Lange Wartezeiten, volle Schlangen und Ärger am Einlass: Mehrere Besucher des PartheBads haben sich nach dem vergangenen Wochenende über die Situation vor dem Freibad beschwert. Besonders am Freitagnachmittag soll es nach Angaben von Lesern zu erheblichen Verzögerungen gekommen sein. Das Bad hatte an diesem Tag erst um 14.30 Uhr für den regulären Badebetrieb geöffnet, da zuvor Schulklassen vor Ort waren.
Nach Schilderung eines Lesers reichte die Warteschlange am Nachmittag zeitweise bis nach den Jugendclub. Er selbst habe mit seiner Familie von 15.30 Uhr bis 16.45 Uhr am Einlass gestanden. Bei großer Hitze hätten auch Familien mit kleinen Kindern lange in der Sonne warten müssen. Einige Besucher seien nach längerer Wartezeit wieder gegangen.
Als Grund für die Verzögerungen schilderte der Leser unter anderem langwierige Prüfungen von Ermäßigungsnachweisen bei Jugendlichen. Auch an den Folgetagen sei die Situation nach Rückmeldungen anderer Besucher angespannt gewesen. Kritik gab es zudem am schroffen Umgangston des Einlasspersonals.
Taucha kompakt hat beim PartheBad nachgefragt. Maria Schindler, Leiterin des PartheBads, bestätigte, dass das neue Einlass-System zwar installiert sei, technisch aber noch nicht vollständig einsatzbereit sei. „Wir planen, damit in Kürze zu starten, so dass man sich online Tageskarten kaufen kann und dann bequem per QR-Code ins Bad kommt, ohne an der Kasse anstehen zu müssen“, erklärte Schindler.
Die Kritik am Personal nehme man ernst. „Wenn es Grund zur Beanstandung bezüglich unseres Personals und dessen Freundlichkeit gibt, nehmen wir das sehr ernst und noch mal mit ins Team“, sagte Schindler. Man bitte um Entschuldigung, wenn der Eindruck entstanden sein sollte, eine Kollegin mache ihren Job nicht gern.
Die Abläufe am Eingang seien aber bereits optimiert. Nur bei Schülern, denen man das Alter nicht ansehe, werde nach Angaben der Badleiterin ein Schülerausweis verlangt. Wir arbeiten so schnell wir können. Besucher können gern Bargeld bereits abzählt oder die EC-Karte bereit halten. Wenn es besonders voll ist, dauert es an der Kasse aber einfach naturgemäß etwas länger“, so Maria Schindler, die um Geduld und Verständnis bittet. Genug zu trinken und Sonnenschutz sollte ohnehin jeder Badegast dabei haben.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Eintrittspreise an Tagen mit verkürzter öffentlicher Badezeit, so wie am Freitagnachmittag, als das Bad erst um 14.30 Uhr öffnete. Der Leser fand es unverständlich, dass dennoch der volle Eintrittspreis gezahlt werden musste, Nach Angaben des PartheBads gibt ab 17 Uhr einen reduzierten Abendpreis. Zusätzlich könnten Besucher mit Zehnerkarten sparen. Grundsätzlich sei das Bad jedoch auf Eintrittseinnahmen angewiesen. „Unser Eintritt ist schon sehr günstig, weitere Vergünstigungen oder Nachlässe können wir nicht gewähren“, erklärt Maria Schindler. Das PartheBad ist für die Stadt ein Zuschussgeschäft und schreibt jährlich Verluste. Dennoch ist es Konsenz zwischen WOTa, Stadtverwaltung und Stadträten, dass das Freibad weiter für die Bürger als Freizeiteinrichtung erhalten bleibt.