Der Tauchaer Verein SAfT e.V. – Solidarische Alternativen für Taucha lädt heute um 19 Uhr ein zur Lesung mit Jakob Springfeld aus „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert – warum das Erstarken der Rechten eine Bedrohung für uns alle ist“.
In seinem neuesten Buch beschreibt der im sächsischen Zwickau aufgewachsene Klima- und Menschenrechts-Aktivist aus seiner Perspektive, wie das Erstarken rechter Ideologien vor Ort wirkt. Verbunden mit der Erfahrung von Abwertung und strukturellen Ungleichheiten sind diese Entwicklungen für ihn jedoch keine ostdeutschen Sonderprobleme, sondern betreffen ganz Deutschland.
Der Verein möchte mit dem Autor und dem Publikum darüber ins Gespräch kommen und sich dazu austauschen, wie die Situation in Taucha und Nordsachsen erlebt wird und welche Handlungsmöglichkeiten es vor Ort gibt.
Zum Anlass heißt es: Angriffe auf Geflüchtete nehmen zu, die AfD plant massive Abschiebungen von Deutschen mit Migrationshintergrund und Rechtsextreme sind in der gesellschaftlichen Mitte angekommen. Und der Westen schaut noch immer nur auf den Osten. Doch ist die AfD bundesweit auf dem Vormarsch. Und auch staatliche Behörden, die Bundeswehr sowie unser Justizsystem sind Teil des Problems. Strukturen, die unser demokratisches Zusammenleben stärken sollen, sind rechtsoffen oder schauen einfach weg. Der Autor hat Angst und ist damit nicht allein. Jetzt müssen wir uns als Gesellschaft positionieren und klare Kante zeigen: „Wir müssen für die Demokratie und Menschenrechte kämpfen!“
Die Veranstaltung wird gefördert durch den Vereint für Demokratie Fonds – eine Initiative von ProjectTogether und der Allianz Foundation.
Heute, 10. April, ab 19 Uhr im Haus 10 auf dem Rittergutsschloss Taucha.