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Tauchaer Altstadt: Verwirrung um fehlendes Verkehrsschild

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An der Ecke Gartenstraße / Dewitzer Straße gab es laut Stadtverwaltung nie ein Verkehrszeichen...

In Tauchas Altstadt fehlt seit einigen Wochen ein Verkehrsschild. Die Stadt Taucha bestreitet dies, hat allerdings gar keinen Überblick über alle Verkehrszeichen in der Stadt.

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An der Ecke Dewitzer Straße / Gartenstraße gab es bis vor wenigen Wochen noch ein Verkehrszeichen 102. Dieses „Achtung, Kreuzung“-Zeichen zeigt an, dass rechts vor links zu beachten ist. Seit etwa Mitte November ist das Verkehrszeichen verschwunden. Bei Autofahrern herrscht seitdem offenbar etwas Verwirrung, welche Vorfahrtsregel hier gilt. Verkehrsteilnehmer, die auf der Dewitzer Straße Richtung Dewitz unterwegs sind, missachten seitdem gern mal die Vorfahrt von rechts aus der Gartenstraße, was bereits zu gefährlichen Situationen und Bremsen in letzter Sekunde führte, wie Anwohner berichten.

Geändert hat sich an der Vorfahrtsregel nichts, denn dort, wo kein Verkehrszeichen die Vorfahrt regelt, gilt generell rechts vor links, sagt auch die Stadtverwaltung: „Der Bereich Gartenstraße / Dewitzer Straße liegt in der Zone 30. Innerhalb dieser Zone gilt grundsätzlich immer rechts vor links. Vorfahrtsregelungen durch Beschilderung sieht der Gesetzgeber in solchen Zonen nicht vor“, so Sebastian Eichelbaum von Tauchas Straßenverkehrsbehörde. Und er fügt hinzu, dass laut Tauchas Bauhof-Chef Marco Haferburg noch nie eine solche Beschilderung vor der Gartenstraße existiert habe. Dies ist nachweislich falsch, wie Fotos belegen. Auf Nachfrage bei der Straßenbehörde wurde deutlich, dass die Behauptung, ein Schild habe dort nie existiert nicht belegt werden könne. Denn die Stadt Taucha hat kein Verzeichnis über den Standort aller Verkehrszeichen in der Stadt. Wie der Bauhof-Chef zu seiner Aussage kommt, bleibt ungeklärt.

Doch, an der Gartenstraße gab es mal ein Schild 102. Hier ein Foto vom April 2020.

Insofern war offenbar der Straßenverkehrsbehörde auch nicht klar, dass in unmittelbarer Nähe durchaus solche Kreuzungs-Zeichen existieren, auch wenn „der Gesetzgeber sie nicht vorsieht“, wie die Verwaltung mitteilt. Wer am Markt Richtung Dewitz fährt, muss dem Rechtsverkehr vom Markt laut Verkehrszeichen 102 Vorfahrt gewähren. Und aus Richtung Dewitz steht sowohl vor der Wallstraße als auch vor der Eilenburger ein solches Verkehrszeichen. Ob vor der Gartenstraße das Schild wieder angebracht wird, war nicht zu klären. In einer ersten Antwort hieß es aus der Verkehrsbehörde: „Eine entsprechende Beschilderung wird es auf Grund der Vorgaben des Gesetzgebers bezüglich der Beschilderung in Tempo 30 Zonen nicht geben.“ Naheliegender ist da wohl die Entfernung der vorhandenen Schilder, die ja nun nach Aussage der Stadtverwaltung rechtswidrig dort angebracht sind.

Am Markt existiert ein Zeichen 102 (Achtung, Kreuzung).
An der Dewitzer- /Ecke Wallstraße existiert ein Zeichen 102.
An der Dewitzer- /Ecke Eilenburger Straße existiert ein Zeichen 102.

Indes ist der Verbleib des Schildes vor der Gartenstraße unklar. Die Stadtverwaltung habe es nicht entfernt. Denn was nie da war, kann man ja auch nicht entfernen…

Offenlegung: Der Autor dieses Beitrags wohnt in der Gartenstraße. Der Hinweis zum fehlenden Schild kam von einem Anwohner, worauf die Recherche zum Beitrag angestrengt wurde.

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(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 23. Dezember 2021 um 16:14 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 23. Dezember 2021 um 17:05 Uhr.


2 Kommentare

  1. Zunächst dürften durch den Wegfall des Schildes „rechts vor links“ (StVO Zeichen 102) keine Unklarheiten aufkommen, weil sich die Vorfahrtsregelung an dieser Stelle nicht ändert.
    Weiterhin ist von rechts kommenden Verkehrsteilnehmern die Vorfahrt zu gewähren.

    Ist es aber wirklich so, dass in der Tempo 30-Zone das Zeichen 102 nicht aufgestellt werden darf?
    In der Tempo 30-Zone darf die Vorfahrt nicht durch Verkehrsschilder geregelt werden.
    M.E. regelt das Zeichen 102 hier nicht die Vorfahrt, sondern unterstreicht nur die ohnehin bestehende Vorfahrtsregelung, die bereits ohne Verkehrsschilder in der Tempo 30-Zone gelten würde.

    Da insbesondere für Ortsfremde die gegenüber der Dewitzer Straße relativ kleinen Seitenstraßen wie Wall- oder Gartenstraße relativ schlecht zu erkennen sind, sehe ich in der Beibehaltung der Schilder einen Beitrag zur Unfallvermeidung.

    Ein Bürger

  2. Ich versteh nicht wo das Problem liegt. Wer normale Vorfahrtsregeln nicht beherrscht, möge doch bitte einfach seinen Führerschein abgeben.

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