auch einen tagesaktuellen Test oder den Nachweis über die vollständige Impfung oder Genesung vorweisen. Als Nachweis des negativen Testergebnisses gelten nur Tests aus offiziellen Testzentren. Ein Schnelltest mit Selbstauskunft reiche also nicht. Sorge bereitet Andreas Kosmowicz dabei, dass aktuell viele Testzentren schon wieder geschlossen seien. „Wir werden wohl darum auch ein Testzentrum vor Ort aufbauen müssen“, schätzt er. Nach dem negativen Test gibt es einen QR-Code, der am Eingang eingescannt wird.

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Zudem erhalte jeder Besucher ein Bändchen, in dem ein RFID-Chip verbaut ist. Auf diesem ist gespeichert, wie lange die aktuelle Testung noch gültig ist oder ob der Besucher geimpft beziehungsweise genesen ist. Dass die Zielgruppe des Ancient Trance Festivals möglicherweise ein Problem mit RFID-Chips haben könnte, ist Kosmowicz bewusst.“Für uns als Veranstalter hat das nur Vorteile und wir sind froh, dass wir das so einführen können. Alternativ müssten wir jeder Gruppe ein andersfarbiges Bändchen geben. Dann würde man sehen, wer geimpft ist und wer nicht. Das will ja auch nicht unbedingt jeder. Zusammenfassend kann man also sagen, dass wir auf Tests bei der Anreise, Zwischentestungen und lückenlose Kontaktverfolgungen, gestützt durch RFID-Einsatz setzen“, sagt er.

Organisatorisch sei das Team bedingt durch die bislang unklare Situation noch am Anfang. Fest stehe, dass das Camping im Landschaftspark in diesem Jahr nicht möglich sei, wegen der Gefahr des Eichenprozessionsspinners. „Bei halb so vielen Gästen werden wir auch nicht so viel Campingfläche benötigen. Man muss ja auch sehen, dass in den 2500 Gästen die Kinder schon eingerechnet sind. Wir haben also weniger als 50 Prozent Erwachsene auf dem Gelände“, sagt der Organisator. Ob überhaupt 2500 Gäste kommen, stehe auch noch nicht fest. „Man kann noch Tickets zurückgeben, darum wissen wir noch nicht, wie viele Besucher kommen und wie viele davon aus Taucha sind. Da fehlen insgesamt noch Daten“, so Kosmowicz.

Der Ticketverkauf wurde vor längerer Zeit gestoppt. Allerdings werde es in Kürze die Möglichkeit geben, noch an Tickets zu kommen, bis die 2500 Gäste erreicht sind. Informationen gebe es im Newsletter des Ancient Trance, für den man sich auf der Website anmelden kann.

Vom 5. bis 8. August gebe es auf der Festwiese und rund um den Großen Schöppenteich nicht nur zwei, sondern mehrere Bühnen, damit Parallelveranstaltungen möglich sind und auf diese Weise die Besucherströme entzerrt werden. Der Marktplatz werde nicht bespielt, so der Organisator. Das Line-Up, also die Namen der Künstler und die Reihenfolge der Auftritte, stehe noch nicht fest. Fakt sei, so Kosmowicz, dass keine Künstler eingeflogen würden. Viele dürften oder wollten aufgrund noch immer bestehender Reiseverbote oder Quarantäne nach Rückkehr ohnehin nicht reisen. Zu erwarten sei, dass die auftretenden Künstler und Bands vor allem aus Deutschland und den engsten Nachbarländern kommen. Gleiches sei bei den Besuchern zu erwarten.

Insgesamt freue sich Andreas Kosmowicz auf das Ancient Trance Festival 2021 in Taucha. „Es wird anders werden, aber nicht weniger interessant. Die Rahmenbedingungen erfordern viel Fingerspitzengefühl, das wir mitbringen. Kultur muss nun endlich wieder starten, wir können und wollen nicht auf den Sankt Nimmerleinstag warten. Wir wollen aber auch mit 100 Prozent gesunden Menschen in das Event und auch wieder raus gehen. Und wir sind zuversichtlich, dass das gelingt.“

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Veröffentlicht am 2. Juli 2021 um 16:54 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 26. Juli 2021 um 19:41 Uhr.

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