An der Oberschule Taucha gibt es aktuell einen Einsatz von Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr. Offenbar haben Unbekannte ein Reizmittel versprüht, teilt die Polizei auf Anfrage mit.

Bekannt geworden ist der Vorfall heute um 11.46 Uhr. Laut Polizei seien mehrere Kinder betroffen und müssten medizinisch versorgt werden. Laut Bürgermeister Tobias Meier handelt es sich um eine niedrige zweistellige Anzahl. Ob der oder die mutmaßlichen Täter gestellt werden konnten, werde aktuell noch nicht mitgeteilt.

Wie die Polizei weiter mitteilt, handelt es sich um etwa 20 Schülerinnen und Schüler. Diese hätten Reizungen der Atemwege erlitten, nachdem sie einen bislang unbekannten Stoff eingeatmet hätten. Möglicherweise handele es sich um Pfefferspray, so Polizeisprecherin Sandra Freitag. Viele Schüler und eine Lehrerin wurden ambulant vor Ort behandelt. Laut Tauchas Wehrleiter Cliff Winkler mussten aber auch sechs Kinder ins Krankenhaus gebracht werden. Wo der Reizstoff versprüht wurde, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Möglicherweise wurde der Stoff in einer Toilette versprüht. Auch gebe es aktuell keinen Hinweis auf einen oder mehrere Verursacher, so die Polizeisprecherin weiter.

Update, 21 Uhr:
Die Polizei teilt mit: „Vor Ort versorgten Rettungskräfte schlussendlich 44 Personen, darunter 7 Erwachsene sowie 37 Schülerinnen und Schüler.“

Laut Cliff Winkler, der an der Oberschule Taucha als Hausmeister arbeitet, habe sich der Vorfall in der Pause ereignet. Demnach hätten einige Kinder über Atemnot geklagt, anschließend wurden es immer mehr. Auch eine Lehrerin sei betroffen gewesen. Gemeinsam mit der Schulsekretärin habe man sich dann entschieden, die Schule über den Hof zu evakuieren.

Vor Ort waren Polizei, Notärzte, Sanitäter, der ABC-Trupp und die Freiwillige Feuerwehr Taucha sowie die Feuerwehr aus Schkeuditz.

Update, 16.36 Uhr
Mittlerweile liegt eine Information der Schulleitung an die Eltern vor:

Durch Unbekannt wurde eine reizende Substanz im Sanitärbereich der Jungs versprüht. Insgesamt erlitten dadurch 30 Kinder und zwei Lehrer Reizungen der Atemwege. Der Vorfall ereignete sich zum Beginn der Pause nach dem zweiten Block. Unklar ist, ob die Substanz noch vor oder nach dem Pausenklingeln in der Toilette versprüht worden ist. Der betroffene Sanitärbereich bleibt morgen gesperrt, da er erst gereinigt werden muss.

Frau Beer wird morgen in allen Klassen das Gespräch suchen. Zum einen, um Gesprächsbedarf anzubieten, zum anderen aber auch, um aufzuzeigen, dass solch eine Handlung mit Strafe bedroht und abscheulich ist. Einige Kinder wurden bereits befragt. Frau Beer möchte im Gespräch auch Kinder ermutigen etwas zu sagen, wenn sie was gesehen oder gehört haben. Sodann kann sich jeder vertrauensvoll an sie oder die Polizei wenden und vielleicht trägt das zur Aufklärung bei.

Sofern ein Kind über Dinge klagt, die im Zusammenhang mit dem Vorfall stehen, dann bitte morgen die Schule informieren und ggf. einem Arzt vorstellen.

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(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 12. Oktober 2022 um 13:25 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 12. Oktober 2022 um 21:03 Uhr.

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