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Kita Kükennest: Eltern erhalten Absagen – DRK spricht von Missverständnis

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Am 29. August soll die neue Kita Kükennest in der Eilenburger Straße eröffnet werden. Ab 1. September werden dann die ersten Kinder dort betreut. Doch viele Eltern erhielten dieser Tage per E-Mail eine Absage. Hauptgrund: fehlende Erzieher.

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Die Kitaplatz-Situation in Taucha ist seit jeher angespannt. Plätze für Krippenkinder und für die Betreuung von Kindern ab drei Jahren sind rar. Die Stadtverwaltung reagierte unter anderem mit dem Bau der Kita Grashüpfer nebst Anbau, dem Anbau an der Kita St. Moritz und dem Neubau der Kita Kükennest in der Eilenburger Straße unweit des künftigen Wohngebietes Gartenstadt. Letztgenannte Kita soll am 1. September in Betrieb gehen und bis zu 160 Kinder beherbergen. Zahlreiche Eltern hatten sich seit Bekanntwerden des Bauvorhabens angemeldet und auf einen Platz in der neuen Kita gehofft.

Getrübt wurde diese Hoffnung für einige Eltern nun von Uwe Schulz vom Träger Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Leipziger Land. Er ist zuständig für den Bereich Abrechnung, Beschaffung und Sozialarbeit für die vom DRK betriebenen Kitas und teilte per E-Mail mit:

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ihr Kind / Ihre Kinder in einer ersten Planung (September bis Dezember 2020) der Belegung der neuen Kita in der Eilenburger Str. nicht berücksichtigt werden könnten. […]
Hauptgrund, warum derzeit in Krippe und Kindergarten nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können, sind fehlende Erzieher. Der Träger ist weiterhin bemüht, Erzieher für die neue Kita zu gewinnen und einzustellen, aber nach derzeitigem Stand sind erst etwa die Hälfte des notwendigen Personals arbeitsvertraglich gebunden.

Viele Eltern werteten die Mail als generelle Absage – und fühlten sich nun allein gelassen. Etwas beruhigen kann Jens Bruske, Vorstandvorsitzender des DRK Kreisverbandes Leipzig-Land e.V.: „Fakt ist: Wir haben aktuell 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest für die Kita Kükennest eingestellt. Nächste Woche werden wir die Verträge mit den Eltern machen, dann wissen wir auch, wie viele Stunden jedes Kind betreut werden muss“, so Bruske. Anhand der Betreuungsverträge werde ein Plan erarbeitet, welches Kind ab welchem Zeitpunkt in der Kita und in der Krippe mit der Eingewöhnung beginnt. Im Krippenbereich dauere das etwa drei Wochen, im Kindergartenbereich könne sich diese Zeit auch verkürzen.


Jens Bruske gehe davon aus, dass zum 1. September im Krippen- und Kindergartenbereich mit je 30 Kindern gestartet werden könne. Eine generelle Absage bedeute die E-Mail keineswegs, versichert er: „Auch wer eine Absage bekommen hat, hat noch gute Chancen, sein Kind bei uns unterzubekommen. Wir können nur aktuell nicht sagen, wann.“ Bruske schätzt, dass zusätzlich zu den 15 Erziehern noch etwa zehn weitere benötigt werden. Der Markt sehe allerdings schlecht aus. „Wir erhalten aber immer weiter Bewerbungen, sogar aus Eilenburg und weiter weg. Wir können zum 1. Oktober, spätestens 1. November eine weitere Einstellungsrunde starten“, so Bruske. Außerdem beginne eine Auszubildende ab 1. August ihre Ausbildung zur Erzieherin in der Kita in Taucha. Unterstützt werde das Erzieherteam von einem Hausmeister sowie von Wirtschaftspersonal, das ebenfalls bereits vertraglich gebunden sei.

An der Kita Kükennest laufen derzeit Restarbeiten im Außen-, aber auch im Innenbereich.

Die Kita Kükennest wird im so genannten offenen Konzept betrieben. Heißt: feste Gruppen gibt es nicht, die Kinder dürfen selbst entscheiden, wo sie spielen, ob sie sich drinnen oder draußen aufhalten. Zudem sei das Kükennest eine „bewegte Kita“, so Jens Bruske. Bewegung stehe klar im Vordergrund. „Wir haben in Taucha wunderbare Sportstätten und ein tolles Freibad. Daran wollen wir anknüpfen und die Kinder fit machen in Sachen Bewegung“, sagt Jens Bruske. Ein Erzieher der Kita soll sich zum Rettungsschwimmer qualifizieren, um mit den Kindern ins Parthebad gehen zu können, ohne das dortige Personal beanspruchen zu müssen.

Außerdem stünden Sprache und Integration im Fokus: „Natürlich werden wir auf die Integrationskinder eingehen, das ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, der wir uns als DRK ja bereits mit dem Café International im von uns betriebenen Jugendclub Taucha widmen“, erklärt Bruske. Überhaupt sei die Kita in Taucha nun so etwas wie eine Vervollkommnung des Angebots in Taucha: „Wir haben dann eine Kita, einen Jugendclub und eine Seniorenwohnanlage in der Stadt. Das hier ist für uns also auch ein Generationsprojekt und jeder kann sich sicher sein, dass wir unsere Verantwortung sehr ernst nehmen“, so der Vorstandsvorsitzende des DRK Leipzig-Land.

Die Kita Kükennest wird ab 29. August mit einem Festakt am Vormittag für geladene Gäste eingeweiht. Am Nachmittag könnte dann die Öffentlichkeit die neue Kindereinrichtung in Augenschein nehmen, verkündete kürzlich Bürgermeister Tobias Meier.

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Veröffentlicht am 26. Juli 2020 um 17:12 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 6. August 2020 um 11:12 Uhr.


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