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Digitaler Impfnachweis in Taucha: Es holpert, aber funktioniert

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Seit Montag bieten Apotheken in Deutschland den digitalen Impfnachweis an. Teilnehmende Apotheken stellen geimpften Personen einen oder mehrere QR-Codes aus, die dann in entsprechende Apps übertragen werden können. Auf diese Weise haben Bürger ihren Impfnachweis immer dabei, ohne das „gelbe Heft“ mitnehmen zu müssen. Auch bei Tauchaer Apotheken ist der Nachweis möglich. Taucha kompakt hat sich umgehört.“

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„Es funktioniert seit Montag, es gibt aber Spitzenzeiten, in denen das System überlastet ist“, sagt Apotheker Werner Glass von der Löwen Apotheke Taucha. Sofern alles funktioniere, könnten seine Kunden auf den Nachweis warten. „Das dauert etwa zehn Minuten. Wir brauchen dafür den Personalausweis und den Impfausweis“, so Glass. Streikt die Anbindung an den Server des Robert-Koch-Instituts (RKI), dann würden die Daten der Kunden erfasst, zur Sicherheit nochmals von einer Kollegin verglichen und zu späterer Zeit ein erneuter Versuch unternommen. „Wir fangen meist gegen 7 Uhr an, sitzen aber auch gegen 18.30 Uhr nochmals am System. Dann geht es meist ohne Probleme“, berichtet er. Der Ansturm sei gewaltig, bislang hätte er über 300 Impfnachweise erstellt, sagt Werner Glass. Der Aufwand sei neben den Impfstoffbestellungen und dem normalen Tagesgeschäft leistbar.

Der Service ist für Kunden kostenlos. „Die Apotheken dürfen pro Kunde 18 Euro für das erste und sechs Euro für das zweite Impfzertifikat abrechnen“, sagt Kerstin Sonntag von der Parthe-Apotheke Taucha. Gesundheitsminister Spahn will die Vergütung nun auf sechs Euro je Zertifikat senken. Die 18 Euro seien für den Anfang vorgesehen gewesen, um Anlaufschwierigkeiten und Schulungen bei den Apotheken entsprechend zu entlohnen. Außerdem sollte möglichst kurzfristig an vielen Stellen ein solches Angebot für die Bürger geschaffen werden. Von Anlaufschwierigkeiten kann Kerstin Sonntag auch berichten. „Das hängt aber am RKI. Es gibt immer mal technische Probleme, heute jedoch funktioniert es ganz gut“, sagt sie. Für den Autor dieses Beitrags demonstrierte die Apothekerin gleich, wie das Ganze funktioniert: Über ein Portal werden nach Vorlage von Personalausweis und Impfausweis der Name und das Geburtsdatum des Kunden eingegeben. Außerdem trägt Kerstin Sonntag das Datum der Erstimpfung und den Impfstoff ein. Danach wird ein PDF generiert, das ausgedruckt wird. Auf diesem befindet sich der QR-Code für die Erstimpfung. Das Ganze wird dann mit der Zweitimpfung wieder holt.

Screenshot der Corona-Warn-App
Die beiden QR-Codes können dann entweder als Ausdruck immer in der Tasche oder im Auto bleiben, um sie bei Notwendigkeit vorzuzeigen. Oder – was komfortabler ist – man scannt die QR-Codes mit der neuen App Cov-Pass beziehungsweise der bekannten Corona-Warn-App. Beide Apps erkannten im Test die Codes ohne Probleme und bestätigen: „Vollständiger Impfschutz“ oder zeigen an, in wie vielen Tagen nach der Zweitimpfung der vollständige Impfschutz hergestellt ist. Der digitale Impfnachweis wird auch im EU-Ausland anerkannt, solange dort digitale Nachweise zugelassen sind. „Ich finde diese Möglichkeit wirklich wunderbar, denn bei vielen Kunden sieht der gelbe Impfpass bereits sehr mitgenommen aus“, so Kerstin Sonntag.


Als „Luxus“ sieht Jana Glöckner von der Apotheke Am Markt in Taucha den digitalen Impfnachweis an. „Eigentlich braucht man das nicht unbedingt und es belastet den Staat nur unnötig. Am Ende zahlen wir das alle“, meint sie. Auch hält sie die 18 Euro, die Apotheken aktuell noch abrechen dürfen, für zu viel. In ihrer Apotheke ist der digitale Impfnachweis – oder wie er offiziell heißt: das EU COVID 19 Impfzertifikat – noch nicht erhältlich. „Ich denke, nächste Woche wird es soweit sein“, sagt sie und zeigt eine Übergangslösung, die sie seit einigen Wochen schon anbietet: Die Immunkarte ist eine Erfindung eines Leipziger Unternehmens. Diese kann generell genau das, was nun mit dem Impfzertifikat möglich ist: „Nach der Eintragung durch uns zeigt die Immunkarte oder die App einen QR-Code, den beispielsweise Gastronomen scannen können, um zu sehen, dass ihr Gast doppelt geimpft ist“, so Jana Glöckner. Wesentlicher Unterschied ist: Diese Karte kostet 19,95 Euro für den Kunden. Und: Bislang ist sie nicht offiziell unterstützt von der Corona-Warn-App oder der Cov-Pass-App. Dies soll in Kürze der Fall sein. „Ich habe das dennoch angeboten, um Kunden, die beispielsweise viel unterwegs sind, schon eher eine Möglichkeit zu geben, ihren Impfstatus digital nachzuweisen“, sagt Jan Glöckner.

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In der Domos Apotheke in der Klebendorfer Straße gibt es aktuell noch keine Möglichkeit, das Impfzertifikat ausstellen zu lassen. „Das geht derzeit nur für Verbandsmitglieder, aber wir hoffen, dass wir nächste Woche nachziehen können“, sagt Apothekerin Dany Jäger. Auch in der AVIE Apotheke an der Poliklinik ist der Service noch nicht möglich.

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Veröffentlicht am 16. Juni 2021 um 15:31 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 29. Juni 2021 um 12:51 Uhr.


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