Die Grundschule Am Park muss noch etwas länger auf schnelles Internet warten.

Die Anbindung der Grundschulen in Taucha ans schnelle Internet stockt. Grund sind offenbar Kapazitätsprobleme bei den Fachfirmen. Auf eine erste Ausschreibung für die nötigen Arbeiten meldete sich kein Unternehmen. Aktuell läuft ein zweiter Versuch.

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Am Montag beginnt wieder die Schule in Sachsen. In der Tauchaer Grundschule Am Park werden 53 neue Schüler erwartet. Für die Klassen 2 bis 4 sollte es nach den Sommerferien eigentlich digitale Tafeln in den Klassenräumen geben. Diese sind auch bereits vorhanden – allerdings sind sie nicht einsatzbereit, denn es fehlt es am Internetanschluss. „Wir haben auf unsere erste Ausschreibung für die Elektroninstallation leider keine einzige Rückmeldung erhalten“, sagt Manuel Burke vom Sachbereich Bauwesen im Tauchaer Rathaus.

Aktuell läuft über die Ausschreibungsplattform des Bundes eine weitere Ausschreibung. Bis 16. September ist hier die Frist. Ursprünglich war geplant, dass nach den Ferien nur noch restliche Kabel installiert werden sollten. Stattdessen müssen die Bauleistungen nun vor und während der Herbstferien erbracht werden – sofern sich ein Unternehmen findet, das diese Arbeiten ausführen möchte. In der Ausschreibung ist konkret von einer Ausführung vom 1. bis 30. Oktober die Rede. Lärmintensive Bauarbeiten sollen dabei nach Schulschluss ausgeführt werden – was die Suche nach einer Fachfirma wohl weiter erschwert. „Ja, das wird knackig, vor allem in den Ferien muss dann rangeklotzt werden“, meint Manuel Burke von der Stadtverwaltung.

Unter anderem sollen über 1,6 Kilometer Datenkabel und 23 Access-Points für drahtloses Internet in der Grundschule Am Park installiert werden. Zumindest vorbereitende Arbeiten hat das Unternehmen Fischer Haustechnik GmbH & Co. Elektro-, Antennen- und Kommunikations KG aus Leipzig bereits erledigt: Das vor einiger Zeit bis an die Schule verlegte Glasfaserkabel wurde ins Haus gezogen und für den späteren Einsatz quasi zurechtgelegt.

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Für Schulleiterin Carola Kirsten ist die Verzögerungen kein großes Problem. „Wir sind bis jetzt mit den aktuellen Gegebenheiten ausgekommen, da schaffen wir die restlichen Wochen auch noch“, sagt sie. Und sie freut sich, dass ein Klassensatz Laptops bei der Stadtverwaltung liegt und in der nächsten Woche in ihrer Schule ankommt. „Die Rechner werden dann klassenweise genutzt – auch wenn man anfangs mit denen nicht ins Internet kann“, so Kirsten. Dies sei aktuell nur im Computerkabinett mittels Datenkabel und „sehr langsamem Internet“ möglich. Dies sei auch der Grund, warum die Grundschule Am Park zuerst mit dem Ausbau der Internetanbindung an der Reihe sei. Für die künftige Nutzung der Laptops hätten sich die Lehrkräfte bereits eine Übersicht auf Lernsax eingerichtet, um die Zeiten leicht absprechen zu können.

Elternrat der Regenbogenschule ist unzufrieden

Auch in der Regenbogenschule warten Lehrer und Schüler sowie deren Eltern auf schnelles Internet. Bislang sei nur der Neubau teilweise angeschlossen – der Altbau warte noch auf Glasfaser. Auch hier liegt das Kabel bereits in der Schule, nur fehlen auch hier weitere Kabel und Router. Die Arbeiten sind im nächsten Jahr vorgesehen. „Für uns nicht wirklich verständlich. Die Fördermittel für den Digitalpakt sind da. Und in den Ferien hat die IBV diverse Modernisierungsarbeiten erledigt. In diesem Zuge hätte das Internet doch gleich angeschlossen werden können“, sagt Jens Pabst vom Elternrat der Schule. Stattdessen müssten nun teilweise neue Decken im nächsten Jahr wieder geöffnet werden, um dort Kabel einzuziehen. Manuel Burke von der Stadtverwaltung führt personelle Belange ins Feld: „Wir können nicht drei Schulen auf einmal machen. Ich bin der Einzige, der diese Dinge bearbeitet. Und auch wenn die Planungen fertig sind, braucht es jemanden vor Ort, der mit Schulleitung und Lehrern die Anforderungen und Details mit den ausführenden Firmen bespricht. Beide Grundschulen und die Oberschule zusammen geht nicht. Darum ist nun erst mal die Grundschule Am Park dran, im nächsten Jahr dann die Regenbogenschule“, erklärt er.

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Veröffentlicht am 2. September 2021 um 17:32 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 2. September 2021 um 17:32 Uhr.

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