An der Ferdinand-Lassalle-Straße, Ecke Klebendorfer Straße wächst seit einigen Wochen die neue Zweifeldsporthalle mit Mensa in die Höhe. Taucha kompakt war mit der zuständigen Sachbearbeiterin Birgit Pfaender-Plewe aus dem Rathaus auf Baustellentour.

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Auf der Baustelle für die neue Sporthalle mit Mensa an der Oberschule Taucha geht es jetzt deutlich sichtbar vorwärts. Anfang März kam der Beton für die Bodenplatte. Und aktuell sieht man schon von weitem zehn Betonstützen. Wer sich der Baustelle nähert, entdeckt auch erste Wände. „Man kann eigentlich sagen, die Wände für den Funktionstrakt sind bereits fertig“, so Birgit Pfaender-Plewe. Sie ist im Fachbereich Bauwesen für Hochbau und damit für solche Neubaumaßnahmen zuständig. „Im vorderen Bereich zur Oberschule hin wird sich eine Hausmeistergarage befinden, in der diverse Geräte gelagert werden können. Dazu kommen Technikräume sowie die Umkleiden und die Duschen“, erklärt die Architektin. Auf diesen Funktionsräumen wird sich künftig die Mensa befinden. Des weiteren entstehen in diesem Obergeschoss auch Unterrichtsräume für die Hauswirtschaftslehre.

Ganz besonders wird das Dach der Mensa, denn darauf soll ein Pausenhof für die Oberstufe entstehen. Von dieser Dachterrasse haben die Schüler künftig nicht nur einen Blick über die Zwicksche Siedlung, sondern auch auf ein so genanntes Retentionsdach. „Ein solches Retentionsdach hält das Wasser auf der Dachfläche zurück und ermöglicht so die natürliche Verdunstung, wie auch die zeitverzögerte und gedrosselte Einleitung des Überschusswassers in die Rigole zwischen Regenbogenschule und Oberschule„, so Birgit Pfaender-Plewe. Der Großteil des Wassers wird an die Pflanzen abgegeben, die sich auf dem Gründach befinden werden. „Wir wollen der Natur einen Großteil der Fläche, die wir versiegelt haben, wieder zurückgeben. Das Umweltforschungszentrum (UFZ) ist sehr interessiert, unser Dach künftig als Forschungsobjekt nutzen zu können und mit Pflanzen zu experimentieren. Das UFZ hat eigene Modellflächen, die sind aber deutlich kleiner. Ebenso wollen die Leipziger Wasserwerke hier Studien zur Regenwassernutzung anstellen“, erzählt die Architektin. Die Schüler sollen im Rahmen des Ganztagsangebotes in die Forschung einbezogen werden.

Das begrünte Retentionsdach markiert in gewisser Weise einen Neuanfang in Sachen Regenwassermanagement. „Wir sehen ja, wie sich die Regenmengen ändern. Wenn es mal regnet, dann meist zu viel. Wir können es uns nicht leisten, das Wasser einfach in die Kanalisation wegzuschicken. Wir verfolgen hier den Ansatz der ‚Sponge City‘, also der Schwammstadt. Im Kleinen wird das bereits bei Straßenbäumen gemacht. Das Dach der Sporthalle wird nun das erste größere Projekt dazu“, so Pfaender-Plewe.

Der große Bereich, der aktuell noch unbebaut ist, wird die eigentliche Sporthalle. Wer genau hinsieht, erkennt bereits die Übergänge von den Umkleiden zur künftigen großen Halle. „Als nächstes werden dann die Hallenwände bewehrt und geschalt“, informiert die Rathausmitarbeiterin. Der Neubau entstehe aus Fertigteilen, wie den etwa neun Meter hohen Betonsäulen, sowie Halbfertigteilen, bei denen ein Teil vor Ort noch gegossen werden muss. „Dazu kommen dann noch Teile, die hier komplett vor Ort entstehen, wie eben die Hallenwände“, so Plewe.

Generell sei sie mit dem bisherigen Baufortschritt zufrieden. „Es gibt bei so einem Bau immer Dinge, die den Ablauf verzögern. Jede kleine Änderung muss vom Prüfstatiker freigegeben werden“, erklärt sie. Viel schwerer würden Verzögerungen wegen Problemen bei der Materiallieferung wiegen. Die Prozesse müssten hier ständig angepasst werden, was vom Planungsbüro s.ai aus Leipzig „sehr gut gemacht“ werde, so die Rathausmitarbeiterin. Auch das Rohbauunternehmen Gallasch aus Lossatal reagiere perfekt auf den ständig angepassten Zeitplan. „Zum heutigen 1. April ändern sich die Preise für Rohstoffe gewaltig. Betonstahl beispielsweise wird sehr viel teuer. Wir haben darum bis Ende März alles gekauft, was bislang bestätigt ist, so dass wir guten Mutes sind, das Gebäude als solches bis Sommer stehen zu haben. Dann ist auch der Kran weg und wir können den Innenausbau starten“, informiert Pfaender-Plewe. Einen Zeitplan für die Fertigstellung gibt es, öffentlich sei er aber aktuell nicht. „Wir wissen nicht, wohin sich die Preise noch entwickeln und vor allem wie die Verfügbarkeit ist. Es bringt nichts, jetzt einen Termin zu nennen, der am Ende nicht gehalten werden kann“, sagt sie. Aller sechs Wochen bekomme die Stadt vom Planungsbüro einen aktualisierten Budgetplan. Die Kosten für noch nicht vergebene Arbeiten würden geschätzt. „Wir sind bereits jetzt erheblich über den geplanten Kosten und wir tun alles dafür, dass es am Ende nicht doppelt so teuer wird“, so Plewe. Ursprünglich waren für den Bau 5,5 Millionen Euro Kosten angesetzt. Beim Zeitplan gebe es hingegen keine Optimierungsmöglichkeiten für schnelleres Bauen.

Wenn der Bau dann fertig ist, soll er sich in die vorhandene Bebauung einfügen. Dafür sorgt unter anderem auch der Denkmalschultz. „Das klingt erstmal suspekt bei einem Neubau. Aber weil die Zwicksche Siedlung unter Gebietsschutz steht, wollen wir ein durchgängiges und passendes Farbkonzept haben, das unter anderem auch mit dem Anbau der Regenbogenschule korrespondiert“, so die Architektin.

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Veröffentlicht am 1. April 2022 um 13:34 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 1. April 2022 um 13:34 Uhr.

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