Schokolade gilt als Genussmittel, das in vielen Haushalten selbstverständlich geworden ist. Die Ausstellung „Make Chocolate Fair!“ rückt dagegen die bitteren Seiten der Kakao- und Schokoladenproduktion in den Fokus. Sie ist vom 23. Februar bis 7. April in der Stadtbibliothek Taucha zu sehen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum am Anfang der Lieferkette häufig Armut und Ausbeutung stehen, während am Ende hohe Gewinne erzielt werden. Die Ausstellung informiert über das unfaire Einkommen von Kakaobäuerinnen und -bauern, über katastrophale Umweltfolgen und über ausbeuterische Arbeitsbedingungen auf Kakaoplantagen. Zugleich erklärt sie, wie aus Kakaobohnen Schokolade wird und wer den größten Anteil am Verkaufspreis einer Tafel erhält.
Auf sechs Ausstellungstafeln bekommen Besucher einen kompakten Einblick in die Kakao- und Schokoladenherstellung. Die Tafeln sind thematisch gegliedert:
Die Ausstellung zeigt ebenso konkrete Möglichkeiten, wie jeder selbst aktiv werden kann, um fairere Schokolade zu unterstützen.
Am Montag, 23. Februar wird um 18 Uhr die Eröffnung stattfinden mit einem Impulsvortrag von Kurt Hinkefuss vom Eine-Welt-Verein Leipzig e.V. .
„Make Chocolate Fair!“ ist eine Kampagne des INKOTA-netzwerks und wird seit dem Kampagnenstart 2013 von INKOTA koordiniert. Das Netzwerk setzt sich seit über 50 Jahren für eine gerechtere Welt ein. Es unterstützt Partner im Globalen Süden und verbindet diese Arbeit mit Bildungs- und Kampagnenarbeit in Deutschland. Ziel ist ein struktureller Wandel, der menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen entlang globaler Lieferketten stärkt.
Nach Taucha geholt hat die Ausstellung die Fair-Trade-Steuerungsgruppe. Zu ihr gehören Bürgermeister Tobias Meier sowie Susanne Pahl, Christine Rademacher und Jana Glöckner. Inhaltlich knüpft die Schau an die lokale Fair-Trade-Arbeit an und soll das Thema für ein breites Publikum greifbar machen.