Vom 6. bis 9. August wird der Tauchaer Stadtpark sowie die Festwiese und das Areal dazwischen erneut zur Bühne für Musik, Tanz und internationale Kultur. Das Ancient Trance Festival findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt und setzt einen besonderen Schwerpunkt auf Künstler und Klangwelten aus Afrika.
Der Aufbau ist aktuell in der „heißen Phase” angelangt. Überall wird geschraubt, gebaut, gesägt, geschnitzt. Radlader, PKW und LKW fahren dabei im Park am Schöppenteich sowie auf dem Weg An der Parthe zwischen Festwiese und Park - teils auch zum Leidwesen von Besuchern des PartheBads oder Spaziergängern.
Rund um den Großen Schöppenteich entstehen für vier Tage Bühnen, Tanzflächen, Bars, Marktstände und Workshopbereiche. Erwartet werden Musiker, Instrumentenbauer, Händler und Besucher aus zahlreichen Ländern. Neben Konzerten gehören Kunsthandwerk, exotische Speisen, ein Kinderprogramm sowie Angebote für Körper, Geist und Seele zu diesem Festival, das Besucher aus aller Welt anlockt.
Zu den wichtigsten Namen des diesjährigen Programms gehören The Cavemen aus Nigeria, Tasuta N-Imal aus Marokko und die Zamrock-Band W.I.T.C.H. aus Sambia.
The Cavemen verbinden westafrikanische Musiktraditionen mit Afro-Funk, Highlife, Soul und modernen Einflüssen. Das Brüderduo ist erstmals beim Ancient Trance Festival zu erleben. Tasuta N-Imal bringen traditionelle Berbermusik, Wüsten-Blues und tranceartige Rhythmen zusammen.
Mit W.I.T.C.H. kommt zudem eine der bekanntesten Bands des sogenannten Zamrock nach Taucha. Die Gruppe prägte bereits in den 1970er-Jahren eine Mischung aus Psychedelic Rock, Funk und afrikanischen Rhythmen und ist nach ihrem internationalen Comeback wieder auf Festivalbühnen weltweit unterwegs.
Musik wird an insgesamt fünf Auftrittsorten geboten. Dazu gehören die Teichbühne am Schöppenteich, die Bambusbühne, die Zeltbühne, die Kirche und der Markt der Möglichkeiten auf dem Tauchaer Marktplatz.
Trotz des afrikanischen Schwerpunkts bleibt die Maultrommel eng mit dem Charakter des Festivals verbunden. Zu den angekündigten Künstlern gehören Cätlin Mägi aus Estland, das Roberta Gulisano Trio aus Sizilien sowie die Power-Folk-Gruppen Varkocs aus der Slowakei und Zoord aus Ungarn.
Auch die Band Orange aus dem Allgäu ist wieder dabei. Die langjährigen Publikumslieblinge verbinden Maultrommeln und Didgeridoos zu rhythmischen Klangflächen.
Eine Besonderheit ist erneut der Instrumentenmarkt. Zahlreiche Instrumentenbauer zeigen dort ihr Handwerk und bieten unter anderem Trommeln, Flöten, Saiteninstrumente und Maultrommeln an. Besucher können in diesem Jahr auch einer Maultrommel-Schmiede bei der Arbeit zusehen.
Das Programm beschränkt sich nicht auf die Konzerte. Geplant sind Workshops und Vorträge, ein Kunsthandwerksmarkt, ein Platz der Spielelust sowie eine Oase mit Massagen und Singkreisen. Hinzu kommen Walking-Acts und Künstler im sogenannten Firespace.
Auf dem Tauchaer Marktplatz öffnet zudem der Markt der Möglichkeiten. Dieser Bereich ist auch ohne Festivalticket zugänglich. Dort präsentieren sich neben Musikern und Händlern auch regionale und nachhaltige Projekte.
Das Festival findet mitten in der Innenstadt statt - was mit einigen Einschränkungen für Anwohner und Besucher einhergeht. Während der Veranstaltung ist der Stadtpark für Spaziergänger gesperrt. Wegen der hohen Besucherzahl kann es im Umfeld des Festivalgeländes außerdem zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen. Parkprobleme zeigen sich bereits jetzt, vor allem auch, weil die Festwiese von Besuchern des städtischen PartheBads nicht zum Parken genutzt werden kann. Für dieses Problem haben Veranstalter und Stadtverwaltung seit Jahren keine Lösung.
Tickets sind weiterhin über die Internetseite des Ancient Trance Festivals sowie an den Tageskassen erhältlich. Für Einwohner Tauchas gibt es vergünstigte Eintrittskarten.
Das Festival wurde 2007 ins Leben gerufen und wird überwiegend ehrenamtlich organisiert. Mitglieder des Maultrommel Vereins, freiwillige Helfer und zahlreiche weitere Beteiligte gestalten das Gelände mit natürlichen Kunst- und Lichtinstallationen und schaffen damit die für das Festival typische Atmosphäre.