Anzeige


Nach Beiß-Attacken: Dritter Kangal ist „nicht gefährlich“

,
0
2451
mal gelesen
Laut Holger Weichhan soll ein Unbekannter dieses Tor auf seinem Grundstück geöffnet und so den Ausbruch der Herdenschutzhunde ermöglicht haben.

Nach den Beiß-Attacken vom 7. März mit verletzten Menschen, einem tödlich verletzten und zwei weiteren schwer verletzten Hunden steht nun auch das Ergebnis des Wesenstest des dritten Kangals fest. Laut Leipziger Volkszeitung (LVZ) teilt das Ordnungsamt des Landratsamtes Nordsachsen mit, dass der 15 Monate alte Junghund „nicht gefährlich sei“.

Anzeige
Körbisbau Bauunternehmen:
Mauerwerk und Dach - alles vom Fach.



Die Angriffe der Kangals in Dewitz (Neubauerndorf-Ost) beschäftigen weiter die Bürger und Ämter.
Bereits Mitte März teilte Patricia Groth, Ordnungsamtsleiterin des Landkreises Nordsachsen, mit, dass zwei der drei Herdenschutzhunde aufgrund der Beißvorfälle und ohne Wesenstest als gefährlich eingestuft wurden. Bei dem Junghund hätte ein vom Freistaat anerkannter Sachverständiger im Hundewesen nun den Wesenstest durchgeführt und keine Gefährlichkeit festgestellt.

Ob Holger Weichhan, der bisherige Halter der Tiere, die Tiere wieder auf seinem Grundstück in Neubauerndorf-Ost halten möchte, stehe noch nicht fest. Erst wenn klar sei, wer die Hunde übernehmen wolle, könnten Entscheidungen zu etwaigen Auflagen getroffen werden, zitiert die LVZ die Ordnungsamtsleiterin. Weiter heißt es, grundsätzlich müssten die Halter die Mindestanforderungen des Gesetzes zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden (GefHundG) erfüllen. Neben einem Sachkundenachweis und einer Haftpflichtversicherung sei auch eine ausbruchssichere Unterbringung nötig, die dem Verhalten der Hunde entspreche. Die Anordnungen würden vom Landratsamt erlassen, die konkreten Auflagen zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung müsse die Tauchaer Polizeibehörde erlassen, so die LVZ.

Fakt ist: Wenn alle Auflagen erfüllt sind und dies entsprechend überprüft ist, könnten alle drei Hunde zurück auf das Grundstück. Ob Holger Weichhan dies wolle, ließ er gegenüber der LVZ offen. Allerdings sagte er, er sei bereits dabei, „bestimmte Auflagen zu erfüllen“.

Unterdessen beschäftigt sich Tauchas Stadtrat weiter mit dem Vorfall – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ein entsprechender Antrag auf einen öffentlichen Ausschuss, den die Unabhängigen Wähler eingereicht hatten, scheiterte an der nötigen Mehrheit.

Anzeige
(2 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 2. April 2021 um 12:45 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 2. April 2021 um 12:45 Uhr.


Vorheriger ArtikelNeues Freizeitangebot ab Mitte April in Taucha (Aprilscherz)
Nächster ArtikelAusstellung informiert über Fluchtgründe
Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
Teilen

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here