Rund um den Großen Schöppenteich und an der Badergasse hat ein Gemeinschaftsprojekt in den vergangenen Tagen für sichtbare Veränderungen gesorgt. Insgesamt zwölf Sitzbänke im Stadtpark wurden neu gestaltet. Hinter der Aktion steht der Verein „Wir für Taucha e.V.“, der das Vorhaben nach eigenen Angaben direkt aus Mitgliedsbeiträgen finanziert hat. Ziel war es, den Park aufzuwerten und zugleich das Gemeinschaftsgefühl in Taucha zu stärken.
In enger Abstimmung mit der Stadt Taucha wurden die Bänke am 13. und 14. April abgebaut und danach technisch aufgearbeitet, indem das Holz überarbeitet und behandelt wurde. In einem zweiten Schritt übernahmen dann Kinder aus sechs Tauchaer Kitas und einer Tagespflege-Einrichtung die kreative Gestaltung. Vom 14. bis 17. April entstanden so farbenfrohe und sehr unterschiedliche Motive. Anschließend sammelte der Verein die gestalteten Elemente wieder ein und baute die Bänke am 17. und 18. April vollständig im Park auf.
Beteiligt waren die Kitas Grashüpfer, Sonnenkäfer, Flohkiste, Koboldkiste, Waldgeister und St. Moritz sowie Tagesmutter Ivonne Schilde mit ihrer Tagespflege „Wunschkind“. Unterstützung kam außerdem vom lokalen Unternehmen „holzrichtig“ mit Lukas Richter. Entstanden sind zwölf individuelle Bänke, die den Bereich am Großen Schöppenteich nun dauerhaft sichtbar verändern.
Marco Niezgoda, Vorsitzender von „Wir für Taucha e.V.“, sieht in dem Projekt mehr als eine reine Verschönerungsaktion. „Wir wollten den Stadtpark nicht nur optisch aufwerten, sondern ein Projekt schaffen, das zeigt, wie viel man gemeinsam für Taucha bewegen kann. Dass die Kinder ihre Ideen direkt in einem öffentlichen Raum wiederfinden, macht die Aktion für uns besonders wertvoll“, sagt er.
Auch Janine Friebel, Stellvertreterin des Vereins, betont den Gedanken der Beteiligung. „Jede Bank ist ein kleines Kunstwerk geworden. Vor allem aber konnten die Kinder erleben, dass ihre Arbeit sichtbar bleibt und ihren Platz im Alltag vieler Menschen hat. Genau das stärkt Identifikation mit der eigenen Stadt und zeigt schon früh, was Gemeinschaft bewirken kann“, erklärt sie.
Tatsächlich liegt darin eine Besonderheit des Projekts. Die Aktion verbindet handwerkliche Aufbereitung mit kreativer Kinderbeteiligung. Dadurch entstanden nicht nur neue Farbakzente im Stadtpark. Zugleich wurde ein öffentlich sichtbares Gemeinschaftsprojekt geschaffen, das Familien, Einrichtungen und Ehrenamtliche zusammengebracht hat. Für die Kinder bedeutet das auch eine frühe Erfahrung von Selbstwirksamkeit im direkten Lebensumfeld. Alle Beteiligten hoffen nun inständig, dass die farbenfrohen Kinderkunstwerke nicht dem Vandalismus zum Opfer fallen.
Offiziell gewürdigt werden soll das Ergebnis am Samstag, 25. April 2026, von 10 bis 11 Uhr direkt am Großen Schöppenteich im Stadtpark. Dann können die beteiligten Kinder ihre gestalteten Bänke vor Ort anschauen. Geplant ist zudem ein Austausch zwischen Familien, Beteiligten und Interessierten. Mit Kaffee, Tee und Gebäck soll es auch eine kleine Bewirtung geben.