So ähnlich könnte die Markierung der Radweg-Querung an der Manteuffelstraße aussehen.

Die Stadt Taucha möchte den Radverkehr weiterhin fördern und hat deshalb das Büro Knoblich beauftragt, das Radwegekonzept aus dem Jahr 2008 weiterzuentwickeln. Bereits im vergangenen Jahr erfolgte der erste Teil der Fortschreibung mit einem Maßnahmenplan für die ländlichen Ortsteile. Nun steht der zweite Teil, der so genannte städtische Ortsteil an. Hier wird um Bürgerbeteiligung gebeten.

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„Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Defizite in Tauchas Radwegenetz mitzuteilen“, sagt Holger Tobiaschek vom Fachbereich Bauwesen im Rathaus. Fehlende Verbindungen, besondere Gefahrenbereiche, schlecht zu befahrene Abschnitte, fehlende Abstellanlagen und weiteres könne und solle gemeldet werden. Auf der Website des Büros Knoblich sind die umfangreichen Unterlagen einzusehen. Unter anderem ist dort eine Unfallkarte der vergangenen fünf Jahre (2015 bis 2020) einzusehen. Als Unfallschwerpunkt sticht hier die Bundesstraße 87 heraus. Vor allem an den Einmündungen der Seitenstraßen zur Zwickschen Siedlung treten gehäuft Unfälle mit Radfahrern auf. Allein an der Manteuffelstraße wurden 15 Unfälle gezählt. Aber auch die Dewitzer, Sommerfelder und Portitzer Straße sind besonders gefährlich für Radfahrer.

Um Zusammenstöße zwischen Autofahrern und Radfahrern zu vermeiden, wolle die Stadtverwaltung möglichst schnell die Radwege sichtbarer gestalten. Die Querungen sollen künftig mit roter Farbe markiert werden, so dass für abbiegende Verkehrsteilnehmer leichter ersichtlich ist, dass sie im Begriff sind einen Radweg zu passieren. In der Portitzer Straße ab Kaufland bis zum Kreisverkehr sowie an der Sommerfelder Straße an der Feuerwehr könne das die Stadtverwaltung selbst erledigen. Am Unfallschwerpunkt B87 müsse aufgrund der Zuständigkeit aber das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) ins Boot geholt werden. „Wir haben dort bereits um Prüfung gebeten“, so Tobiaschek.

Die umfangreichen Unterlagen zur Bürgerbeteiligung sind noch bis 31. Oktober online. Auch ein PDF zum Radverkehrszielnetz ist dabei. Wie schnell die Umsetzung kommen kann, sei aber völlig unterschiedlich. Zudem sei auch nicht klar, ob jeder Radweg, der dort eingezeichnet ist, überhaupt kommt. „Es hängt vor allem an den Eigentumsverhältnissen. Sicher kann man Flächen erwerben, aber hier sind der Verwaltung Grenzen gesetzt. Der nächste Weg wäre ein Planfeststellungsverfahren, das aber dauert und bei dem es weitere Hürden gibt. Wir sprechen hier also über lange Zeiträume und teils sehr hohe Kosten“, so Holger Tobiaschek.

Mit den Hinweisen und Anregungen der Bürger könne das Radwegekonzept für die nächsten zehn Jahre weiter geplant werden. Alle Bürger würden einen wertvollen und wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Radverkehrs in Taucha leisten.

Hier finden Sie die Unterlagen:

Ihre Stellungnahmen richten Sie bitte an:
Stadt Taucha / FB Bauwesen
Kennwort „Radwegekonzept“
Schloßstraße 13
04425 Taucha
E-mail: tom.richter@taucha.de

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(2 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 4. Oktober 2021 um 16:32 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 4. Oktober 2021 um 16:32 Uhr.

1 Kommentar

  1. Auch die Klima-Initiative Taucha ruft zur aktiven Mitgestaltung des Radwegekonzepts auf:
    http://klima-initiative-taucha.de/beteiligung-radwegekonzept-fuer-taucha

    Auf der ersten Tauchaer Klima-Konferenz im September wurde zudem vorgeschlagen, das Konzept in kleinen Gruppen, z.B. in den verschiedenen Ortsteilen oder auch an den Schulen, gemeinsam zu betrachten und Hinweise zu sammeln. Die Klima-Initiative geht diesbezüglich auf die Elternvertreter*innen der Schulen zu.

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