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Die städtische Baustelle auf der Portitzer Straße zwischen Kreuzung und Trogbau ist weiter im Plan. Damit künftig alle Verkehrsteilnehmer wieder ungehindert auf der Straße fahren können, musste nun ein Baum entnommen werden. Wie so oft in Taucha. Und wie so oft gibt es Unverständnis der Anwohner über die Fällung. Die Stadtverwaltung klärt auf.

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Richtig ist, dass im Zuge der Straßenbauarbeiten auf der Portitzer Straße in Höhe Modehaus Fischer nun ein Baum gefällt werden musste. „Dieser hätte für den neuen Ausbauzustand eine Verkehrsgefährdung dargestellt, aufgrund seiner Nähe zum Straßenrand“, sagt Manuel Burke vom Fachbereich Bauwesen im Rathaus. Künftig soll es in diesem Bereich eine Verkehrsinsel geben, die Straße schwenkt hier leicht nach rechts. Zudem, so teilt Burke weiter mit, hätte der Baum ohnehin Krankheitsbilder aufgewiesen, was eine Fällung früher oder später notwendig gemacht hätte. Dies sei bei einer Kontrolle durch den Baumgutachter aufgefallen. Für den nun fehlenden Baum soll es ganz in der Nähe Ersatz geben: Auf der neuen Insel an der Bürgerruhe wird ein neuer Baum gepflanzt. Ebenso entsteht dort ein Pflanzbeet mit vier Metern Durchmesser, das wie die Pflanzschalen im Stadtgebiet saisonal bepflanzt werden soll. Zudem habe die Stadt die Auflage bekommen, zum Erhalt der Artenvorkommen von Vögeln und Fledermäusen beizutragen. Entsprechend sollen im Bereich der Bürgerruhe diverse Nistkästen aufgehängt werden.

Einen Alleen-Charakter, wie es früher der Fall war, wird die Portitzer Straße übrigens nicht wieder erhalten. Dafür liegen heutzutage einfach zu viele Leitungen unter dem Fußweg und im Straßenbereich, informiert die Verwaltung. Unter anderem wurde im Gehweg ein Mittelspannungskabel der Mitnetz verlegt. Und auch andere Versorgungsträger wie Vodafone wollen Kabel und Leerrohre verlegt haben. All dies mache es unmöglich, Bäume in der Portitzer Straße zu pflanzen.

So wie auf dieser Aufnahme von 1920 wird die Portitzer Straße nie mehr aussehen – dafür liegen heutzutage zu viele Leitungen im Erdreich. Foto: Museum Taucha

Fragen gibt es auch von einigen Bürgern zu den Ausgleichspflanzungen für den Trogbau. Hier betreibe die Deutsche Bahn ein eigenes Umweltmanagement. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens wurden diverse Ausgleichspflanzungen festgelegt, auf denen umfangreiche Ersatzpflanzungen erfolgten. Unter anderem entlang der Gartenananlage Einigkeit, in Sehlis am Klangweg und anderen Flächen sowie auf bahneigenem Gelände, teilt die Stadt mit. So wurden etwa im Bereich der Einigkeit 76 Gehölze und 1650 Sträucher gepflanzt. Die Bäume die auf den städtischen Flächen entnommen Bäume wurden, wurden umfangreich im Bereich des Wendehammers in der Bahnhofsstraße ausgeglichen.

Noch bis 23. Dezember soll die Portitzer Straße grundhaft ausgebaut werden.
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(1 mal heute gelesen)

Veröffentlicht am 18. November 2022 um 16:14 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 18. November 2022 um 16:22 Uhr.

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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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