Das sächsische Profi-Breakdance-Team „The Saxonz“ hat sich in der Szene und im Profisport bereits einen Namen gemacht. Nun möchte das vielversprechende Team 2024 bei Olympia teilnehmen. Bislang gibt es aber eine Kontroverse darüber, wer für die Förderung zuständig ist.

Breakdance im Profisport: Sind neue Impulse erwünscht?

Anzeige
Tagespflege Pittiplatsch und seine Freunde:
Liebevolle, individuelle Betreuung.
Jetzt Platz für Ihr Kind anfragen!


Tagespflege Taucha


Körbisbau Bauunternehmen:
Mauerwerk und Dach - alles vom Fach.



Jetzt 5 Prozent Rabatt sichern!
Gutscheincode: tauchakompakt




Breakdance gehört im Profisport eher zu den Newcomern. Überhaupt reicht die Geschichte des Breakdance nicht allzu weit zurück in die Vergangenheit. Hartnäckig hält sich die Legende, dass in den 1970er Jahren rivalisierende Banden in den Straßen der Bronx mit Breakdance gegeneinander antraten. Eine schöne, aber eher unrealistische Vorstellung, die nicht belegt werden kann. Klar ist jedoch, dass die Anfänge des Breakdance sich in der Hip-Hop-Szene der 1970er Jahre finden.

Ein Break ist der Teil eines Music-Tracks, in dem bis auf die Percussion alle Instrumente aussetzen. Und während dieses Breaks entstand auf der Tanzfläche eine besondere Dynamik, aus der sich das sogenannte B-Boying und B-Girling entwickelte. Klar ist auch, dass Breakdance eine enorme Körperbeherrschung und viel Training und Können erfordert und sich perfekt für einen Wettstreit bzw. eine Bewertung eignet. Dies macht diese Art zu tanzen zu einem Sport, der für professionelle Wettkämpfe wie die Olympiade hervorragend geeignet ist. Darüber hinaus ist die Aufnahme des Breakdances in die wohl traditionsreichste Sportveranstaltung perfekt, um eine neue Zielgruppe anzusprechen. Denn Breakdance ist vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt.

Übrigens: Die gängige Bezeichnung Breakdance ist eigentlich nicht der korrekte Begriff für diese Art des Tanzes. Die ursprüngliche Bezeichnung lautet Breaking – man spricht auch vom B-Boying bzw. B-Girling.

Auch für Angebote rund um den Profisport und die Olympiade tun sich hier neue Chancen auf. So können moderne Online-Wettanbieter dank neu aufgenommener Sportarten bei der Olympiade mit der Zeit gehen und ihr Portfolio um medienwirksame Sportarten und Sportevents ausbauen und Sportfans können bei Anbietern wie Interwetten Erfahrungen erweitern. Breakdance ist bislang in den meisten Wettbüros aber noch nicht angekommen. Mit der Teilnahme bei Olympia könnte sich das allerdings ändern.

Pixabay.com ©rica2g CC0 Public Domain

Breakdance ist mehr als ein Tanz – es ist eine Kunst.

Sommerspiele 2024: Breakdance ist in Paris dabei

Breakdance bzw. Breaking gehörte bei den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos Aires erstmalig zum Programm. Nun ging das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Schritt weiter und Breaking wird erstmalig bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris offiziell dabei sein. Als Sportart wird Breaking dabei der Welttanzsportvereinigung zugeordnet. Der Entscheidung gingen zahlreiche Diskussionen voraus. Den Weg ebnete die Agenda 2020 aus dem Jahr 2014 von IOC-Präsident Thomas Bach.

Bedenken in Bezug auf die Aufnahme des Breakings als olympische Sportart kam nicht nur von Seiten des Olympischen Komitees. In der Tanzszene gibt es die Befürchtung, dass dich das Breaking durch die Professionalisierung von seinen Wurzeln entfernt und von der Welt vor allem als akrobatische Sportart wahrgenommen wird und nicht als die Kunstform mit kulturellen Werten, als die viele Tänzer es sehen. Doch ein Großteil der Tänzer sieht auch die Vorteile. Breaking als olympische Disziplin wird zu einer weit größeren Bekanntheit kommen. Marken und Sponsoren werden sich engagieren. Die Tänzer werden damit mehr und bessere Möglichkeiten haben, Geld zu verdienen und sie haben eine zusätzliche Plattform, um ihr Können und auch die Hintergründe, die ihnen an dieser Tanzform wichtig sind, mitzuteilen.

