Im Fall der Anzeige gegen eine Tauchaer Kita und das Gesundheitsamt des Landratsamtes Nordsachsen sind laut Leipziger Volkszeitung die Ermittlungen der Polizei beendet. Die Angelegenheit gehe nun zur Staatsanwaltschaft.

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Weil bei seinem Kind statt einem Lolli-Test ein Rachenabstrich vorgenommen wurde, hatte am 5. November ein Vater Anzeige gegen die Kita-Leitung und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes erstattet. Seiner Meinung nach habe es sich um eine schwere Körperverletzung gehandelt. Die Kita-Leitung hätte seiner Meinung nach die Eltern sofort über die geänderte oder falsch kommunizierte Testmethodik informieren müssen. Der Fall schlug bundesweit Wellen, der Artikel von Taucha kompakt wurde über 50.000 Mal gelesen.

Wie die Leipziger Volkszeitung heute berichtet, sind die Ermittlungen nach der Anzeige beendet. In dieser Woche würden die Unterlagen an die Torgauer Außenstelle der Staatsanwaltschaft Leipzig gehen. Nähere Angaben zu den Ermittlungen wurden nicht gemacht.

Marcus Tusche, der Vater, der die Anzeige erstattet hatte, wusste auf Nachfrage heute noch nicht offiziell von den beendeten Ermittlungen, wie gegenüber Taucha kompakt sagt. „Das geht nun zur Staatsanwaltschaft. Man wird sehen, was diese dann sagt“, so der Tauchaer Handwerker. Nach den Berichterstattungen von LVZ und Taucha kompakt habe er ausschließlich positive Reaktionen bekommen. „Mich haben Kita-Leiter und -Leiterinnen, Geschäftsführer von Unternehmen, Vereine und Privatpersonen aus ganz Deutschland kontaktiert“, sagt er. Alle hätten ihm zugesprochen und ihn darin bestärkt, mit der Anzeige das Richtige getan zu haben. Umso mehr sei er „enttäuscht, dass keiner der anderen Eltern diesen Schritt gegangen ist. Natürlich sind einige andere nicht damit einverstanden, wie die ganze Sache abgelaufen ist. Aber offiziell nach außen zeigt das keiner“, so Tusche.

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Anja Thiele, zuständige Fachbereichsleiterin bei der Volkssolidarität, dem Träger der Kita, sagt gegenüber der LVZ, die Kollegen hätten sich vorbildlich verhalten und alles für die Gesundheit der Kinder getan. Das sei auch vom Landesjugendamt bestätigt worden. Einen Terminvorschlag für ein gemeinsames Gespräch habe der Vater aber abgelehnt, ein neuer Termin sei noch nicht zustande gekommen. „Das stimmt, auf die Schnelle ging das nicht. Ich bin auf jeden Fall gesprächsbereit, aber jetzt im Jahresend-Stress ist das schwierig“, sagt Marcus Tusche. Generell erwarte er aber von dem Gespräch auch nicht. „Man will da sicher beschwichtigen. Aber der Test ist ja nun mal so durchgeführt worden. Dennoch bin auch in an einem Termin interessiert, sobald es klappt“, sagt er gegenüber Taucha kompakt.

Wie die LVZ weiter schreibt, würden Volkssolidarität und Stadtverwaltung Taucha zu dem Vorgang eine gemeinsame Stellungnahme vorbereiten, die in Kürze veröffentlich werden soll. Marcus Tusche hatte Bürgermeister Tobias Meier vorgeworfen, sich für den Fall nicht zu interessieren sondern vielmehr den Eltern noch Tipps gegeben zu haben, wie sie sich hinter die Kita stellen könnten.

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(3 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 8. Dezember 2021 um 15:07 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 8. Dezember 2021 um 15:19 Uhr.

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