Sturmtief bringt Schnee und Eis: Taucha bereitet sich auf anspruchsvollen Winterdienst vor | Taucha kompakt

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Veröffentlicht am 08.01.2026 10:52

Sturmtief bringt Schnee und Eis: Taucha bereitet sich auf anspruchsvollen Winterdienst vor

Das Foto stammt aus dem Januar 2021. Für dieses Wochenende ist ähnliches Wetter vorausgesagt - vor allem soll es glatt werden. (Foto: Daniel Große)
Das Foto stammt aus dem Januar 2021. Für dieses Wochenende ist ähnliches Wetter vorausgesagt - vor allem soll es glatt werden. (Foto: Daniel Große)
Das Foto stammt aus dem Januar 2021. Für dieses Wochenende ist ähnliches Wetter vorausgesagt - vor allem soll es glatt werden. (Foto: Daniel Große)

Taucha steht vor einem winterlichen Wochenende mit erheblichen Herausforderungen für den Winterdienst. Bereits ab heute Abend verschärft sich die Wetterlage deutlich. Nach aktuellen Prognosen der Meteorologen zieht in der Nacht zum Freitag ein kräftiges Sturmtief über die Region, das intensive Schneefälle, stürmischen Wind und teils gefährliche Glätte mit sich bringt.

Schon heute machte sich der Winter mit strengem Frost bemerkbar. Die Temperaturen sanken verbreitet auf rund minus zehn Grad, tagsüber bleibt es bei leichtem Dauerfrost und leichtem Schneefall. In der Nacht zum Freitag steigen die Temperaturen zwar etwas an, liegen mit minus drei bis minus sieben Grad aber weiterhin klar im winterlichen Bereich.

Begleitet wird die Kälte von einer erhöhten Glättegefahr. Schnee- und Eisglätte treten verbreitet auf. Besonders kritisch könnte sich die Lage am Freitagvormittag entwickeln: Von Süden her kann der Schneefall stellenweise in Schneeregen oder sogar gefrierenden Regen übergehen. Nach derzeitigem Stand könnte dieser gefährliche Niederschlag bis etwa zur Linie Leipzig–Görlitz vordringen, so die Wetter-Experten.

Auch die erwarteten Schneemengen sind nicht zu unterschätzen. Zu den bereits heute erwarteten Schneeschauern, die lokal rund zwei Zentimeter bringen, werden am Freitag noch etwa zehn Zentimeter Neuschnee dazu kommen. In Verbindung mit starkem Südost- bis Südwind sind zudem Schneeverwehungen und Glätte wahrscheinlich.

Bauhof: „Fahren in zwei Schichten”

Der Bauhof Taucha sieht sich auf die bevorstehende Wetterlage vorbereitet. Bauhofleiter Marco Haferburg erklärt, dass zunächst die weitere Entwicklung genau beobachtet werde. „Für den kommenden Tag heißt es erst einmal abwarten. Alle Fahrzeuge sind einsatzbereit, darüber hinaus gibt es aktuell keine außergewöhnlichen vorbereitenden Maßnahmen“, sagt Haferburg. Der Winterdienst laufe bereits jetzt im Regelbetrieb: „Wir fahren momentan in zwei Schichten und streuen die Straßen gezielt gegen Glätte.“

Bei stärkeren Schneefällen stoße man allerdings an personelle Grenzen. „Wir können unser Personal nicht weiter aufstocken. Insgesamt sind zwölf Mitarbeiter in zwei Schichten unterwegs“, so Haferburg. Bei Bedarf werde jedoch zeitlich reagiert: „Dann fahren wir auch durch die Nacht und stocken vor allem bei den Arbeitsstunden auf.“ Insgesamt zeigt sich der Bauhof gut gerüstet. „Wir fühlen uns gut vorbereitet. Das haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen bereits gezeigt – auch wenn die Schneemengen bislang natürlich nicht mit dem vergleichbar waren, was jetzt möglicherweise kommt.“

Wichtig sei zudem die Abgrenzung der Zuständigkeiten. Die Bundesstraße B87 sowie deren Fuß- und Radwege fallen nicht in den Aufgabenbereich der Stadt. „Dafür ist die Straßenmeisterei Eilenburg zuständig. Wenn es dort Probleme gibt, sollten diese direkt an das Landratsamt gemeldet werden“, stellt Haferburg klar.

WOTa: Externe Dienstleister verpflichtet

Der Winterdienst im Wohnumfeld der städtischen Gesellschaft WOTa wurde vollständig an externe Dienstleister vergeben. Kathleen Gehlert, Prokuristin der WOTa, erläutert das Konzept: „Grundsätzlich sind für alle Flächen Dienstleister beauftragt. Neu ist in diesem Jahr, dass wir den Winterdienst komplett extern vergeben haben. Fußwege und Zuwegungen zu Müllplätzen wurden schon immer durch Dienstleister betreut, jetzt gilt das auch für die Bereiche hinter den Häusern und rund um die Müllplätze.“

Der Ablauf sei zweiteilig strukturiert. „Alles, was maschinell geräumt werden kann, wird zuerst erledigt. In einem zweiten Schritt folgt die manuelle Räumung“, sagt Gehlert. Grundlage sei dabei stets die Satzung der Stadt Taucha. Sollten die prognostizierten Schneemengen eintreffen, appelliert die WOTa jedoch an Verständnis und Mithilfe. „Wenn wirklich so viel Schnee fällt, sind alle gefordert – auch Hausmeister und weitere Kräfte“, so Gehlert. „Wenn sich ein Mieter in der Lage fühlt zu unterstützen, kann er das gern erledigen.“ Zur Unterstützung stehe in jedem Haus im Allgemeinkeller eine Schneeschippe zur Verfügung. „Falls dort keine vorhanden ist, können sich die Mieter jederzeit an ihre jeweiligen Ansprechpartner wenden.“

Mit Blick auf die Wetterentwicklung wird deutlich: Taucha steht ein winterlich anspruchsvolles Wochenende bevor. Bauhof und städtische Gesellschaften haben ihre Abläufe vorbereitet – nun kommt es darauf an, wie stark das angekündigte Sturmtief die Region tatsächlich trifft.


Daniel Große
Daniel Große
Daniel Große arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die unsere Region bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus den Rathäusern und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.

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