In einer außerordentlichen Sitzung des Stadtrates am 26. September hatten die Stadträte über die Vergabe von Planungsleistungen für den Neubau der Zweifeldsporthalle mit Mensa auf dem Gelände der Oberschule zu entscheiden. Mittlerweile sind die Einspruchsfristen vorüber. Zeit also, die beauftragten Büros zu nennen und einen Blick auf die neue Sporthalle zu werfen.

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Vor den zu fassenden Beschlüssen holte Bauamtsleiterin Barbara Stein thematisch ein wenig aus und erklärte den bisherigen Werdegang: „Die Stadt Taucha steht in den nächsten Jahren vor einigen millionenschweren Investitionen. Die Höhe der Summen macht es nötig, dass wir europaweit ausschreiben. Dazu haben wir vor einiger Zeit einen Planerpool verabschiedet, den wir jeweils für unsere Vorhaben ansprechen und mit diesem Planerpool einen Mini-Wettbewerb veranstalten. So haben wir es auch bei den zu vergebenden Leistungen für die neue Sporthalle mit Mensa an der Oberschule getan“, erklärte sie.

Visualisierung: s.ai Gesellschaft von Architekten + Ingenieuren mbH

Am 30. August endete die Einreichungsfrist für die Einzelleistungen. Für die Planungsleistungen Architektur gingen von sechs der angesprochenen acht Büros entsprechende Angebote ein. Als Gewinner der Ausschreibung ermittelte die Verwaltung die Firma s.ai Gesellschaft von Architekten + Ingenieuren mbH aus Leipzig. An der Ausschreibung für die Tragwerksplanung beteiligten sich drei von fünf Büros. Gewonnen hat hier das Büro ICL Ingenieur Consult GmbH Leipzig. Und für die Planungsleistungen der Technischen Gebäudeausrüstung ging nur von einem der angesprochenen fünf Büros ein Angebot ein. Die Leistungen wurden somit an das Büro Iproplan Planungsgesellschaft mbH in Chemnitz vergeben. Die Stadträte folgten allen Vorschlägen der Stadtverwaltung einstimmig. Vorangegangen war bereits die Einsichtnahme der Wettbewerbsunterlagen durch die Stadträte, sowie die betroffenen Schulleiterinnen der Oberschule und Regenbogenschule inklusive des Horts.


Bei der Auswahl der entsprechenden Planungsleistungen habe es sich die Verwaltung nicht leicht gemacht, sagte Birgit Plewe vom Bauamt. Entscheidend waren neben der Herangehensweise auch die Verfügbarkeit und Referenzen. Alle drei Büros planen nun die neue Zweifeldsporthalle, in die auch die Mensa integriert wird, gemeinsam. Die Kosten für das Gebäude von Planung über Errichtung bis zur Einrichtung belaufen sich auf etwa 5,5, Millionen Euro. Die Stadtverwaltung hat bei der Sächsischen Aufbaubank eine Förderanfrage zum Programm „Schulische Infrastruktur“ gestellt. Ziel ist ein Baubeginn im ersten Quartal 2020.

Planungsrecht müsse die Stadt vor dem Baubeginn hier nicht schaffen, so das Bauamt, denn beim Standort der neuen Sporthalle mit Mensa auf dem Schulhof der Oberschule handelt es sich um einen bebauten Ortsteil. Bis Ende des Jahres sollen nun die Bauantragsunterlagen fertig gestellt werden, dann müsse auf die Baugenehmigung gewartet werden. Anschließend würden die Bauleistungen ausgeschrieben, damit der Bau dann starten könne.

Visualisierung: s.ai Gesellschaft von Architekten + Ingenieuren mbH

Rund 500 Schüler der Oberschule und der Regenbogenschule sollen die Sporthalle mit Mensa inklusive der entstehenden Außensportanlagen sowie die bislang bestehende Sporthalle nutzen können. Vom bestehenden Schulgebäude können die Oberschüler künftig trockenen Fußes durch einen überdachten Durchgang zum Neubau gelangen.


Veröffentlicht am 18. Oktober 2019 um 13:10 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 18. Oktober 2019 um 14:30 Uhr.

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