An der Leipziger Straße (B87) soll auf dem freien Grundstück Ecke Freiligrathstraße ein neues Gebäude für Büros und Arztpraxen entstehen. Heute wurde die Werbetafel dafür aufgestellt.

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Regelrecht überrascht wurden die Tauchaer heute Nachmittag. Bauarbeiter begannen auf der Brachfläche entlang der Bundesstraße 87 mit dem Aufstellen einer Werbetafel. „Neubau Praxis- und Bürocenter“ ist darauf zu lesen. Was hat es damit auf sich? Von der Stadtverwaltung gab es diesbezüglich bislang keine Informationen. Taucha kompakt fragte bei Bürgermeister Tobias Meier an: „Das Gelände gehört einem Tauchaer Privateigentümer. Wir sind seit längerem im Gespräch, was auf dem Grundstück passieren soll, es gab mehrere Ideen. Dass heute die Werbetafel gestellt wird, wussten wir auch nicht, müssen wir aber auch im Vorfeld nicht wissen“, so Meier.

Das Gelände an der Freiligrathstraße soll von der Stadt und der städtischen Gesellschaft entwickelt werden. Am vergangenen Donnerstag wurde dazu vom Stadtrat die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 67 beschlossen. Auf insgesamt 8,7 Hektar soll ein Gewerbe- und Mischgebiet entstehen. Die Fläche für das neue Praxis- und Bürocenter zählt aber nicht zum Plangebiet. „Es handelt sich hier um einen Riegel entlang der Straße, der bis hinten auf die Freiligrathstraße an der Jubisch-Halle geht“, so Bürgermeister Tobias Meier. Die Stadtverwaltung befürworte, dass dort ein Investor ein Vorhaben anpackt. „Wir wollen das Gebiet entwickeln und freuen uns, dass die Initiative auch aus privater Hand kommt“, so Meier.

Eigentümer des Grundstückes ist der Tauchaer Donald Kitschke. Sein Unternehmen THI Immobilien GmbH hat den Sitz gleich nebenan in der Leipziger Str. 102. „Wir hatten ursprünglich auch Wohnbebauung an der Stelle vorgesehen, aber das wollte die Stadt nicht. Also wird es nun ein reines Praxis- und Bürocenter“, so der 52-Jährige. Sein Vorhaben ist durchaus ambitioniert: Insgesamt 3500 Quadratmeter Mietfläche sollen entstehen – im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss jeweils 1300 Quadratmeter, im 2. Obergeschoss noch mal 900. Mietbar seien Einheiten ab 80 Quadratmeter. Das Gebäude soll mit zwei Aufzügen, einer Klimaanlage, Photovoltaik und Erdwärmenutzung ausgestattet werden. Dazu entstehe im 2. Obergeschoss eine Dachterrasse. Außerdem seien 75 Parkplätze und auch mindestens eine Elektroladesäule geplant. Die Ein- und Ausfahrten sind jeweils neben der Jubisch-Halle sowie über die Freiligrathstraße geplant. „Wir haben Ende vergangenen Jahres den Bauantrag eingereicht und gehen von einer Erteilung der Baugenehmigung im 2. Quartal dieses Jahres aus. Danach könnte theoretisch der Bau starten“, sagt Donald Kitschke. Einen Zeitplan für die Fertigstellung gebe es aber noch nicht.

Auf diesem Grundstück soll das neue Praxis- und Bürocenter entstehen.

Der Fokus der künftigen Nutzung liege auf dem medizinischen Bereich. Es gebe bereits starkes Interesse. „Der Standort ist mit der Straßenbahn vor Ort, dem S-Bahnhof um die Ecke und den geplanten Parkplätzen infrastrukturell absolut perfekt“, wirbt Kitschke. Aber auch kleinteiliges Gewerbe und Ladenflächen könnte er sich vorstellen. „Vielleicht ist das ja für die Mieter der Klebendorfer Straße interessant, die perspektivisch umziehen müssen“, so der Immobilienentwickler. Für seine Fläche habe sich die REWE-Gruppe im Jahr 2014 bereits interessiert. „Wir waren damals im Gespräch, auch ein dm-Markt sollte hier hin. Das ist dann aber nichts geworden“, erzählt er.

Das geplante Praxis- und Bürocenter von oben. Deutlich zu sehen sind die Parkflächen und die Zufahrt über die hintere Freiligrathstraße neben der Jubischhalle.
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(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 17. März 2022 um 18:02 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 24. April 2022 um 18:59 Uhr.

5 Kommentare

  1. Das ist doch wieder ein super Projekt für die Bewohner und Stadt Taucha. Photovoltaikanlagen & E-Ladestationen ist die richtige Richtung!

  2. „Der Standort ist mit […] dem S-Bahnhof um die Ecke […] absolut perfekt.“ Na hoffentlich macht die Stadt Taucha dann endlich mal die Straße und die Fußwege dort. Sonst bricht man sich die Beine auf dem Weg dahin. Fürchterlich! Prinzipiell ist der Bau zu begrüßen. Schließe mich dem Vorredner an.

    • Ja, das ist Teil des Plans. Die Freiligrath- und die Weststraße sollen saniert werden, es wurden Fördermittel beantragt, die gab es nicht. Wenn dann aber ein B-Plan drüberliegt, könnten Fördermittel fließen. Das Ganze Areal dort soll aufgewertet werden – insgesamt ist das tatsächlich nur zu begrüßen.

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