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Am Montagnachmittag ist in einer Seitenstraße der Sehliser Straße ein Baum umgekippt. Verletzt wurde niemand, auch Schäden gibt es augenscheinlich nicht. Eigentlich also kaum die Meldung wert. Doch ein Anwohner sagt, er habe die Stadt Taucha seit Wochen gewarnt. Passiert sei nichts. Kam die Stadtverwaltung ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht nach?

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Heute Nachmittag krachte es kurz in der Sehliser Straße 11b in Sehlis. Eine Pappel kippte um – der morsche Stamm trug den Baum nicht mehr. Zu Schaden kam niemand. Der Baum stand in einem Seitenarm der Sehliser Straße, wo sich zwei Grundstückszufahrten befinden. Zudem werde der Weg öfter von Spaziergängern genutzt, sagt Anwohner Peer Schnoy. Er habe die Stadt Taucha bereits am 10. September per E-Mail auf die Gefahr hingewiesen. Die E-Mail liegt Taucha kompakt vor. Darin heißt es, gerichtet an Ordnungsamts-Chef Jens Rühling: „Ich muss Ihnen mitteilen, dass in der Sehliser Straße Nähe der 11b in Sehlis 04425 ein Baum so desolat ist, dass er droht auf die Straße zu stürzen. Es könnten Kinder und auch Autos dabei zu Schaden kommen. Ich bitte Sie, dass Sie sich darum so schnell wie möglich kümmern.“ Passiert sei seitdem nichts. „Ich habe dann nochmals gemailt und drei Wochen später auch angerufen, als der Baum sich immer weiter neigte. Ich habe mit Herrn Rühling dazu telefoniert, der darum bat, dass ich die E-Mail nochmals schicke, weil sie ihm nicht vorliege. Das tat ich – passiert ist dennoch nichts“, so Peer Schnoy.

So schief war die Pappel im September. Foto: Peer Schnoy.

Bis heute, als die Pappel krachend umfiel. Ein Teil der Krone lag in einem Grundstück, Schäden an der dortigen Mauer gibt es augenscheinlich nicht. „Wir können durchaus auch froh sein, dass Ferien sind und hier gerade keine Kinder entlang liefen“, so Peer Schnoy, der das Ordnungsamt telefonisch über den Vorfall informierte. „Die Polizeibehörde fuhr auch durch die Hauptstraße. Den Baum haben die Vollzugsbediensteten aber wohl in der Seitenstraße nicht gesehen, zumindest sind sie unverrichteter Dinge wieder weggefahren. Das gibt mir schon zu denken“, sagt er. Taucha kompakt fragte bei Jens Rühling nach. „Mir sagt das nichts, eine E-Mail dazu habe ich nicht erhalten, mit mir hat auch niemand dazu telefoniert“, meint er. Immerhin wollte er nun jemanden vorbei schicken. Bislang ist allerdings nichts passiert.

Für Anwohner Schnoy hat die Angelegenheit durchaus „Geschmäckle“. Vor allem vor dem Hintergrund der Verkehrssicherungspflicht. Er frage sich, wie oft man als Anwohner der Verwaltung Hinweise geben müsse, damit sie diese ernst nehme. „Es scheint einfach niemanden zu interessieren“, sagt er resignierend.

(1 mal heute gelesen)

Veröffentlicht am 24. Oktober 2022 um 18:20 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 24. Oktober 2022 um 18:20 Uhr.

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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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1 Kommentar

  1. Wenn man das Fragezeichen in der Überschrift streicht, kommt man der Realität näher. Der gesamte Vorgang ist ein Thema für eine Dienstaufsichtsbeschwerde .

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