Seit Montag, den 22. November, gilt in Sachsen ein Teil-Lockdown. Dieser betrifft auch die Kulturszene. Clubs, Bars und unter anderem Kinos dürfen bis mindestens 12. Dezember nicht mehr öffnen. Davon betroffen ist auch das Tauchaer Kino. Betreiber Daniel Grahl macht seinem Frust darüber seit Dienstagabend mit einem Spruch an der Außenwand des Kinos Luft. Seitdem verteilen sich Fotos davon in sozialen Netzen und per WhatsApp-Messenger.

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„Wegen politischen Versagens bis auf Weiteres geschlossen“ – der Frust des Tauchaer Kinobetreibers Daniel Grahl ist aus diesem Satz regelrecht ablesbar. Seit Montag muss er sein Kino geschlossen halten. Vorher, seit 8. November, galt die 2G-Regel, deren Einhaltung am 18. November vom Gesundheitsamt Nordsachsen kontrolliert wurde. Am Freitag kam dann die Sächsische Corona-Notfallverordnung, die die Schließung von Kinos beinhaltete. „Aus meiner Sicht war das völlig unnötig und ist ungerechtfertigt. Kinos sind nachweislich keine Pandemietreiber, das ist sogar durch Studien erwiesen“, sagt Grahl. Er hätte sich von der Politik gewünscht, dass „man angesichts der seit Monaten steigenden Zahlen viel eher gegengesteuert hätte. Beispielsweise die Impfkampagne weiter vorantreiben. Die Politik sagt, die Menschen sollen sich impfen, gleichzeitig wurden Impfzentren geschlossen, aber niederschwellige Angebote wie beim Hausarzt oder andere auch bloß nicht ausgebaut“, ärgert er sich.

In seinen Augen werden nun wieder die Unternehmer bestraft, die sich die ganze Zeit an alle Maßnahmen gehalten haben. „Wir hatten durch Corona insgesamt acht Monate geschlossen, obwohl wir auch vorher alle Regeln wie Plexiglas, Maskenpflicht und Abstand umgesetzt hatten. Im Juli durften wir wieder öffnen, auch hier mit erweiterten Regeln wie Abstände im Saal, Maskenpflicht bis zum Platz und so weiter. Seit 8. November mussten wir unter 2G öffnen. Das lief prima, die Besucher hielten sich daran und wir haben die Impfpässe kontrolliert, auch wenn es gar nicht zu unseren Aufgaben gehört. Und nun werden Kinos geschlossen, aus meiner Sicht ohne Sinn und Verstand“, so Daniel Grahl weiter. Er hätte sich gewünscht, unter 2G oder 1G weitermachen zu können. „Ich kann verstehen, dass die Kontakte reduziert werden müssen, aber nicht zu Lasten der Unternehmen. Über Ausgleichszahlungen hat auch noch keiner ein Wort verloren“, sagt der Kinobetreiber.

Persönlich glaubt er nicht daran, dass die Maßnahmen der Sächsischen Staatsregierung für eine Verringerung der Inzidenzen sorgen wird: „Und so werden wir am 9. Dezember, wenn sich die Damen und Herren erneut zusammensetzen, wohl zu hören bekommen, dass der Teil-Lockdown leider verlängert werden muss. Und wir gucken eine weitere Weihnachtssaison und noch länger in die Röhre. Danke für Nichts!“

Inzwischen verbreitet sich sein Spruch an der Kinotafel weiter. Und er hofft: „Vielleicht regt das ja wenigstens zum Nachdenken in den entsprechenden Ministerien an.“

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(3 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 24. November 2021 um 12:16 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 24. November 2021 um 12:16 Uhr.

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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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3 Kommentare

  1. Was nutzen ausgebaute impfangebote, wenn keiner der Schwurbler Bock hat, sich impfen zu lassen? Als ich in der Gastronomie essen war vor 2 Wochen, kontrollierte man nur lasch. Vielleicht hätte man die Maßnahmen in Sachsen einfach mal überall ernst nehmen sollen?

  2. Also nach Auffassung von Frau Wachholz bin ich Schwurbler – was immer das bedeutet.

    Ich habe mich vor jedem Kinobesuch testen lassen, natürlich negativ.

    Sinnvoll wäre wohl Kino offen und tagesaktueller Test, dann kann gar nichts passieren.

    Nochmal zur Erinnerung: Nur der getestete ist halt sicher.
    Kann man übrigens in Studien nachlesen ganz offiziell Frau Wachholz

    Dann könnten alle Kinos, Theater und Bars offen bleiben.
    Aber soziale Kontakte sind halt nicht erwünscht.

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