Handschlag vor dem soeben abgeladenen Bagger (noch ohne Schaufel): Hermann Schröder von der Schröder Holding GmbH (l.) und Christoph Schmidt von der Straßen- und Tiebau GmbH Osterfeld freuen sich über den Baubeginn.
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Viele Tauchaer im Osten der Stadt sowie aus Dewitz oder Sehlis warten sehnsüchtig auf eine Einkaufsmöglichkeit in ihrer Nähe. Seit die Gartenstadt Investitionsgesellschaft mbH und die Schröder Holding GmbH angekündigt haben, dass neben der Kita Kükennest ein EDEKA-Markt gebaut werden soll, ist die Vorfreude groß. Nachdem es diverse Verzögerungen bei der Planung sowie immer wieder zu Veränderungen im Bebauungsplan kam, fiel am Dienstag mit einjähriger Verspätung endgültig der Startschuss für den Bau. Und auch beim Wohngebiet Gartenstadt soll es nun voran gehen.

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Ein Bagger als Zeichen des Baubeginns: Am Dienstagvormittag wurde das Baugerät auf die Fläche des künftigen EDEKA-Marktes gebracht. Hermann Schröder, Geschäftsführer der Schröder Holding, die für den Einzelhändler deutschlandweit Märkte baut, freut sich: „Es kann nun final losgehen, wir erledigen jetzt bauvorbereitende Maßnahmen. Konkret richten wir die Baustelle ein, bereiten den Kranstellplatz vor und arbeiten im Erdreich“, so Hermann Schröder. In etwa 14 Tagen soll es dann den offiziellen Spatenstich geben, wohl auch mit Beteiligung des Bürgermeisters und der Stadträte. Bis Ende des 2. Quartals, also Ende Juni 2023 soll der Markt inklusive Parkplätzen dann fertig sein und eröffnet werden können. Den Tiefbau übernimmt das Unternehmen Straßen- und Tiefbau GmbH aus dem sachsen-anhaltischen Osterfeld. Der Hochbau wird realisiert vom Generalunternehmer Hentschke Bau GmbH aus Bautzen.

EDEKA wird in Taucha ein Vollsortiment auf 1.700 Quadratmeter Verkaufsfläche bieten. Erreichbar ist die Filiale direkt über die Eilenburger Straße, etwa 95 Parkflächen sollen geschaffen werden.

So soll der EDEKA-Markt in Taucha aussehen.

Gartenstadt: „Volles Rohr nach den Herbstferien“

Auch beim Wohngebiet Gartenstadt soll es nun spürbar voran gehen, sagt Alexander Folz, geschäftsführender Gesellschafter der ARCADIA Investment Group. Gemeinsam mit Thomas Süß hat er zur Entwicklung des neuen Wohngebietes die Gartenstadt Investitionsgesellschaft mbH gegründet. „Die Vermarktung der Flächen für Einfamilienhäuser und Bungalows startet in Kürze, die Vormerkungen fragen wir zuerst ab. Wir haben alles auf grün gestellt, spätestens nach den Herbstferien geht es nun volles Rohr voran“, kündigt Folz an.

Foto: ARCADIA Investment Group

Außer den bauträgerfreien Grundstücken sollen Interessenten auch Doppelhaushälften kaufen können, die von der ARCADIA selbst entwickelt und gebaut werden. „Unser Pilotprojekt für ein modulares Haussystem in Krostitz ist in Kürze soweit, dass wir es zeigen können, die beiden Musterhäuser befinden sich aktuell in der Endfertigung“, erzählt Alexander Folz weiter. Die Doppelhäuser würden sich vor allem durch Nachhaltigkeit auszeichnen. Mit Photovoltaik, einer Luft-Wärmepumpe und vielen weiteren Details würden die Häuser das Platin-Siegel der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) tragen. „Damit werden wir von höchster Stelle bescheinigt bekommen, dass wir energieeffizient bauen“, so Folz. Das Konzept aus Krostitz solle dann auf weitere Baugebiete dupliziert werden, so auch auf die Gartenstadt in Taucha.

Zuerst müsse die Straße durch das künftige Wohngebiet erschlossen werden. Bei dieser „Kernstraße“, von der die weiteren Straßen abzweigen, seien zuletzt noch Abstimmungen bezüglich der Kreuzungseinbindungen und Radien nötig gewesen. Nun seien aber alle Details geklärt, so dass der Bau starten könne, heißt es.

(3 mal heute gelesen)

Veröffentlicht am 28. September 2022 um 18:04 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 28. September 2022 um 18:44 Uhr.

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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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1 Kommentar

  1. Mag schön für die Anwohner in Dewitz und Sehlis erscheinen, aber gibt es inzwischen auch nur ansatzweise ein Verkehrskonzept in Taucha ? Überall wird gebaut : Fahrradmarkt an der A14, Gartenstadt, Häuser an der Klebendorfer Straße… Die Menschen, auch Auswärtige, fahren schon jetzt kreuz und quer durch die Stadt. Das wird mit den Baumaßnahmen nicht besser. Ich hoffe, die Stadtverwaltung hat die Konzepte schon in der Schublade – insbesondere für die Zeit nach Fertigstellung der Vorhaben.. Der große Ärger ist sonst vorprogrammiert. Irgendwann stellt sich dann die Frage, wer braucht das alles? Schaut man in das Wahlprogramm unseres Bürgermeisters, kommen sowieso nur Seegeritz, Pönitz, Merkwitz oder Sehliss („Ortsteile im Mittelpunkt“) vor. Die anderen sollen zusehen . . . Sollen die Bürger sich doch aufregen – die Karawane zieht weiter. In Taucha praktizierte Kommunalpolitik seit Jahrzehnten.

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