Foto: pixabay.com / ©ExplorerBob CCO Public Domain
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Ostdeutsche Bundesländer wurden lange Zeit nie direkt als renommierte Innovationsstandorte bezeichnet, doch das hat sich in den letzten Jahren geändert. Eine der Branchen, die sich zunehmend etabliert hat und gleichzeitig überraschend gewachsen ist: die Gaming-Industrie. Frische Ideen, junge Unternehmen und gefragte Events locken viele Investoren an und erzeugen eine Sogwirkung, die zahlreiche weitere Akteure der Szene nach Osten schauen lässt. Besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist das Potenzial der lokalen Gamingbranche immens. Zunehmend interessieren sich auch namhafte Hochschulen und Universitäten für die Thematik, wie das Projekt „R42“ zeigt.

Gamingbranche in Deutschland wird wichtiger

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Dass die Branche im Osten der Republik so floriert, ist eigentlich kaum verwunderlich, wenn man sieht, wie relevant Deutschland als Standort für den Markt geworden ist. Längst arbeiten Entwicklerstudios aus Deutschland an großen „Tripple-A“-Titeln, die das Videospiel-Äquivalent zum Blockbuster sind. Den Erfolg deutscher Unternehmen in der Gamingwelt stellte auch die Gamescom 2022 in Köln erneut unter Beweis. So ist die Veranstaltung längst keine Randnotiz mehr, sondern wird von wichtigen Akteuren sehr deutlich wahrgenommen und auch adressiert. So ließen sich diverse Größen aus Wirtschaft und Politik auf der weltweit größten Messe für Videospiele sehen. Unter ihnen NRWs Ministerpräsident Hendrik Wüst und die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. In ihrem Resümee war die Presse sich über die große Wirkung und Bedeutung der deutschen Marktteilnehmer auf der Gamescom einig. Vor allem Akteure aus den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fallen dabei immer wieder als Motor einer dynamischen und agilen Branche auf.

Der Osten als Antrieb für die Branche

Entgegen den Erwartungen der Politik haben sich in vielen ostdeutschen Regionen vermehrt junge und innovative Start-ups gegründet, die viel Potenzial in Hinblick auf die Welt des Gamings zeigen. Damit fällt der Fokus aktuell immer mehr auf den Osten, während früher für die Gamingbranche hauptsächlich Metropolen wie Berlin, Köln oder Hamburg von Bedeutung waren. Als starke Triebfeder für die rasante Entwicklung der Branche können unter anderem Online-Casinos betrachtet werden, die sich seit einigen Jahren am Markt etablieren. Mit dem Aufkommen der ersten virtuellen Spielbanken ist das Interesse sprunghaft angewachsen und dank moderner Technologien sind vor allem grafisch anspruchsvolle Videoslots auch für klassische Gamer interessant geworden. Im Vergleich zu anderen Spielgenres heben sich die digitalen Glücksspielanbieter überwiegend durch Vergünstigungen wie Freispiele oder einem Online Casino Bonus ab. Damit nehmen sie eine Position zwischen klassischen Vollpreis-Spieletiteln und den inzwischen stark etablierten Free-to-Play-Modellen ein.

Mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages am 1. Juli 2021 ist deutschlandweit eine Rechtsgrundlage geschaffen worden, die den legalen Betrieb von Online Casinos möglich macht und den Akteuren nun auch offiziell den Weg in die stark wachsende Branche ebnet. Erstmals in der Geschichte des Glücksspiels in Deutschland gibt es auch eine einheitliche und übergeordnete Glücksspielbehörde. Dass diese ihren ständigen Sitz in Sachsen-Anhalt hat, unterstreicht noch einmal die Bedeutung, die die Region für die gesamte Branche trägt.

Leipzig als Zentrum der regionalen Gaming-Szene

Experten und Beobachter schätzen den kreativen Ideenreichtum vieler junger Akteure. Leider fehlt es häufig an unternehmerischer Erfahrung und der passenden Infrastruktur. Das soll sich jedoch ändern und besonders Leipzig geht hier selbstbewusst voran. Im Zentrum der Bemühungen einer neuen Art der Branchenförderung steht das Projekt „R42“. In enger Kooperation der Hochschule Mittweida und dem Betreiber GECKO.2 entsteht in der Leipziger Innenstadt ein siebenstöckiger Bau, der als eigenes „Ökosystem“ für die Welt der Spieleentwicklung fungieren soll. Neben Büroräumen für Start-ups bietet das Gebäude eine eigene Event-Arena für künftige Veranstaltungen und Szene-Events sowie einen eigenen Gaming-Bereich. Somit möchte man alle wichtigen Aspekte an einem Ort bündeln. Das Interesse der Hochschule Mittweida kommt dabei nicht von ungefähr. Die Bildungsstätte bietet gleich drei Studiengänge mit einem thematischen Bezug an und interessiert sich speziell für die Marketingaspekte des immer beliebter werdenden eSports.

Foto: Tom Schulze / Leipziger Messe

Mit „CaGGtus“ kommt ein neues Games-Festival

Die Stadt zeigt auch über das „R42“ hinaus deutliches Interesse an der Branche und möchte sich stärker als attraktiver Veranstaltungsort für Events in den Mittelpunkt rücken. Nach einer dreijährigen Veranstaltungspause soll daher das neue „CaGGtus“-Festival 2023 zum ersten Mal in Leipzig stattfinden. Das Gaming-Event, welches von der Leipziger Messe initiiert wird, soll das „Dreamhack“-Festival beerben. Zu den wichtigen Partnern, die bereits gewonnen werden konnten, gehören Red Bull und XMG. Als großer und namhafter Sponsor sollen Besucher das Logo von Red Bull auch im Rahmen der zahlreichen Unterhaltungsangebote wiederfinden. Bei Schenker-Technologies/XMG handelt es sich hingegen um ein lokales Unternehmen, das in der Szene für exklusive High-End-Gaming-Hardware bekannt ist. Am Wochenende vom 14. bis 16. April öffnet die Messe ihre Pforten. An voll ausgerüsteten Gaming-Stationen können dann neueste Highlights aus der Branche getestet werden. Zusätzlich möchte man mit einem umfangreichen Bühnenprogramm begeistern. Als absolutes Herzstück der Veranstaltung ist jedoch eine gigantische LAN-Party geplant. Dabei geht es in zahlreichen Turnieren nicht nur um Spaß, sondern es winken auch diverse Preise.

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Veröffentlicht am 7. September 2022 um 8:39 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 7. September 2022 um 8:39 Uhr.

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