Die IBV Taucha, umgangssprachlich WOTa, stellt ihren Fuhrpark weiter auf Elektroantrieb um. Neu im Einsatz ist ein Iveco eMoovy mit Kipp-Pritsche. Das Fahrzeug ersetzt die bisherige Diesel-Pritsche von VW, die noch bis zum Jahresende parallel genutzt wird. Danach soll bei dem kommunalen Wohnungsunternehmen der Stadt Taucha kein klassisches Verbrenner-Nutzfahrzeug mehr im Fuhrpark verbleiben.
„Wir wollen uns weiter dekarbonisieren und haben mit dem neuen Nutzfahrzeug die Flotte zum Ende des Jahres final auf Elektro umgestellt“, sagt WOTa-Geschäftsführer Gunnar Simon. Bereits die übrigen Firmenfahrzeuge des Unternehmens fahren elektrisch. Der neue Transporter schließt damit eine Lücke im Hausmeister- und Technikbereich.
Interessant ist das Fahrzeug vor allem wegen seines Aufbaus. Elektro-Transporter gibt es inzwischen viele, Modelle mit Kipp-Pritsche dagegen deutlich weniger. Für die WOTa war diese Kombination aber unabdingbar: „Wir brauchen das Fahrzeug vor allem für kurze Einsätze im Stadtgebiet, für Arbeiten an unseren Beständen und für den Hausmeisterbereich. Die Kipp-Pritsche ist dabei wichtig, zum Beispiel für Grünabfälle und Materialtransporte“, so Simon.
Der Iveco eMoovy verfügt in der bei der WOTa eingesetzten Variante über eine Fahrbatterie mit 76,1 Kilowattstunden. Laut Hersteller sind damit bis zu 320 Kilometer Reichweite möglich. Für die täglichen Einsätze der WOTa dürfte diese Reichweite mehr als ausreichend sein. Das Fahrzeug wird überwiegend im Stadtgebiet Taucha unterwegs sein, bei Bedarf aber auch darüber hinaus eingesetzt.
Geladen werden kann der Transporter direkt am Unternehmenssitz. Dort verfügt die WOTa über Ladeinfrastruktur am Haus sowie an den Parkplätzen in der Rudolf-Winkelmann-Straße. Der Strom kommt dabei auch aus der eigenen Photovoltaikanlage. Damit passe das Fahrzeug ideal in die energetische Ausrichtung des Unternehmens.
Der Weg zum passenden Fahrzeug beschreibt das Unternehmen als nicht ganz einfach. Nach Angaben der WOTa wurde rund ein Dreivierteljahr nach einer geeigneten Lösung gesucht. Die Kombination aus Elektroantrieb, Transporterklasse und Kipp-Pritsche schränkte die Auswahl deutlich ein. Fündig wurde das Unternehmen schließlich mit Unterstützung von Gruber Nutzfahrzeuge. Maik Cantonati habe die WOTa beraten und das Fahrzeug vorgeführt. Von der Vorführung bis zur Auslieferung sei es anschließend sehr schnell gegangen. Das Fahrzeug ist ein Neufahrzeug und wird über Leasing genutzt. Neben dem Elektroantrieb bringt der Transporter auch die heute üblichen Komfort- und Sicherheitsfunktionen mit. Dazu gehören unter anderem Klimaanlage und Einparkhilfe.
Die alte VW-Pritsche wird in den kommenden Wochen und Monaten noch im Stadtbild zu sehen sein. Ihr Ende im WOTa-Fuhrpark ist jedoch bereits absehbar. Mit der vollständigen Umstellung auf Elektrofahrzeuge setzt das kommunale Wohnungsunternehmen ein weiteres Zeichen in Richtung klimafreundlicher Mobilität.
Nachhaltigkeit spielt bei der WOTa auch über den Fuhrpark hinaus eine Rolle. Viele Mitarbeiter sind mit dem Fahrrad unterwegs. Das Unternehmen versteht sich als fahrradfreundlicher Arbeitgeber und beteiligt sich regelmäßig an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ der AOK Plus.