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Ernst-Barlach-Straße: War das ein Schild(er)bürgerstreich?

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Seit Montag ist die Ernst-Barlach-Straße nur noch aus einer Richtung zu befahren. Ziel der Stadtverwaltung war es, das Wohngebiet zu entlasten. Es scheint, als sei dieser Plan bislang nicht aufgegangen.

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Aus Richtung Gärtnerweg ist die Einfahrt in die Ernst-Barlach-Straße seit Montag verboten – hier gilt eine Einbahnstraßenregelung aus Richtung Sommerfelder Straße und Feuerwehr. Allerdings: Die Ernst-Barlach-Straße ist zweigeteilt. Heißt: anstatt rechts fahren Autofahrer nun links in den anderen Teil der Ernst-Barlach-Straße. Dort ist die Straße noch enger – und Anwohner haben offenbar bereits reagiert, indem sie ihre Autos auf die Fahrbahn gestellt haben.

Im Kommentarbereich von Taucha kompakt beschwert sich ein Anwohner über eben diesen Fakt:

„Es erfolgte keine Entlastung der Ernst-Barlach-Straße, allenfalls eines Teils der in Ovalform angelegten Straße. Momentan fließt der Verkehr über den anderen Teil der Ernst-Barlach-Straße und damit in ein dichter besiedeltes Wohngebiet ab. Wäre das Schild „Einfahrt verboten“ um wenige Meter versetzt aufgestellt worden, hätten die vom Bürgermeister geschilderten Ziele erreicht werden können. Man gelangt jetzt weiterhin von der B87 über den Gärtnerweg bis zur Sommerfelder Straße und zurück. Ziel verfehlt, in der Schule gäbe es die Note 6. Ein Schildbürgerstreich und das als Ergebnis der Tätigkeit einer AG.“

Zudem schreibt er, der Widerstand der Anwohner würde sich bereits formieren. Es scheint, als habe man mit dieser Aktion die Anwohnerschaft gespalten: Während manche nun entlastet wurden, spüren dafür andere den Verkehr nun umso mehr.

Auch unter dem Facebook-Beitrag zur Ankündigung der Einbahnstraßenregelung äußern Tauchaer ihren Unmut und ihr Unverständnis. Unter anderem heißt es, die Klebendorfer Straße könnte nun über Gebühr belastet werden. Ebenso wird in vielen Kommentaren deutlich, dass sich endlich eine Umgehung für Taucha, also die B87n gewünscht wird.

Auf die Thematik angesprochen meint Jens Rühling, Leiter Ordnung und Soziales bei der Stadtverwaltung, dass man nun diese Woche den Verkehr beobachten wolle, um nächste Woche weitere Schritte anzugehen. Wie die aussehen könnten, teilte er nicht mit. Allerdings: Ein Anwohner berichtet auch, dass der Verkehr nun ebenso über die Adolph-Menzel-, Max-Klinger-und Marc-Chagall-Straße läuft. Insofern geht die Strategie auf, zumindest eine Straße zu entlasten.

Auf diesen Teil der Ernst-Barlach-Straße weichen Autofahrer nun aus, um der Einbahnstraßenregelung zu entgehen.
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(2 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 2. Juli 2020 um 19:02 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 6. August 2020 um 11:52 Uhr.


10 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Große,

    ich möchte Ihrem Artikel insofern widersprechen, das Sie darin suggerieren das der Verkehr nun in Gänze auf den anderen Teil der Ernst Barlach Ringes ausweicht. Dem ist nicht so, es wird ebenso nun die Adolph-Menzel-Str. sowie Max Klinger Str. und Marc-Chagall-Str. genutzt.
    Sprich, das was vorher fast ausschließlich den einem Teil vom Ernst Barlach Ring beschieden war, verteilt sich derzeit auf mehrere Straßen. Obgleich ich betonen möchte, das auch diese Variante kein Endlösung sein kann, sondern leider die von der AG eingebrachten Vorschläge, derzeit scheinbar seitens der Stadt wenig Gehör fanden!?

    • Danke, Steffen. Ich gebe Ihnen natürlich Recht und würde das noch im Text ergänzen bzw. berichtigen. Als ich dort für die Fotos unterwegs war, ist jeder Autofahrer, der die Verbotsschilder sah, auf den anderen Bereich ausgewichen. Was ja auch legitim ist, ebenso wie das Abparken der Autos durch die Anwohner.

      • Hallo Herr Große,

        Ihre Beobachtung zum Zeitpunkt der Fotoerstellung ist richtig, ein Großteil der Autofahrer weicht auf den anderen Teil der Ernst-Barlach-Straße aus.

        Viele Grüße

      • Vielen Dank!

        …ich habe nicht die Anzahl der Fahrzeuge gezählt, in welche diese jeweils auswichen, aber eben beobachtet das alle, von mir genannten Straßen reichlich genutzt werden.

  2. Wichtige Richtigstellung:
    Die Fahrzeuge wurden durch die Anwohner nicht extra auf die Straße gestellt. In diesem Teil der Ernst-Barlach-Straße befinden sich größtenteils Reihenhäuser mit kleinen Grundstücken und es gibt ganz einfach nicht viele andere Möglichkeiten zum Parken.

  3. Sehr geehrter Herr Große,

    ihren Artikel zur neuen Einbahnstraßenstraßenregelung möchte ich gern wie folgt ergänzen:

    Der nördliche Teil der Ernst-Barlach-Str. ist nicht enger als der südliche, er ist exakt genauso breit! Er wirkt vielleicht schmaler, weil die Hecken dort schon höher/älter sind und mehr Fahrzeuge auf dem angedeuteten Fußweg geparkt sind als auf dem südlichen Teil. Auch ist diese Seite nicht dichter besiedelt – es gibt auf beiden Seiten des Barlachringes eine Mischung aus Reihen- und Einfamilienhäusern. Im Übrigen handelt es sich auch um EIN zusammenhängendes Wohngebiet- die sogenannte „Feuerwehrsiedlung“. Der Widerstand der Anwohner gegen den immer mehr zunehmenden Durchgangsverkehr formiert sich bereits seit 2015 mit dem Ausbau des Gärtnerweges mit vielen Rückschlägen in der Vergangenheit! Leider ist es allzu menschlich, dass ein Problem erst dann wahrgenommen wird, wenn es sich direkt vor der eigenen Haustür abspielt und man selber davon betroffen ist. Das, was sich jetzt durch die Neuregelung auf andere Straßen umverteilt, haben die Anwohner des südlichen Teils der Barlachstraße in den letzten 5 Jahren alleine aushalten müssen! Dass sich jetzt neuer Widerstand formiert ist gut für uns alle, denn die jetzige Variante kann noch keine „Endlösung“ sein! Die von uns eingebrachten Vorschläge zur Verkehrsberuhigung im gesamten Wohngebiet wurden jetzt in der Testversion leider nur ansatzweise umgesetzt. Da muss auf jeden Fall nachgebessert werden!

    Viele Grüße,
    Cathrin

  4. Noch ergänzen möchte ich, dass sich die Anwohner nicht gegenseitig ausspielen lassen dürfen. Das nützt nur anderen! Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, kann man etwas erreichen!

  5. gerade diese Straße ist es, wo die Anwohner zu faul sind ihre Autos auf das Privatgrundstück zu stellen, nein die Parken links oder rechts, ist denen völlig egal, wenn man an der Feuerwehr Richtung Gärtnerweg fährt, hat man echt ein Problem da durch zu kommen.
    Da sollte sich mal die Stadt was Einfallen lassen, richtig Abstrafen

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