Die Sirene auf der Oberschule Taucha

Aktuell tönen über Taucha wieder öfter die Sirenen. Besorgte Bürger riefen bereits im Rathaus an und fragten nach, ob sich die Gefahrenlage geändert hätte. Die Verwaltung kann aber beruhigen.

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Es war heute um 14.31 Uhr, als die fünf Sirenen, über die Taucha aktuell verfügt, mal wieder zu heulen begannen. Drei Töne von je zwölf Sekunden Dauer mit je zwölf Sekunden Pause – so ist es in Sachsen für Feueralarme vorgeschrieben. Die Brandmeldeanlage eines Metallbearbeitungsunternehmens in der Otto-Schmidt-Straße hatte angeschlagen. „In einer Maschine lag ein technischer Defekt vor und es gab eine Rauchentwicklung. Wir waren mit drei Fahrzeugen vor Ort, die Kameraden aus Jesewitz kamen noch hinzu, insgesamt waren es 16 Kameraden“, sagt Jörg Schmidt, stellvertretender Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Taucha. Die brandschutztechnischen Einrichtungen hätten einwandfrei gearbeitet. Verletzt wurde niemand – bei Eintreffen der Feuerwehren war der Schwelbrand in der Maschine bereits gelöscht und die einzige Aufgabe bestand im Belüften des Objekten und im Zurücksetzen der Brandmeldeanlage.

In der jüngsten Vergangenheit konnte man die charakteristische Sirenen-Tonfolge wieder öfter in unserer Stadt hören. Zuletzt sogar mal Nachts gegen 0 Uhr, als die Brandmeldeanlage in der Löwen-Apotheke Fehlalarm gab. Auch bei Dehner oder dem Kinderland schlagen die Einrichtungen wieder öfter an. Bürgermeister Tobias Meier informierte heute im Pressegespräch darüber, dass es bereits besorgte Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern gegeben hätte. „Sie haben sich erkundigt, ob sich die Gefahrenlage geändert hätte und nun mehr passiere als sonst“, so Meier. Darum hatte er Johannes Hönecke vom Brandschutzamt Taucha gebeten, die Sachlage zu erklären.

Generell müsse man sich keine Sorgen machen. Die Brandmelder in den Unternehmen würden zuverlässig arbeiten, die Alarmierungsketten würden funktionieren und die Feuerwehr Taucha sei leistungsfähig. „Bislang haben wir nur bei der so genannten Phase 3 mit Sirene alarmiert. Das sind größere Einsätze, bei denen Menschenleben in Gefahr sind. Aktuell alarmieren wir bereits bei Phase 2, also bei mittlerer Gefahr. Das sind alle Brände, technische Hilfeleistungen – etwa nach Unfällen – oder auch beim Auslösen von Brandmeldeanlagen (BMA)“, so Johannes Hönecke. Generell werde immer von einem Realeinsatz ausgegangen, auch wenn gerade die BMA-Einsätze in der Vergangenheit nur Fehlalarmierungen waren. Die Herabsetzung von Phase 3 auf 2 sei erfolgt, um mehr Zeit zu gewinnen. „Die Baustelle in der Stadt frisst Zeit bei der Anfahrt im Privatauto. Zudem sollen die Autofahrer durch die Sirenenalarmierung sensibilisiert werden, dass hier ein Einsatz läuft und möglicherweise gleich Platz gemacht werden müsse. Letztlich geht es darum, mehr Kameraden zum Gerätehaus bewegen zu können“, begründet Hönecke die Entscheidung.

Wehrleiter Cliff Winkler sagt gegenüber Taucha kompakt, dass die Herabsetzung auch ein Wunsch der Feuerwehrleute gewesen sei. Wegen des schönen Wetters sei die Gefahr groß, dass man im Garten weile und das Handy oder den Pieper nicht am Mann oder der Frau trage. „Mit der Sirene ist es sicherer für alle. Dass wir nun jetzt so viele mittlere Lagen, also Phase 2 haben, ist auch nicht normal, sonst gab es das nie“, sagt er.

Bei den Sirenen in Taucha gebe es zukünftig auch Veränderungen: Die aktuell fünf Sirenen sollen auf neun aufgestockt werden. In Seegeritz, Sehlis, Plösitz und Pönitz sollen neue Sirenen installiert werden. Zudem sollen die Sirenen in Merkwitz und der Goethestraße von den Privathäusern verschwinden und stattdessen auf Masten montiert werden. Der Verwaltungsausschuss habe aktuell 75.000 Euro für den Ausbau der Sirenen beschlossen, hieß es aus der Verwaltung.
Die neuen Sirenen sollen dann eine Durchsagemöglichkeit bekommen und akkugepuffert sein. „Wir können dann also vom Gerätehaus auch die Bevölkerung warnen“, so Cliff Winkler. Damit kommt Taucha dem Wunsch der Bundesregierung nach, den Katastrophenschutz in Deutschland zu verbessern.

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(5 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 10. Mai 2022 um 16:46 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 10. Mai 2022 um 16:46 Uhr.

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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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