„The Saxonz“ möchten die Region vertreten

Auch das deutsche Breaking-Team „The Saxonz“ aus Sachsen will bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris dabei sein. Die Chancen sind durchaus realistisch. „The Saxonz“ gibt es bereits seit Anfang 2013 und im Laufe der Jahre konnten die B-Boys einige Siege verbuchen. So wurden sie mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen beim ‚Battle oft he Year‘ inoffizieller Deutscher Meister. Die Saxonz beeindrucken mit energetischen Choreografien und einem hohen Maß an Unterhaltung und bewegen sich damit zwischen Profitanz und Theater. Damit konnten sich „The Saxonz“ auch außerhalb der Breaking-Szene einen Namen machen.

Ein Problem gibt es für die Tänzer jedoch. Für professionelle Unterstützung mangelt es im Bereich Breaking an Fördergeldern.

Professionelle Strukturen brauchen solide Förderung

Die Verantwortlichen rund um die „Saxonz“ und den Profisport im Breaking möchten nicht nur im Hinblick auf Olympia professionelle Strukturen aufbauen. Bislang fehlt ihnen aber die dafür erforderliche wirtschaftliche Förderung. Schon seit 2019 bemüht sich Tanztrainer und B-Boy Felix Roßberg um monetäre Unterstützung beim Landessportbund Sachsen. Es geht dabei um die konkrete Summe von 170.000 Euro. Diese ist notwendig, Trainer, medizinische und physiotherapeutische Betreuung, Ausscheidungswettkämpfe und Mitarbeitende im organisatorischen Bereich zu finanzieren. Doch der Landessportverbund verweist an den Landestanzsportverband. Und dieser müsste nach aktuellem Stand Fördergelder für das Breaking von anderen Tanzsparten abziehen.

„Wir sind offen für Neues, zumal auch wir einem Trend unterlegen sind, was den Tanzsport angeht. Natürlich ist immer noch Standard/Latein das Hauptaugenmerk, aber die Anzahl der Tanzenden in diesem Bereich geht stetig zurück. Andere Tanzarten kommen in den Vordergrund, besonders in den letzten Jahren das Jazz-Modern-Contemporary, eine Tanzart in Formationswettkampf“, sagt Katrin Havekost vom Landestanzsportverband Sachsen.

Dennoch bleibt eine Umverteilung der Gelder kein leichtes Unterfangen. Und ein Aufbrechen der aktuellen Strukturen stößt auf Widerstände.

Auch mit politischer Unterstützung für „The Saxonz“ sieht es nicht sehr gut aus. Denn das Innenministerium, in dessen Zuständigkeitsbereich Sport und Sportförderung fallen, verweist ebenfalls an den Landestanzsportverband und die Autonomie des Sports bei der Aufstellung eines Olympiakaders. Dabei hätte das Land Sachsen durchaus seine Vorteile von der Teilnahme der „Saxonz“ bei Olympia. Denn bereits in der Vergangenheit standen diese immer wieder als Werbepartner des Landes Sachsen bereit und stellten sich als hervorragende Botschafter dar.

Fazit

Die Neuaufnahme von Breaking als olympische Disziplin wird sowohl von den Tänzern selbst als auch von Fans und Olympischem Komitee kritisch beäugt. Doch bietet es für alle Seiten große Chancen. Ein Problem, das bei all dem schnell untergeht, ist jedoch, dass Breaking als Profisport meist noch die entsprechenden Strukturen fehlen und die notwendigen Fördergelder, um diese zu schaffen. Soll die Sportart eine Chance haben, sich als olympische Disziplin zu etablieren und ernst genommen zu werden, erfordert es noch einiges an Unterstützung eine klare Regelung der Zuständigkeiten in Hinblick auf die Fördermittel.

Anzeige
(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 27. April 2022 um 8:51 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 27. April 2022 um 10:23 Uhr.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here