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Kommunaler Präventionsrat: Stadt Taucha sucht engagierte Bürger für Arbeitsgruppen

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Das Tauchaer Rathaus. Foto: Nick Liebold

Wie kürzlich berichtet, ist die Stadt Taucha der „Allianz Sichere Kommunen“ (ASSKomm) beigetreten. Nun soll alsbald die erste Zusammenkunft der Arbeitsgruppen stattfinden. Dafür werden in unterschiedlichen Themenfelder noch engagierte Bürger gesucht.

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Das Sicherheitsgefühl vieler Tauchaer ist angesichts zunehmender Einbrüche oder auch Autodiebstähle getrübt. Sehr oft kommt da der Ruf nach einer ständig besetzten Polizeidienststelle oder der allgemeine Wunsch, die Stadt möge doch aktiver werden. Hier kommt der kommunale Präventionsrat ins Spiel, der kürzlich gegründet wurde. Wie berichtet, trat Taucha als eine von vielen weiteren Kommunen Sachsens dem Landespräventionsrat Sachsen bei. Ziel ist es, Kriminalität reduzieren, soziales Engagement fördern, Gemeinwesen stärken und Sicherheitsgefühl verbessern.

In einem ersten Schritt sollen nun Arbeitsgruppen gebildet werden, die verschiedene Menschen aus Politik, Jugend und Vereinen zusammenbringt. So wird es die Arbeitsgruppen „Kita, Schulen & Jugend“, „Soziales & Senioren“, „Vereine, Kultur & Sport“, „Wirtschaft“ sowie „Infrastruktur & Wohnumfeld“ geben. Für diese Gruppen werden jeweils noch Mitstreiter gesucht, teilt die Stadtverwaltung mit.

Konkret könnten die verschiedenen Arbeitsgruppen aus diesen Teilnehmern bestehen:

Kita, Schulen & Jugend

  • Schulleiter
  • Vertreter Kitas
  • Schulsozialarbeiter
  • Vertreter Jugendclub
  • Streetworker
  • Vertreter Jugendparlament
  • Elternvertreter
  • Schulsprecher

Soziales & Senioren

  • Vertreter der Altenheime
  • Vertreter Betreutes Wohnen
  • Vertreter Kleiderkammer
  • Vertreter Kirchen
  • Vertreter Seniorenclub
  • Engagierte Senioren

Vereine, Kultur & Sport

  • Vertreter der Sportvereine
  • Vertreter Kulturvereine
  • Vertreter IGs
  • Vertreter Kleingartenvereine

Wirtschaft

  • Geschäftsführer/Vertreter von ortsansässigen Firmen
  • Mitarbeiter Wirtschaftsförderung der Stadt Taucha

Infrastruktur & Wohnumfeld

  • Vertreter Fachbereich Bauwesen
  • Vertreter Hausverwaltungen
  • Vertreter Interessengemeinschaften
  • Anwohner/Bürger

Eine erste Zusammenkunft soll (in digitaler Form) bereits am 4.März erfolgen. Wer als Mitstreiter dabei sein möchte, sollte sich bis Ende dieser Woche bei der Stadtverwaltung unter der Mailadresse kpr@taucha.de melden.

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(2 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 22. Februar 2021 um 10:55 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 22. Februar 2021 um 11:27 Uhr.


4 Kommentare

  1. Das soll wohl ein Scherz sein, oder der blanke Hohn und Aktionismus des Rathauses??? Mein Fahrzeug ist innerhalb von 2 Monaten 2mal aufgebrochen wurden. Es hat sich rumgesprochen, dass es ab 15.00 Uhr hier keine Polizei gibt! Dadurch entsteht ein regelrechter Kriminalismustourismus nach Taucha, gut zu erreichen mit der S-Bahn von Leipzig. Und der Herr Bürgermeister gründet Grüppchen die Ihren Namen tanzen können. Bravo!

  2. @Tim: Was wäre denn dein Vorschlag, was man auf kommunaler Ebene tun könnte / sollte?
    Von „Namen tanzen“ steht da ja nichts. Aber stimmt schon Kriminalpräventive Räte bleiben auch oft bei Themen wie Hundekot und Graffiti hängen. Das liegt halt auch daran, dass manche politische Entscheidungen, wie bspw. die Ausstattung der Polizei, auf Landesebene geregelt werden und die Kommunen hier „Sicherheit“ organisieren sollen, ohne entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen. Die andere Frage wäre ja auch noch, ist das tatsächlich das dringlichste Thema in Taucha?
    Klar mit „Ordnung und Sicherheit“ lassen sich immer ein paar Wähler*innenstimmen einsammeln, aber mehr als Symbolpolitik kommt tatsächlich häufig nicht bei raus. Kriminalität ist ein komplexes Phänomen, da wird man auch mit ein paar Streifenwagen mehr wenig ausrichten können, wenn man nicht alle Freiheiten und die Verhältnismäßigkeit über den Haufen werfen will. Von daher „Eine gute Sozialpolitik ist die beste Kriminalpolitik“.

    • Kriminalität ist ein Phänomen, liebe Jenny, aha.
      Na klar mit Ringelei oder rosaroten Plüschbällen verteilen, wird man bestimmt viel Erfolg haben.
      Selbstverständlich müssen sich kriminelle Menschen in der neuen vielfältigen Gesellschaft austoben dürfen, logisch. Der Wähler und Sie bestimmt auch, finden es gut…aber nur wenn Sie selbst nicht betroffen sind, oder?

  3. Ach noch was…es ist natürlich sehr medienwirksam, siehe LVZ, wenn der sehr geehrte Bürgermeister von Taucha ein paar Kuscheltruppen organisiert, für Vielfalt und Weltoffenheit wirbt, aber eigentlich absolut nichts gegen die immer mehr steigende Kriminalität in Taucha unternimmt. Hier fehlt mal ein klarer Hilferuf an die Landesregierung. Wie kann es sein, dass eine Stadt mit 16000 Einwohnern ab 15.00 Uhr, wenn Harald und Eddy Feierabend haben ungeschützt ist??? Bitte Antwort Herr Meier!

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